Banken sagen Nein; was nun?

Darlehen, Kreditlinien, Kontokorrent, Geschäftskonto, Bankverhalten, Finanzkrise und Kreditkrise.
Antworten
Human2008
Beiträge: 5
Registriert: 20.05.2008, 16:24
Wohnort: Hamburg

Banken sagen Nein; was nun?

Beitrag von Human2008 » 20.05.2008, 16:47

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei mit einem Freund eine Firma zu gründen, eine Agentur für Unternehmensdienstleistungen (im Bereich Recruiting), und uns fehlen noch so ca. 10.000 Euro um zu starten.

Nun waren wir bisher schon mit unserem Businessplan bei 2 verschiedenen Banken (Deutsche Bank & Dresdner Bank) und haben beide Male die gleiche Begründung für eine Abfuhr gehört, nämlich dass das Kreditvolumen zu gering sei und daher nicht interessant genug für die Bank. Lohnt es sich überhaupt noch zu anderen Banken zu gehen für diese Kreditsumme? Hätte jemand vielleicht einen guten Vorschlag, welche Banken auch kleinere Kreditvorhaben unterstützen? Oder wäre es einfacher private Investoren für unser Vorhaben zu suchen?

Wir haben auch beide Male den Weg über die Kfw angesprochen, doch wurden wir auch hier von den Banken mehr oder weniger abgewimmelt (kam mir vor als wenn sie einfach keine Lust auf den Arbeitsaufwand hätten). Ist das denn freiwillig oder muss eine Bank die Unterlagen weiterleiten?

Würde mich sehr über ein paar Antworten freuen.

mgb-consulting

Beitrag von mgb-consulting » 20.05.2008, 20:13

Hallo ...

man kann hierzu herzlich wenig sagen, weil ein paar Informationen fehlen.

Es könnte ja z.B. sein, dass Sie 50.000€ benötigen, selbst 40.000€ an Eigenkapital besitzen und zusätzlich noch 10.000€ benötigen.

Vielleicht können Sie etwas zum Kapitalbedarf insgesamt und dem vorhandenen Eigenkapital sagen?

MfG
MGB-Consulting

Human2008
Beiträge: 5
Registriert: 20.05.2008, 16:24
Wohnort: Hamburg

Beitrag von Human2008 » 21.05.2008, 09:17

Es handelt sich bei dem Vorhaben um eine gesamte Kreditsumme von ca. 10.000 Euro. Eigenkapital haben wir bisher nicht. Wir könnten uns auch vorstellen etwas mehr Geld aufzunehmen (bis zu 20.000 Euro) um noch einen kleinen Spielraum für die ersten Monate zu haben. Dies ist aber nicht zwingend notwendig um überhaupt zu starten.

Vielen Dank!
MfG

mgb-consulting

Beitrag von mgb-consulting » 21.05.2008, 12:54

Hallo ...

Sie könnten es einmal bei der Sparkasse versuchen, da Mikrodarlehen und Startgeld ab Januar 2008 zum neuen Startgeld verschmolzen sind und die Sparkassen relativ gründerfreundlich sind, aber die Chancen sind relativ gering, weil die Kreditsdumme sehr gering ist.

MfG
MGB-Consulting

karo70
Beiträge: 3
Registriert: 28.05.2008, 10:21

Beitrag von karo70 » 28.05.2008, 10:49

Habe ähnliche Erfahrungen gemacht (Kreditsumme 15.000 Euro). Nur die Sparkasse war bereit einen KfW-Kredit zu beantragen.

Kleiner Tipp: in der Kapitalbedarfsberechnung ein gewisses Eigenkapital (Bargeld) berücksichtigen und der Sparkasse Versicherungsabschlüsse und Privatgirokonto in Aussicht stellen ;-)

Der uralte Werbeslogan "wenn's um Geld geht... Sparkasse" hat sich zumindest bei mir bewahrheitet.

Human2008
Beiträge: 5
Registriert: 20.05.2008, 16:24
Wohnort: Hamburg

Beitrag von Human2008 » 28.05.2008, 12:04

Hallo karo70,

vielen Dank für deine Tipps. Ich habe meine Unterlagen jetzt bei der Sparkasse eingereicht und werde sie auf jeden Fall berücksichtigen, wenn es zum Gespräch kommt. Was ich nur seltsam fand, die Sparkasse (Haspa) verlangt für die Prüfung und Bearbeitung des Konzeptes satte 200 Euro. Ist das normal? Wenn es am Ende mit dem Kredit klappt, ist das ja eine gute Investition, aber wenn nicht...!?

karo70
Beiträge: 3
Registriert: 28.05.2008, 10:21

Beitrag von karo70 » 28.05.2008, 13:24

Nun, wenn es um Kosten geht, halten sich die meisten Existenzgründer sehr bedeckt...

Ich für meinen Teil kann Dir jedoch sagen, dass ich mein Konzept vorab vom Steuerberater prüfen lassen habe. Dieser hat für das Abnicken und ein paar Federstriche auch knapp 200 Euro berechnet. Die Sparkasse selbst verlangte kein Geld (das Konzept war ja schon geprüft).

200 Euro halte ich im Allgemeinen leider für eine realistische Summe. Schließlich muss der Steuerberater seinen Porsche bezahlen ;-) Und Deine Bank muss ja auch irgendwie die riesigen Paläste finanzieren...

Übrigens: sein Konzept (Businessplan) kann man sich auch kostenfrei von der IHK prüfen lassen.

Und wenn es mit dem Kredit nicht klappt: lieber vorher 200 Euro investieren als später mit bedeutend mehr Kohle in die Insolvenz krachen...

Silke
Beiträge: 74
Registriert: 25.04.2006, 11:41

Beitrag von Silke » 28.05.2008, 15:24

Wenn man für die 200 Euro dann eine gute und ehrliche Analyse bekommt, dann hat sich die Investition ja gelohnt.

Wenn aber alles, was man dafür bekommt, ein "so wird das nichts" oder "leider können wir Ihrem Antrag nicht stattgeben" ist oder der Steuerberater von der Geschäftsidee keine Ahnung hat (und selbst, wenn man auf fachchinesich aus dem BP verbannt, gibt es bei fast jeder Geschäftsidee noch das ein oder andere, was man an Vorwissen mitbringen muss), dann war es verschwendetes Geld!

mgb-consulting

Beitrag von mgb-consulting » 28.05.2008, 15:36

Hallo ...

die Gebühren, die die Sparkassen für die Prüfung erheben, ist im allgemeinen eine Schutzgebühr, die dann wieder erstattet wird, wenn ein Kreditgeschäft zustande kommt.

Vielleicht sprechen Sie die Sparkasse einmal darauf an, ich kenne es von der Begleitung meiner Mandanten her in dieser Form, d.h. der Erstattung bei einem Zustandekommen des Kreditvertrages.

MfG
MGB-Consulting

BWL kompakt - die Assistenz als Wirtschaftsprofii
Antworten

Zurück zu „Banken und Kreditinstitute“