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Probleme mit Gründercoach

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Probleme mit Gründercoach

Beitragvon SMiller am 15.08.2013, 09:29



Hallo,

ich hatte mir einen Coach gesucht und mit diesem vorab in zwei Terminen das Vorgehen besprochen, um ein von der KfW gefördertes Coaching zu erhalten. Im Termin mit der entsprechenden Kammer stellte sich dann heraus, dass ich im Nebengewerbe nicht antragsberechtigt sei bzw. die von mir vorgelegten Informationen für eine positive Bescheidung nicht ausreichen würden.

Das Vertrauen zum Coach war dann einfach nicht mehr da und ich musste die weitere Zusammenarbeit abbrechen, bevor sie richtig begann. Nunmehr will dieser Honorar für den ihm bisher entstandenen Arbeitsaufwand. Ein Vertrag wurde mit ihm abgeschlossen, dieser beinhaltet jedoch, dass ein von der kfw gefördertes Gründungscoaching durchgeführt werden soll.

Kennt jemand das Problem und ist es gängige Praxis für einen misslungenen kfw-Antrag Beratungshonorar zu verlangen?

Vielen Dank im Voraus.
es grüßt
SMiller
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Re: Probleme mit Gründercoach

Beitragvon BEBOUB am 15.08.2013, 10:32

Hallo ...

hier ist nichts misslungen, Sie waren nicht antragsberechtigt, weil Sie die Voraussetzung der Vollexistenz nicht erfüllten.

Die Antragsvoraussetzungen muss ein Berater kennen und er hätte bereits im Erstgepräch klären können, dass eine Förderung scheitern wird, es sei denn, Sie haben ihm nicht gesagt, dass es nur eine Nebentätigkeit sein soll.

Ich würde mit ihm darüber sprechen und eine Klärung herbeiführen, inhaltlich kann ich natürlich nichts zu dem Vertrag sagen, denn den kenne ich ja nicht.

MfG
BEBOUB
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Re: Probleme mit Gründercoach

Beitragvon SMiller am 15.08.2013, 10:46

Hallo,

vielen Dank für Ihre rasche Antwort.

Dem Coach war vom ersten Gespräch an klar, dass ich noch nicht gegründet hatte. Es war sogar der Coach selbst der mir zur Gründung im Nebengewerbe geraten hatte. Als dann der Antrag bei der IHK eingereicht werden sollte, schmetterte die Beraterin den Antrag mit der Begründung ab, dass die hierfür eingereichten Informationen und Unterlagen (vom Coach selbst bzw. von mir erstellt und vom Coach abgenickt) nicht ausreichend seien.

Ich habe bereits versucht eine Klärung herbeizuführen. Der Coach riet mir nach dem gescheiterten Antrag zu einem geförderten Vorgründungscoaching, bei dem ich jedoch die entstehenden Kosten vorschießen müsste. Dies lehnte ich nach Bedenkzeit ab, da ich das Vertrauen bereits verloren hatte.

Er akzeptierte, möchte nun jedoch für den ihm entstandenen Arbeitsaufwand (das war ein Kennenlerngespräch, ein persönliches Gespräch in dem der Vertrag für das Kfw-Coaching abgeschlossen und das weitere Vorgehen - Gewerbeanmeldung, Finanzamt - besprochen wurde und ein Termin in dem der KfW-Antrag mit ihm zusammen ausgefüllt wurde).

Meine Bereitschaft für diese Schlechtleistung Honorar an ihn zu bezahlen, hält sich in Grenzen. Und er besteht auf eine zumindest anteilige Begleichung seines Beratungsaufwandes.

SMiller
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Re: Probleme mit Gründercoach

Beitragvon BEBOUB am 15.08.2013, 11:49

Hallo ...

ich weiss nicht, was Sie mit dem Berater Ihre Gründung betreffend schon alles vorbereitet haben... z.B. planerische Vorarbeiten wie Umsatz-, Kosten-, Ergebnisplanung usw.

Es sieht mir eher so aus, als dass der Berater sich ausschließlich darum gekümmert hat, sein eigenes Honorar zu sichern und hierbei war er nicht einmal in der Lage, das geeignete Fördermittel auszuwählen.

Aber wie dem auch sei... wenn Sie einen Vertrag unterschrieben haben, in dem der Berater eine Entschädigungsklausel untergebracht hat, dann kommen Sie aus der Nummer nicht unbeschadet raus und vor Gericht würden Sie bei einem Vergleich landen und Gerichts- und Anwamtskosten kämen hinzu.

Der schlaueste Weg ist nach wie vor eine Einigung, sodass Sie mit einem blauen Auge davonkommen... welche Entschädigung hat sich der Berater denn vorgestellt?

MfG
BEBOUB
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Re: Probleme mit Gründercoach

Beitragvon SMiller am 15.08.2013, 11:58

BEBOUB hat geschrieben:Hallo ...

ich weiss nicht, was Sie mit dem Berater Ihre Gründung betreffend schon alles vorbereitet haben... z.B. planerische Vorarbeiten wie Umsatz-, Kosten-, Ergebnisplanung usw.


Gar nichts dergleichen. Es ging lediglich um die Gewerbeanmeldung und den KfW-Antrag.

BEBOUB hat geschrieben:Es sieht mir eher so aus, als dass der Berater sich ausschließlich darum gekümmert hat, sein eigenes Honorar zu sichern und hierbei war er nicht einmal in der Lage, das geeignete Fördermittel auszuwählen.


Das Gefühl hatte ich dann, leider erst nach dem Termin bei der IHK, auch.

BEBOUB hat geschrieben:Aber wie dem auch sei... wenn Sie einen Vertrag unterschrieben haben, in dem der Berater eine Entschädigungsklausel untergebracht hat, dann kommen Sie aus der Nummer nicht unbeschadet raus und vor Gericht würden Sie bei einem Vergleich landen und Gerichts- und Anwamtskosten kämen hinzu.

Der schlaueste Weg ist nach wie vor eine Einigung, sodass Sie mit einem blauen Auge davonkommen... welche Entschädigung hat sich der Berater denn vorgestellt?

MfG
BEBOUB


Ich möchte die Sache auch ohne Anwalt klären, bin jedoch auch sehr verärgert, dass mich seine Unfähigkeit Geld kostet.

Bei der IHK teilte man mir jedenfalls mit, dass es nicht standesüblich wäre, vor Bewilligung der Förderung einen Coachingvertrag zu unterzeichnen. Da dieser sich jedoch ausdrücklich auf ein von der kfw-gefördertes Coaching bezieht, hegte ich damals keinen Verdacht.

In seiner ersten E-Mail wollte er für 5 h à 100 € netto, nachdem ich ihm meinen Unmut über seine "Beratung" geschildert hatte, ist er auf 3 h zum gleichen Stundensatz runtergegangen.
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Re: Probleme mit Gründercoach

Beitragvon BEBOUB am 15.08.2013, 12:24

Hallo ...

wenn es sich um ein Förderprogramm handelt, das vor Beginn der Arbeitsaufnahme beantragt werden muss, dann ist es üblich, dass ein Vertrag nur dann zustande kommt, wenn die Förderung bewilligt wird.

Darf das Förderprogramm erst nach Abschluss der Beratung beantragt werden, dann wird vorher ein Vertrag geschlossen, mit der Chance, dass der Zuschuss bewilligt wird und dem Risiko, dass der Zuschuss abgelehnt wird, in jedem Falle jedoch mit der Verpflichtung, das Honorar zahlen zu müssen.

Das KfW-Gründercoaching fördert Beratungen zu einem maximalen Tagessatz von 800€ (8 Std. zu je 100€) dadurch kommt der von dem Berater beanspruchte Stundensatz zustande.

Ein wenig unsicher bin ich jetzt bezüglich des Vertrages, denn Sie schrieben jetzt, dass sich der Vertrag ausschließlich auf ein KfW gefördertes Coaching bezieht. Wenn dies eindeutig ist, dann würde ich dem Berater keinen Cent zahlen, weil das KfW Coaching nicht zustande kam.

Wenn das nicht eindeutig ist, dann würde ich ihm 150€ bieten und die Sache beenden.

MfG
BEBOUB

PS: Darf ich mal fragen, worum es bei der Gründung überhaupt geht?
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Re: Probleme mit Gründercoach

Beitragvon SMiller am 15.08.2013, 12:48

Hallo,

meiner Meinung nach ist das KfW-Gründungscoaching ein Förderprogramm, dass vor Arbeitsaufnahme beantragt wird. Seine Arbeit bestand also nur darin, mir zu sagen, wie ich die Förderung bekomme.

Sein Stundensatz war mir geläufig, nur war ich über 5 Stunden Arbeitsaufwand schon sehr erstaunt, die er mir auch auf meine Nachfrage hin nicht näher erläutern möchte, sondern dann auf 3 zu vergütende Arbeitsstunden runtergeht.

Schaue mir den Vertrag heute Abend noch mal an, denn ganz sicher bin ich mir nun im Moment auch nicht.

Vielen Dank für den Rat und die schnelle Hilfe.

BEBOUB hat geschrieben:PS: Darf ich mal fragen, worum es bei der Gründung überhaupt geht?


Es geht um die Gründung eines Einzelhandels. Da ich jedoch noch angestellt bin, wurde dies zunächst im Nebengewerbe angemeldet.

es grüßt
SMiller
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Re: Probleme mit Gründercoach

Beitragvon sungsam am 16.08.2013, 23:11

Leider lese ich sehr oft von solchen 'Beratern' die das schnelle Geld suchen und die Stunden werden dann geboren obwohl das Gespräch wahrscheinlich nur 2 Stunden gedauert hat werden daraus 5 Std.

Solche Situationen sind im Voraus schon zu klären, es gibt hunderte von solchen Gründungsberatern.
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