Malto od Zypern Ltd mit deutschen Buero statt NL??

Alles über den Wahnsinn im Geschäft. Unnötige Kosten, Gesetze über Gesetze, Papierkrieg etc. Was tun?
Antworten
HF Consult
Beiträge: 77
Registriert: 20.10.2013, 20:27

Malto od Zypern Ltd mit deutschen Buero statt NL??

Beitrag von HF Consult » 10.08.2014, 23:47

Hallo
wenns hier falsch sein sollte, bitte ordnungsgem verschieben.

Ich bin nicht richtig fit im dt Gesetz, daher die Frage an die Experten hier.

Ausgangssituation:
Klient besitzt eine kl Einzelfirma womit hauptsaechlich Haushaltsaufloesungen betrieben werden. Auf Grund der angestrebten und notwendigen Expansion moechte er wie folgt handeln:

Gruendung einer Zypern od Malta Ltd als Muttergesellschaft.
In DE zB nur noch ein Buero betreiben, die dann die Geschaefte abwickelt. Dieses Buero soll keine physische Niederlassung sein.
Entsprechendes waere dann auch im EU Ausland geplant.
Abrechnung gegenueber dem Kunden muss demnach immer mit nationaler USt erfolgen.

Nun die Kernfragen
Ist diese Konstellation so moeglich (auch Gewerbesteuerlich)??
Laesst sich ueber dieses Buero dann auch Bueroleiter als oertlicher GF einsetzen, wenn ja wie ist dann die rechtliche Befugniss zu beurteilen?
Wie sollte das Firmenkonto am besten gefuehrt werden?

Alternativ hatte er angedacht, die Ltd als Gesellschafter in eine deutsche GmbH einzubringen, und so eine Holdingstruktur aufzubauen.
Allerdings scheint mir das mehr mit Kanonen auf Spatzen schiessen zu wollen.

Die Umsaetze liegen im Jahr noch im 6-stelligen Bereich bis jetzt.

Vielleicht hat jemand eine zuendende Idee wie man das aufzieht.
Das nach dem Gedankengang ein teifergehendes Gespraech mit Stb und ggfs RA erforderlich ist, weiss der Klient. Der jetzige Stb guckt nur bis max Tellerrand und ist sehr unflexibel im Denken (leider).

mfg
Haiko

EVCP
Beiträge: 59
Registriert: 18.01.2014, 15:42
Wohnort: AMS

Re: Malto od Zypern Ltd mit deutschen Buero statt NL??

Beitrag von EVCP » 11.08.2014, 12:38

Sie wollen also wissen ob das so funktioniert. Die knappe Antwort: Nein!

mgb-consulting
Beiträge: 77
Registriert: 17.04.2012, 17:17
Wohnort: Bochum

Re: Malto od Zypern Ltd mit deutschen Buero statt NL??

Beitrag von mgb-consulting » 11.08.2014, 18:22

Hallo ...

ich versteh die Problematik nicht mal!

Wenn man Steuern sparen will, dann gründet man in einem begünstigten Land eine Firma, stellt die Beratungsleistung dem deutschen Unternehmen in Rechnung und der Drops ist gelutscht.

Beggruen macht es mit Karstadt und seinen Unternehmen in den Niederlanden, Schweden und den Cayman Islands ja nicht anders.

MfG
MGB-Consulting

HF Consult
Beiträge: 77
Registriert: 20.10.2013, 20:27

Re: Malto od Zypern Ltd mit deutschen Buero statt NL??

Beitrag von HF Consult » 15.08.2014, 20:16

Hallo MGB

diese Art von Aufbau war ja mein erster Gedanke, aber Kunde strebt vorgenannte Moeglichkeit an.
Er moechte in DE keinerlei od nur noch minimalst Steuern zahlen, dh inkl der Verlegung seines Wohnsitzes (Principle place of business), aber trotz alledem fuer den deutschen Markt noch praesent bleiben.

Er moechte offen sein fuer andere EU Laender mit gleichem Konzept dann.

Ich vermute mal, das er noch eine off-shore Holding aufsetzen will als Muttergeselslchaft und zum durchreichen der Gewinne auf legalem Wege. Bestaetigt hat er es noch nicht, daher Vermutung.

DIe generelle Problematik die mE im Raume steht, das mittlerweile die FA manchmal voellig abdrehen, wenn da Beratungsrechnungen auflaufen selbst aus Billig-EU-Laendern, weil Sie immer unterstellen, das es Fake ist. Die Beweislastumkehr in dem Falle ist sehr schwer zu erbringen.
Wenn man nun noch Off-Shore auf DE bezieht ist der Ofen zu 99% gleich aus, weil es fuer die dt Behoerden unvorstellbar ist....LOL

Die unterstellen sofort Steuerhinterziehung, Geldwaesche und erkennen kaum eine direkte Rechnung an. Da muss man erst Klagen und den Beweis antreten, das die Firma im Offshore Sektor selber auch aktiv ist und vielfach wird verlangt die gesamte Struktur offenzulegen was gegen div Bank & Betriebsgeheimnisse verstoesst.

mfg Haiko

BWL kompakt - die Assistenz als Wirtschaftsprofii
Antworten

Zurück zu „Auflagen, Gesetze, Bürokratie“