Erfahrungen mit den Banken

Darlehen, Kreditlinien, Kontokorrent, Geschäftskonto, Bankverhalten, Finanzkrise und Kreditkrise.
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Screamer
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Erfahrungen mit den Banken

Beitrag von Screamer » 26.09.2007, 08:57

Hall werte Community,

ich würde gerne mal das Thema Erfahrungen mit den Banken anschneiden. Eventuell haben ja auch einige andere Menschen Tips oder änliches.
Ich selber muss sagen bis jetzt sind die Erfahrungen mit den Banken nicht so sehr positiv. Man hört der BP sei gut aber trotzdem wird man abgelehnt.
Alle Zahlen in meinem Fall wurden überigens zusammen mit Fachleuten und der Kammer erstellt. Scheinbar liegt es and er Branche :shock:

mgb-consulting

Beitrag von mgb-consulting » 26.09.2007, 12:22

Hallo ...

Banken sind einfache Wirtschaftsunternehmen.

Die Gründe, warum man eine Ablehnung erhält, können derart vielfältig sein, dass man nur durch wirklich gute Verbindungen herausbekommen kann, warum der Antrag tatsächlich abgelehnt wurde.

Wenn man als Berater mit verschiedenen Banken permanent zusammenarbeitet, dann bekommt man oftmals die Gründe mit, welche Bank derzeit Gründer unterstützt oder welche Bank Anträge ablehnt.

Doch selbst hierbei ist manches Mal undurchschaubar, warum ein Antrag abgelehnt wurde, denn es kann durchaus schlicht und einfach auch so sein, dass der Kreditsachbearbeiter mit dem falschen Fuss aufgestanden ist und von daher den Antrag abgelehnt hat.

Wenn die IHK den Businessplan prüft, dann prüft Sie ihn auf Plausibilität und versucht festzustellen, ob Machbarkeit und Tragfähigkeit hieraus deutlich hervorgehen. Diese Prüfung ist objektiv und losgelöst von kaufmännischen Erwägungen, die wiederum entscheidend sind, ob sich die Bank für oder gegen ein Engagement entscheidet.

Also... es bleibt für den normalen Antragsteller ohne Begleitung nur der Weg des Versuchs.

MfG
MGB-Consulting

Rüdiger
Beiträge: 196
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Beitrag von Rüdiger » 09.10.2007, 10:37

Hallo MGB-Consulting,

haben Sie denn eigene Erfahrungen aus Bankgesprächen?
Also... es bleibt für den normalen Antragsteller ohne Begleitung nur der Weg des Versuchs.
Höre ich daraus, dass es sinnvoll ist mit einem erfahrenen Berater zu Bankgesprächen zu gehen? Zwar ist eigentlich ganz plausibel, aber ich habe da nie aktiv dran gedacht.

So könnte man doch Fehler gleich zu Anfang vermeiden, wenn der Bankangestelle knifflige oder betriebswirtschaftliche Fragen stellt?! Und natürlich ist die Lernkurve-Effekt aus solchen Gesprächen sehr stark?!

Grüße,
Rüdiger.

mgb-consulting

Beitrag von mgb-consulting » 09.10.2007, 12:05

haben Sie denn eigene Erfahrungen aus Bankgesprächen?
Hallo Rüdiger,

ich schreibe das doch nicht, um mir die Zeit zu vertreiben?!

Ich begleite meine Kunden auf Wunsch zu den Gesprächen mit Haus- oder Bürgschaftsbanken, um Kredite oder Ausfallbürgschaften zu erhalten, zu verlängern oder auch nur um den regelmäßigen Bericht abzugeben und die zukünftige Planung zu besprechen.

Hierbei bereite ich meine Kunden systematisch auf etwaige betriebswirtschaftliche Fragen der Bänker vor und prüfe die Antworten meiner Kunden immer und immer wieder nach, bis das Gespräch "sitzt".

Im Bankgespräch selbst bin ich eher der neutrale Partner, denn das Gespräch muss der Kunde selbst führen. Nur im äußersten "Notfall" wäre es dann meine Position einzugreifen und zu erläutern, aber im Grunde ist dies die absolute Ausnahme.

Eine professionelle Begleitung macht auch Sinn, denn die Inhaber kleiner- und mittelständischer Unternehmen gehen oftmals alleine in Bankgespräche und sitzen dann zwei erfahrenen Bänkern gegenüber, die ihrerseits immer einen Zeugen für Absprachen haben.

Mit einem Berater an seiner Seite hat man einerseits einen Zeugen für getroffenen Absprachen, andererseits kann der Berater (wenn er einigermaßen geschickt ist) das Gespräch beeinflussen und wieder in Gang setzen, wenn es vielleicht einmal zum Stocken kommt.

Es gibt auch eigentlich keinen vernünftigen Grund alleine zum Bankgespräch zu gehen! Bei einer Prüfung des Finanzamtes zieht man den Steuerberater zur Hilfe hinzu, bei einem Prozeß zieht man den Anwalt zur Hilfe hinzu.

Warum sollte man sich dann nicht professionell begleiten lassen, wenn es um betriebswirtschaftliche Fragen der Planung und Lenkung des Unternehmens geht und sich von seinem Berater begleiten lassen?

Aber... das Bankgespräch sollte keine Lernstunde für den Kunden sein, indem der Berater redet und der Kunde zuhört und ab und zu mal nickt. Der Kunde muss wissen, wo er mit seinem Unternehmen steht, wo er hin möchte und wie er dies zu tun beabsichtigt.

MfG
MGB-Consulting

Rüdiger
Beiträge: 196
Registriert: 18.02.2006, 11:49

Beitrag von Rüdiger » 09.10.2007, 14:03

Hi MGB-Consulting,

danke für die ausführliche Info.

Ganz bestimmt wollte ich nicht an Ihren Beiträgen zweifeln. Für mich war es nur ein Gedankenanstoß, der eigentlich in jedem schlummert.

Ich sehe das als großen Vorteil und wollte das nur ins Bewusstsein bringen. :wink:

So, weiter gehts,
Rüdiger.

Kazuya07
Beiträge: 1
Registriert: 12.02.2015, 12:52

Re: Erfahrungen mit den Banken

Beitrag von Kazuya07 » 12.02.2015, 12:56

Am besten sind immer noch persönliche Beziehungen oder Verhandlungen. Die Konditionen sind ja nicht starr. Einfach mal nachfragen. Wenn die Bank meint, mit dir andere Geschäfte machen zu können, bekommt man ggf. eine Reduzierung der Gebührung :-)

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