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EAR Elektro Altgeräte Registrierung

Alles über den Wahnsinn im Geschäft. Unnötige Kosten, Gesetze über Gesetze, Papierkrieg etc. Was tun?

EAR Elektro Altgeräte Registrierung

Beitragvon skippy am 22.08.2009, 15:38



Hallo,

ich habe vor, PC Peripherie und andere elektrische Geräte aus China nach Good Old Germany zu importieren und auf ebay und anderen Portalen zu verkaufen. Nicht wirklich viel, bin da noch auf der Suche nach meiner Nische und will auch erst mal ein büschen testen.

Ich weiß, dass ein Importeur, wenn er die Geräte erstmalig in Deutschland in Verkehr bringt, sich bei der EAR Stiftung registrieren muss. Ich war auch schon auf deren Seite http://www.stiftung-ear.de, irgendwie kapier ich aber nicht, was ich nun genau machen muss und was das kostet.
Ich muss meine Betroffenheit erklären und eine Grundmenge angeben, die ich aber noch nicht weiß. Dann gibt's dort 1000 FAQs die sich gegenseitig verlinken. Aus dem Registrierungsprogramm wird man auch nicht wirklich schlau. Was mich erwartet und welche Kosten auf mich zukommen, kann ich irgendwie nirgends erkennen.

Könnte mir bitte bitte jemand mal in kurzen Worten ungefähr sagen, was da genau zu tun ist ?
Was sind denn Eure Erfahrunge ? Ihr importiert doch auch...

Vorab schon mal vielen, aber herzlichen Dank.
skippy
 
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Re: EAR Elektro Altgeräte Registrierung

Beitragvon skippy am 30.08.2009, 11:29

Niemand ? :(
skippy
 
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Re: EAR Elektro Altgeräte Registrierung

Beitragvon WEEE ist geil am 22.02.2010, 19:19

Wir sind eine kleine Einmannfirma mit relativ geringen Umsätzen. Seit fast 1,5 Jahren haben wir versucht, eine WEEE Nummer zu bekommen, aber die Mitarbeiter der EAR haben das mit immer neuen Schikanen lange Zeit verhindert. Erst vor kurzem ist es uns gelungen, für eines unserer Produkte diese WEEE Nummer zu bekommen, nachdem wir uns dem Diktat der Ear gebeugt haben.

ANMELDUNG
Die Anmeldung jedes einzelnen Produktes ist für kleine Firma ein enormer zeitlicher und finanzieller Aufwand. Bei vielen Produkten ist der Verkauf danach nicht mehr wirtschaftlich.

Wir müssen für jedes betroffenen Produkt jetzt 3 Bildern einreichen. Fotos von hinten, oben, unten und Schrägansicht. Dazu sollen alle unsere Produkte mit einer unablösbaren Kennzeichnung versehen werden. Das geht bei vielen Produkten aber nicht, weil Sie zu klein sind. Diese kleinen Geräte oder Gadgets haben eben keinen Stecker oder Kabel hinten raus und keinen Platz für Typenschilder wie bei den Geräten der Großindustrie.

Hier werden Birnen und Äpfel in einen Topf geworfen.

Wenn ein und das gleiche Produkt von mehreren Händlern nach Deutschland importiert wird, muss sich jeder Händler einzeln mit diesem Produkt bei der EAR registrieren lassen. Ich kenne ein Produkt, das auch wir im Sortiment haben, das von mindestens 10 anderen Händlern nach Deutschland importiert wird. Jeder von diesen Händlern hat soweit mir bekannt ist, nur geringe Mengen bestellt ( je ca 20 Stück), muss aber jetzt wegen den 20 Stück den vollen Registrierungswahnsinn über sich ergehen lassen. Das ergibt 10 x EAR Gebühren, 10 x Take e Way Gebühren für insgesamt nur ca 200 importierte Produkte. Das ist Wegelagerei. Abzocke ohne Ende. Warum sind nicht die europäischen Importeure der Gerätes für die Registrierung der Gesamtmenge verantwortlich. Fertig.

Für jeden Artikel muss nun monatlich und pünktlich!! eine Meldung bei der EAR abgegeben werden, wie viel Geräte jeden Typs jeweils verkauft wurde. das gilt auch wenn man nichts verkauft hat. Solche Daten gibt doch die EDV vielfach gar nicht her, wir können keine solchen Statistiken abrufen.

Und wenn die Meldung zu spät abgegeben wird, wird man auch noch von der Take E Way mit 50 Euro Strafgebühr belangt. Ich komme mir vor, wie ein kleiner Schuljunge, vollkommen bevormundet.

Dann sollen wir auch alle unsere Kataloge, Internet, Briefpapier Aufträge, Rechnungen usw mit den entsprechenden WEEE Nummern kennzeichnen. Wie weit sind wir nun schon wieder im Überwachungsstaat angelangt. Das ist doch quasi eine Waren Stasi. All das schafft einen wahnsinnigen bürokratischen Aufwand für alle Firmen.

EAR
Die Kommunikation mit der EAR klappt überhaupt nicht. Die EAR antwortet, wenn überhaupt, nur sehr unfreundlich und auf sehr arrogante Weise. Die EAR ist telefonisch nicht erreichbar. Das geht doch gar nicht. Die verstecken sich doch. Und die EAR fordert in ihren Emails explizit dazu auf, andere Firmen zu melden, zu denunzieren und zu verraten mit Screenshot, Webseite, Angabe der Firma. Das ist in meinen Augen die allergrößte Frechheit.

Die Stiftungsgründer der EAR sind 30 Firmen aus dem Bereich der Großindustrie. Die EAR benimmt sich aber im Augenblick wie das neue große "Warensuperkontrollministerium" für ganz Deutschland.

Wieso konnte die EAR, als Stiftung von 30 Großfirmen, die Macht über alle Waren und alle anderen kleinen Händler in ganz Deutschland erlagen. Wieso gibt es nicht nicht eine staatliche und neutrale Stelle. Wie kann es sein, dass eine private Stiftung mit solchen Machtbefugnissen ausgestattet wird und keiner stattlichen Kontrolle unterliegt.

Ich verstehe nicht, wieso sich das Umweltbundesamt hier zum Handlanger einer privaten Stiftung der Großindustrie machen lässt und die kleinen Händler auch noch mit hohen Bußgeldbescheiden bedroht.

Die Umsetzung der WEEE in Deutschland wurde von der EAR gemacht, die kleinen Händler wurden überhaupt nicht berücksichtigt. Wir hatten und haben kein Mitsprachrecht. Wir sitzen nicht mit am Tisch, wenn die 30 "Großen" tagen. Das hat mit Demokratie nicht mehr zu tun. Das ist Diktatur pur.





WARENEINTEILUNG
Es gibt viel zu viel kostenpflichtige Warengruppen bei der Registrierung. Auch von Seiten der Take-e-way ist eine klare Zuordnung fast nie möglich. siehe Beispiel Turnschuh von Addidas. Auch wir haben Produkte die in kein Schema passen, also werden sie der teuersten Gruppe zugeordnet: LED Artikel werden plötzlich zu Gasentladungslampen.

Hier werden bewusst sehr hohe zusätzliche Kosten generiert. Damit werden viele Artikel plötzlich zu sehr teuren Elektroaltgeräten. Das ist doch kompletter Irrsinn. Merkt denn das niemand.

Alle nicht registrieren Händler unterliegen im Augenblick faktisch einem Verkaufsverbot für deren Artikel, nur weil die Mitarbeiter der EAR nicht fähig sind, durch ein einfaches Verfahren die erforderlichen und vor allem bezahlbaren Registrierungen für Kleinstmengen zu erteilen.
Die Anmeldung von Kleinstmengen ist wirtschaftlich im Augenblick nicht möglich. Handel in kleinen Mengen ist damit nicht mehr möglich. die Take e way und die EAR nehmen dazu nicht Stellung

KOSTEN
Durch die Anmeldung entstehen jetzt allen Firmen erhebliche Mehrkosten. Seit dem ersten Kontakt mit der EAR sind uns bestimmt 70 Stunden zusätzliche Arbeit entstanden. Wer kommt eigentlich für diese Kosten auf. Hier wird ein irrsinniger bürokratischer Apparat aufgebaut. Andere Länder agieren hier wesentlich cleverer.

Wir sollen nun alle unsere Produkte einzeln unter verschiedenen Markennamen und unter verschiedenen Warengruppen anmelden. Klar das bringt eine Menge zusätzliches Geld in die Kassen der EAR und der Take e Way. Hier wird abgezockt, was das Zeug hält. Die Kleinen finanzieren die Großen.

Die ersten Abmahnungen sind bereits bei den Händlern eingegangen. Die Großindustrie und die EAR machen die kleinen Händler kaputt.

FAZIT
- Die EAR bestimmt jetzt, wer was verkaufen darf oder nicht.
- Faktisch wird durch die EAR der gesamte Warenhandel kontrolliert
- Die EAR hat unglaubliche Machtbefugnisse.
- Die EAR ist vollkommen abgeschottet und telefonisch nicht erreichbar.
- Die Webseite der EAR ist extrem Benutzerunfreundlich.
- Ein enormer Verwaltungsaufwand ist erforderlich.
- Freier Handel ist nicht mehr möglich.
- Grenzüberschreitender Handel ist nicht mehr möglich
- Alle Preise verteuern sich drastisch.
- Einzelne Artikel können wirtschaftlich in kleinen Mengen nicht mehr verkauft werden.
- Händler werden kriminalisiert und mit hohen Bußgeldern belegt.
- Deutschland hat das komplizierteste und aufwändigste Meldesystem.
- Die EAR wurde von nur 30 Großfirmen gegründet.
- Tausende kleine Händler haben bei der EAR und der Umsetzung der WEEE überhaupt kein
Mitspracherecht.
- Der Geschäftsführer der EAR ist faktisch der neue Warenkontrollminister und die Mitarbeiter
des Umweltbundesamts sind die Handlanger.
- Wenige Mitarbeiter der EAR bestimmen über alle anderen deutschen Firmen
und deren Waren! Und es werden immer mehr Mitarbeiter bei der EAR.


UNSERE BITTE
Wir sind ja alle gerne bereit unserer Verantwortung nachzukommen, für die zukünftige Entsorgung unserer Artikel aufzukommen, aber bitte mit einem einfachen transparenten System, mit einem finanzierbaren System und mit einem System, dass uns Händler nicht per se zu Verbrechern oder Tätern macht nur weil wir Handel betreiben. Handel mit Gütern, die bisher frei verkauft werden konnten, Artikel die der Endverbraucher jetzt nicht mehr zu einem angemessenen Preis kaufen kann. Die EAR sahnt ab und kassiert riesige Summen. Der Verbraucher muss es im Endeffekt zahlen.

Die Gebühren der EAR und die Gehälter der EAR Mitarbeiter unterliegen keiner öffentlichen Kontrolle und werden willkürlich festgelegt.

Die EAR und die Busgeldbescheide des UBA machen die kleinen Firmen und damit Deutschland kaputt. Statt die kleinen Firmen zu fördern, werden diese nun als "Täter" hingestellt und dafür dass sie Mehrwert schaffen, vom Staat nun auch noch bestraft.

Es muss sich dringend was ändern. Hoffenlich bald. Jeder ist betroffen!
WEEE ist geil
 
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Re: EAR Elektro Altgeräte Registrierung

Beitragvon Elektro11 am 20.07.2014, 09:34

Sorry, aber ich muss Dir vollumfänglich widersprechen. Was derzeit im Bereich LED, Solar etc. an kriminellem Wildwuchs im Markt aufschlägt spotet jeder Beschreibung. Da wird jeder Ramsch von Alibaba im Internet verhökert ohne zu hinterfragen wer da eigentlich was anbietet und in welcher Qualität - hauptsache billig. Wenn es mit Handy & Co nicht geklappt hat, macht man eben LED-Händler. Gesetze, Regeln, technische Kenntnisse, Prüfung angeblicher Zertifikate - schei... drauf! Wenn Garantieanfragen kommen, bin ich eh nicht mehr da.
Jeder gescheiterte Bau-, oder Elektro....eur (z.B. aus Bad Honeff) spielt sich als Energieberater auf und verramscht "seinen" Kunden irgendwelchen Billigkram aus Shenzhen.
Nicht falsch verstehen! In Shenzhen und bei Alibaba sind absolut seriöse und technologisch hochentwickelte Unternehmen vertreten! Aber eben nicht nur. Denn wenn man sich viele der angeblichen TÜV-, oder andere Zertifikate genauer ansieht, wird man schnell unangenehm überrascht.

Es ärgert und gefährdet jedes rechtlich und faktisch korrekt arbeitende Unternehmen (und damit verbunden versteuerte Arbeitsplätze) nicht nur in Deutschland, wenn Hinz und Kunz an jeder geltenden Regel vorbei seinen Dreck über das Internet verhökert. Nach meiner Ansicht ist es mehr als überfällig, dass der Gesetzgeber und vor allem die AER-Stiftung endlich Ihren Aufgaben gerecht wird und massivst gegen diese ganzen Kriminellen vorgeht. Wenn die ersten 50.000 EUR Strafen (Standardsatz) im Netz publik würden, wäre der ganze Spuk ganz rasch vorbei. Denn mehr als Kriminelle sind sie nicht. Nicht nur, dass sie wirklich aus reiner Arroganz und Gleichgültigkeit gefährlich handeln (ich sage nur Brandschutz), sie gefährden obendrein aus reiner Gier das Leben und die Gesundheit ihrer Kunden und zerstören mit ihrem Billigramsch auch die Existenzen seriöser Anbieter.

Mir sind im Laufe meiner Praxis Dinge von Kunden zu Ohren gekommen, da stellen sich einem die Nackenhaare hoch. LED-Hallenstrahler in denen Billigtreiber mit Heißkleber befestigt waren, Null-Leiter die nicht angeschlossen oder einfach unter den Treiber geklemmt wurden ... Da steigt Meister Tod gleich mit auf die Leiter.

Die AER-Stiftung ist ein Gremium, dass eben solche Dinge und Vertreiber unterbinden soll. Dass sie sich mit bloßen Fotos und möglicherweise "gefakten" Beschreibungen zufrieden gibt ist schon fast ebenso fahrlässig. Nach meiner Ansicht sollten sie dort auf Zertifikate und Testberichte - die ausschließlich - auf das Unternehmen ausgestellt wurden bestehen. Das würde endlich und nachhaltig für einen besseren Ruf der authorisierten Anbieter (die mit diesen Billigheimern oft in einen Topf geworfen werden), für eine hohe Qualität der angebotenen Produkte und für eine gesunde Auslese am Markt sorgen. Diese ganzen "Reich-in-einen-Monat"-Typen, die nicht die geringste Ahnung haben, was sie da eigentlich tun, wären dann weg vom Netz.

Und wer sollte nach Deiner Meinung für den ganzen Elektroschrott, den Du aus China importierst, aufkommen. Die anderen ??? Sicher das könnte dir so passen. Geh mal auf Deine Mülldeponie und schau Dir an, was da so alles an Mist ankommt. Wenn Dir das egal ist, hast Du entweder kein Gewissen, oder keine Kinder. Auf jeden Fall hast du dann nicht verdient als Importeur zu handeln.
Denn selbst die Chinesen haben inzwischen ein Umweltprogramm in Shenzhen eingeführt, damit sich das Debakel von Taiwan nicht wiederholt.

PS: Im Übrigen macht sich jeder Kunde, der ohne Hinterfragung der WEEE-Registrierung bei einem Händler kauft, ebenfalls strafbar!!! Sozusagen Hehlerei.

Also AER-Stiftung, werdet endlich restriktiv aktiv gegen LED-Import-Kriminalität!!!
Elektro11
 
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