UG - Stammkapital 300 € - Notarkosten 579 €

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Kathi-UG
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UG - Stammkapital 300 € - Notarkosten 579 €

Beitrag von Kathi-UG » 08.05.2017, 19:18

Hallo zusammen, ich bin ziemlich verzweifelt, denn ich habe im Januar meine erste UG gegründet. Leider war ich nun gezwungen, die Geschäftsführerin abzuberufen, da sich diese leider in der Firmenkasse bedient hat (war nur ein kleiner Betrag, aber es geht mir hier ums Prinzip). Als ich fragte, wie hoch die Kosten seien, versicherte man mir, dass es nicht teuer sei, bis mir dann die Rechnung von 579 € inkl. MwSt. präsentiert wurde. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Wie bereits erwähnt beläuft sich das Stammkapital nur auf 300 €(wurde nach Musterprotokoll gegründet) - natürlich hat meine Firma zwischenzeitlich ein wenig Gewinn gemacht, welcher nun direkt wieder davon aufgezehrt wird.

Ich bin nun wirklich verzweifelt, ob das so richtig ist.

Ich liste die Kostenpositionen einmal auf:

KV24102 Entwurf: Registeranmeldung (§§ 119 Abs. 1, 105, 106 GNotKG) 96,00 €
KV 24100 Entwurf: Änderung/Überprüfung/Ergänzung eines Entwurfs 250,00 €
KV 22125 Vollzug: Übermittlung XML-Strukturdaten (§ 112 GNotKG) 115,20 €
KV 32001 Auslagen: Dokumentenpauschale schwarz/weiß 1,20 €
KV 32005 Auslagen: Pauschale Post- und Telekommunikationsdienstleistungen 20,00 €
KV 32011 Auslagen: Abrufgebühren Registereinsichten 4,50 €

Summe netto 486,90 €
KV 32014 19,00 % Umsatzsteuer
Rechnungsendbetrag 579,41 €

Wie gesagt, ich bin für jede Hilfe dankbar. Auf meine Bemerkung, dass die Rechnung das Stammkapital übersteigt (dachte, dass es % davon abhängt) wurde nur mit einem Achselzucken reagiert, was mich natürlich stutzig gemacht hat. Daher vielen Dank schonmals für die Antworen.

Eure Kathi

rigo
Beiträge: 7
Registriert: 17.10.2017, 09:06

Re: UG - Stammkapital 300 € - Notarkosten 579 €

Beitrag von rigo » 17.10.2017, 09:51

der fall ist etwas kompliziert gelagert, scheint mir. ohne jetzt näheres über die verhältnisse in eurer firma zu wissen, wundere ich mich, dass ihr euch bereits nach 9 monaten überworfen habt. ein besonders starkes vertrauensverhältnis scheint ja nicht gerade vorgeherrscht zu haben, wenn die geschäftsführerin dich beklaut hat (oder du ihr das unterstellst).

des weiteren wundere ich mich über die zahlen – um eine UG zu gründen, müsst ihr doch eine art geschäft an der angel haben? mit solch geringen umsätzen, dass 600 euro eurer UG den kopf kosten, wäre vielleich eine kleinunternehmerregelung angebrachter gewesen?

grundsätzlich würde ich sagen, dass du in den saurer apfel beißen musst. die notarkosten ergeben sich aus dem "Gesetz über Kosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit für Gerichte und Notare" und sind dementsprechend nicht verhandelbar.

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