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Existenzgründungsberater

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Existenzgründungsberater

Beitragvon erich001 am 19.01.2009, 19:37



Was würdet Ihr von einem Existenzgründungsberater erwarten, der euch behilflich sein sollte, bei der erstellung eines Businessplans, euer Konzept zu prüfen, bei eurer bank das Konzept vorstellen, Fördermittel zu beantragen und euch auch bei den Bankgesprächen zu begleiten,sofern dieser nicht selbst schon Bankkontakte hat.

Sollte dieser günstig sein?
Ein Festhonorar anbieten, das keine weiteren versteckten Nebenkosten, Spesen o.ä beinhaltet?
Sollte dieser Referenzen vorweisen können....????

Diese Fragen waren nur Beispiele zur anregung eines Gedankenaustausches.

viele grüße
erich001
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Re: Existenzgründungsberater

Beitragvon business-kid am 19.01.2009, 20:34

Hier im Forum gibt es doch einen Existensgründerberater :D

mgb-consulting

Wenn ich mich nicht irre :wink:
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Re: Existenzgründungsberater

Beitragvon Gehring am 20.01.2009, 09:22

Hallo,

ein Existenzgründungsberater, der diese (leider schwamminge) Bezeichnung verdient, sollte im Grunde selbst ein praxiserfahrenes Multitalent (kein Theoretiker) mit fach- und sachgebietsübergreifenden Befähigungen sein. Alle Faktoren hier aufzuzählen, die einen professionellen Gründungsberater ausmachen, würde sicher den Rahmen des Forums sprengen.

Wann ist ein Gründungsberater günstig? Die Honorare sollten vor dem Hintergrund der (verantwortlichen) anspruchsvollen Aufgaben angemessen sein. Ob leistungsbezogene Honorare immer als "günstig" angesehen werden, steht auf einem anderen Blatt. Leider betrachten viele Existenzgründer seriöse Berater, die angemessene Honorare abrechnen, als Abzocker, was so nicht ansatzweise nachvollziehbar ist.

Fest- oder Pauschlhonorare sind aus meiner Sicht und Erfahrung empfehlenswert und werden von vielen Gründern zur Vermeidung von "möglicherweise aus dem Ruder laufenden Kosten" bevorzugt.

Selbstverständlich sollte ein professioneller Berater bei der Erstellung des Businessplans helfen, bei Bedarf Bankgespräche begleiten. Banken erwarten jedoch, dass Gründer ihre Konzept selbst vorstellen. Banken schätzen jedoch die Heranziehung von professionellen Beratern. Referenzen können ein Qualitätskriterium sein. Referenzen, die jedoch schon kurz nach der Erfüllung eines Beratungsauftrages abgegeben werden, haben nicht die Aussagekraft von Referenzen, die erst einige Zeit nach dem Start abgegeben werden. Erst dann kann ein Gründer die Qualität einer Beratung zuverlässig beurteilen.

Zum Posting von business-kid: Sie irren sich nicht. mgb-consulting bietet qualifizierte Existenzgründungsberatung an. mgb-consulting scheint die an professionelle Existenzgründungsberatung zu stellenden Anforderungen auch zu erfüllen. mbg-consulting bietet seine leistungen zu angemessenen Pauschlhonoraren an.

Auf eine fruchtbare Diskussion.

Peter Gehring
Existenzgründer-Hotline

http://www.gruender-kompetenz.de
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Re: Existenzgründungsberater

Beitragvon mgb-consulting am 20.01.2009, 11:01

Hallo ...

ich arbeite z.B. ausschliesslich mit festen Honoraren und habe in meinen Verträgen exakt aufgeführt, für welche Leistung welches Entgelt zu zahlen ist. Auf diese Weise kann jeder Kunde zu jeder Zeit erkennen, für welche Leistung er was zu zahlen hat.

Allerdings... ich verlange von jedem Kunden eine 50%-ige Anzahlung auf das vereinbarte Beratungshonorar und fange mit der Arbeit erst dann an, wenn diese 50% auf meinem Konto sind. Zum Einen zwingt dies den Kunden bei der Beratung mitzuarbeiten und die erforderlichen Informationen zu liefern*, zum Anderen senkt man als Berater seine Ausfallquote erheblich.

*Das ist im übrigen eines der größten Probleme im Beratungsgeschäft... die Kunden lassen sich den Berater einfach totlaufen, indem Sie wichtige Fragen zur Erstellung des Businessplans einfach nicht beantworten.

Als junger Berater fängt man gerne mal an und vertraut darauf, dass die Kunden zahlen werden, wenn die Arbeit erledigt ist. Hat man dieses Geschäft ein paar Jahre lang mitgemacht, dann hat man gemerkt, dass es viele Kunden gibt, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen und man ändert seine Vertragsmodalitäten sehr schnell.

Für diejenigen, die es nicht wissen... die Ausfallquoten im Bereich Unternehmensberatung liegen nach einer BDU Studie bei 50%. Aus diesem Grunde, zögere ich keine Sekunde mein ausstehendes Honorar bei Zielüberschreitungen auch einzuklagen.

Was Spesen und Nebenkosten angeht, so möchte ich anmerken, dass viele Kunden versuchen Beratungsaufträge dahingehend auszuweiten, dass sie erwarten, dass der Berater kostenlos zu Gesprächen z.B. mit Anwälten, Lieferanten, Steuerberatern oder Vermietern "mal eben" mitkommt, um die Verhandlungen zu begleiten.

Das geht natürlich nicht kostenlos und hier sollte sich jeder Gründer darüber bewusst werden, dass diese Zeit den Berater Geld kostet und er hierfür natürlich entlohnt werden muss, sofern dies nicht bereits im Vorfeld Vertragsbestandteil war.

Was die Refrenzen angeht, so bin ich immer wieder sehr erstaunt, dass Gründer dies nicht in Anspruch nehmen. Ich Normalfall nenne ich Gründern zwei oder drei Referenzen, d.h. Beratungen mit ähnlicher Fallkonstellation und bitte darum, dass sich die Gründer mit diesen Unternehmern in Verbindung setzen.

Die Quote derer, die sich mit Referenzen in Verbindung setzen liegt meiner Erfahrung nach bei weit unter 5%. Persönlich finde ich es Schade, dass man sich so wenig informiert, aber wenn ein Gründer dies für Zeitverschwendung hält, dann kann ich das auch nicht ändern.

Was das Honorar selbst angeht, so sollte geklärt werden, welche Leistung dem gegenübersteht, diese muss für den Kunden einklagbar definiert sein, in jedem Fall sollte klar sein, ob im Anschluss der Beratung ein Beratungskostenzuschuss beantragt werden kann oder nicht.

Ob die Beratung letzten Endes gut war, wird der Gründer aufgrund mangelnder Sachkenntnis im Normalfall vermutlich niemals selbst feststellen können. Er wird das Resultat spüren z.B. die Verweigerung eines Bankkredites, aber er wird nicht herausfinden, warum dieser verweigert wurde.

Beispiel: Vor zwei Jahren kam ein Gründer zu mir, der einen toll aufgemachten Businessplan mitbrachte und sich wunderte, warum er keinen Bankkredit für eine GmbH-Gründung erhalten hatte (3 Ablehnungen von drei verschiedenen Banken).

Der Businessplan begann auf der dritten Seite mit der Feststellung, dass die Kaufmannseigenschaft vorläge, weil es sich laut HGB um eines der Grundhandelsgewerbe handele. Liest sich supergut, noch dazu unterlegt mit den dazugehörigen Paragraphen aus dem HGB.

Wäre der Berater auf dem aktuellen Stand gewesen, dann hätte er wissen müssen, dass das HGB im Juli 1998 geändert wurde und diese Aufgliederung abgeschafft wurde... d.h. die Kaufmannseigenschaft lag nach aktueller Gesetzeslage allein aufgrund der Rechtsform (GmbH) vor.

Im folgenden Text erklärte er weiter, dass es sich um eine tragfähige Vollexistenz handeln würde und begründete damit, dass die Bilanzsummen von Aktiva und Passiva aufgrund der Gehaltsentnahme ungleich sein müssen (Kein Scherz).

Ich habe in diesem Businessplan, der wirklich super aufgemacht war 16 weitere Klopper dieser Art gefunden und der Unternehmensberater läuft noch immer frei herum und treibt sein Unwesen.

Fazit der Geschichte war jedoch... man lese und staune... dass der Gründer mit meinen Fehlerhinweisen zu diesem Unternehmensberater ging und diesen aufforderte, den Businessplan zu korrigieren.

Von dem Gründer habe ich nie wieder etwas gehört, aber ich bin ziemlich sicher, dass der Berater bei der Korrektur wieder zig neue Fehler eingebaut hat, weil er einfach nicht weiss was er tut.


MfG
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Re: Existenzgründungsberater

Beitragvon erich001 am 21.01.2009, 20:20

Ja, ich denke die festen Honorar sowie die Leistung eindeutig definieren ist sehr wichtig.
Ich kenne erfolgreiche Berater, die werben nur wie ein Kreditvermittler haben aber damit scheinbar Erfolg, obwohl dann die meisten Anfragen für den Papierkorb sind, sowie die meisten Interessenten abspringen, da Sie ja einen Kreditvermittler suchen anstatt einen Berater der dafür Geld haben will.

Ist schon irre, denn es gibt ,leider genug Existenzgründer,die dem aberwitzigen Irrglauben unterliegen, der Berater darf nur auf Erfolgshonorarbasis bezahlt werden, wenn also die Fördergfelder geflossen sind.

Es gibt doch genug Klauseln, die eine solche Fördermittelberatung auschließen, bzw. dann einen Fördermittelantrag ablehnen, wo sind denn diese Verordnungen oder Richtlinien zu finden, denn dann kann man diesem Kunden das auch glaubwürdig belegen.

viele grüße
erich001
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Re: Existenzgründungsberater

Beitragvon erich001 am 21.01.2009, 20:40

Adwords Werbung für Existenzgründungsberater ist auch schwer einzuschätzen, denn Begriffe wie Businessplan,Fördermittel sind sehr teuer.

So, das wars für heute...

viele grüße
erich001
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Re: Existenzgründungsberater

Beitragvon William008 am 20.02.2016, 12:17

Vielleicht findet sich hier ja noch jemand, der sich besser mit der Thematik auskennt als ich.
Hast du denn Kaufbelege für die Ware? Hat ein Prüfer überhaupt den Sachverstand, die Ware einzuschätzen?
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Re: Existenzgründungsberater

Beitragvon uvis-beratung am 21.02.2016, 21:33

Um was geht jetzt hier eigentlich?

MfG Jürgen Arnold
- www.uvis.de -
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Re: Existenzgründungsberater

Beitragvon HenryGra am 17.03.2016, 12:24

Vor allem was Werbung und den erwarteten Erfolg usw. betrifft braucht man eigentlich Erfahrung. Wenn man am Anfang viel Geld in schlechte Werbung steckt und das kein wirklich ROI bringt kann das auch mal ganz schön ins Auge gehen... :(
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