kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Darlehen, Kreditlinien, Kontokorrent, Geschäftskonto, Bankverhalten, Finanzkrise und Kreditkrise.
TSK-technik
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von TSK-technik » 28.07.2009, 17:21

..also ich bin selbst bei einer Sparkasse Kunde seit meiner Gründung ende 2005 und was mein geschäftskonto anget sehr zufrieden onlinebanking (für mich sehr wichtig) eine 1+ .

Fackt ist aber auch das ein in "ihren Augen" Kleinunternehmer oder Gründer der sein Startgeld beantragen will nicht den Funken einer chance hat, wenn er nicht gerade das gnaze vorhaben
quasi selber mit eigenen Sicherheiten abdecken kann. Dann allerdings braucht der Gründer aber auch kein Startgeld.

Mich wundert es immer wieder wie manche Gründer-Berater Jungen Firmen mit quasi 100%
Erfolgsquote zu ihrem Stargeld verhelfen . Bie mir ist damals nix dabie rübergekommen mein
Bankberater weis bis heute noch nicht wirklich was ich eigentlich mache und er wird es auch nie verstehen.. trotz Konzept von damals das wiklich bis auf letzte ausgefeilt war. Selbst nach dem er samt seiner Vorgestezten bei mir in der Firma war und mit großen Teetassenaugen alles Angeschaut hat und erklährt bekommen hat.

Es sollte jedem Kleinunternehmer oder Gründer klar sein das Banken sich mit solchem Kleinzeug wie dem Startgeld nicht befassen wollen weil zu wenig dabei zu verdienen ist.
Eurer Konzept kann einen Goldramen haben, wenn ihr nicht gerade einen gemüseladen aufmacht versteht der Bänker nicht die Bohne davon was ihr vorhabt und somit seit ihr ihm suspeckt.
Mein Bankberater hat sich als ich angefangen habe zu der Expertise aufgeschwungen das mein vorhaben nicht mal das erste halbe jahr übersteht ..tja nun sinds doch 4 geworden da muss ich wohl irgend was falsch gemacht haben das ich noch nicht zumachen musste :oops:
naja tue meine bestes ihm gerecht zu werden .

wikinger
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von wikinger » 11.09.2009, 20:02

Hallo erstmal, dazu muss ich auch was sagen -

ich habe mich bei der ib Bank mal schlau gemacht, warum mir meine Hausbank (vor einer Weile) damals nach knapp 2 Jahren bestehendem Unternehmen zur Erweiterung (trotz guter Besicherung) immer wieder einen hohen Dispo und - ich denke mal alle Versicherungen die sie hatten - statt vernünftiger Finanzierung andrehen wollte, die verdienen bei KFw einfach nix (oh die armen :roll: ).
Da hieß es sogar, nur den Dispo - keine Finanzierung. Friss oder nicht. Da hätte man nachträglich Startgeld beantragen können, Zuschüsse,.... Später hieß es dann, wussten wir nicht, denn das machen wir ja nicht so oft.
Ich bin von den Banken, deren herablassender Art, dem Getue als wenn es das Geld der Berater wäre und dem gleichzeitigen Verzocken absolut angenervt.
Da sitzen irgendwelche Nasen, die sich entweder in die Hose machen, weil Sie von der Welt ausserhalb der Bank keine Ahnung haben und nie selbständig waren oder die "Großen" Banken sagen Dir ganz frech: "mit Existenzgründern wollen wir nix zu tun haben, da kommen SIe mal wieder, wenn Sie die ersten 5 Jahre geschafft haben" . Und da fragen sich viele hierzulande, warum keiner mehr etwas wagt ...
Du kommst dir vor wie der größte Depp, nur weil du kein Rädchen im Getriebe sein willst und eine tolle Idee hast - nach herzliche Glückwunsch Deutschland

Mein Tipp - größtmögliche eigene Kraft und sich so unabhängig wie möglich machen

Ein schönes Wochenende allen Kreativen

Claudius010173
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von Claudius010173 » 09.04.2010, 11:26

Auch ich habe im Zuge meiner Existenzgründung brutale Erfahrungen mit meiner Hausbank gemacht. Ich wollte mich als Energieberater selbständig machen. Habe hierzu einen Businessplan erstellt der wie geschleckt ist und einer Markforschungsanalyse gleicht. Alle fanden den Business-Plan ganz toll. Das Arbeitsamt hat aufgrund meiner Vorarbeit ohne mit der Wimper zu zucken den Existenzgründungszuschuss in Höhe von immerhin fast 1900€ monatlich gewährt. Auch dem Energieberatungssektor werden unisono wunderprächtige Erfolgsaussichten bescheinigt. Meine Hausbank hat allerdings das Weiterreichen des Kreditantrags an die KFW abgelehnt. Zu wenig Eigenkapital war das Argument. Es ging um ganze 20.000€. Dass der Existenzgründungszuschuss von immerhin 9 mal 1900€ als Eigenkapital gewertet werden könne hat man ignoriert. Auch dass die Hausbank nur 20% des Risikos trägt hat keine Rolle gespielt. Einen weiteren Knick in meinem Verhältnis zu meiner Hausbank gab es, weil ich mich geweigert habe, die Kreditsumme in Form einer Kapitallebensversicherung abzusichern. Diese hätte die Existenzgründung (aus meiner Sicht unnötigerweise, weil ja die Hausbank das Risiko garnicht trägt) mit 150€ monatlich belastet. Als ich stattdessen eine Risikolebensversicherung der Europaversicherung für 3,50€ monatlich (!) an meine Hausbank abtreten wollte, hat die Hausbank sich schließlich komplett vom Engagement zurückgezogen mit der Begründung „zuwenig Eigenkapital“ und „zu geringe Erfolgsaussichten“. Nun beziehe ich seit 5 Monaten den Existenzgründungszuschuss und bin im Rahmen meiner Selbständigkeit vollkommen handlungsunfähig. Der einzige Vorteil ist, dass ich mich auf dem Arbeitsmarkt umschauen kann ohne vom Arbeitsamt zum Spargelstechen geschickt zu werden.
Ich habe es anschließend bei einer weiteren Bank versucht. Aber wenn Sparkasse und Volksbank abwinken wird’s eh schon dünn. Privatbanken machen sowas mit der kfw ohnehin nicht.
Das ganze System funktioniert so nicht.

mariamarry
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von mariamarry » 01.06.2010, 09:16

Hallo,

mich interessiert "die Psychologie" der Banken. Was genau denken die Entscheidungsträger, vermutlich die Kreditabteilung einer Bank eigentlich, wenn sie so ein Gründungsanliegen begutachten ?
Und welche bankinterne Politik gibt es so ? Oder sind die Entscheidungen z.T. willkürlich ?
Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass der Kundenbetreuer eigentlich nur eine Marionette ist.
Hat da irgendjemand Infos hierzu ?

rassmannr
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von rassmannr » 20.11.2010, 17:14

Hallo in die Runde,

ich hatte am Freitag Post von meiner Hausbbank erhalten mit meinem Businessplan zurück sowie
eine Ablehnung bezüglich meines KfW-Startgeldantrag,

Meine Hausbank schrieb "....nach Prüfung der uns eingereichten Unterlagen und Informationen müssen wir Ihnen leider mitteilen, dss wir Ihrem Finanzierungswunsch nicht entsprechen können, da wir insbesondere Ihre Marktpotenzialeinschätzung nicht teilen...".

Am 15.11 hatte ich den Termin bei der Hausbank zur Einreichung meiner Unterlagen bezüglich der Beantragung des KfW-Startgeldes in Höhe von 25.000. Man sagte mir im Gespräch, ich müsste jetzt eine Woche warten bis ich eine Bescheid erhalte. Das Ablehnungschreiben ließ nicht lange auf sich waren, denn es war am 19.11 im Briefkasten. Im Schreiben war das Datum auf den 17.11.2011.
Ich nehme an, die haben sich nicht die Mühe gemacht sich intensiv mit meinem Anliegen zu beschäftigen. Anscheinend ist mein Darlehensanfrage und Bearbeitung viel zu aufwendig und die Bank widmet sich nur lukrativeren Geschäften.

Ich bin jedenfalls sehr entäuscht und ich finde das es mal an der Zeit ist, diese Bequemlichkeit die die Hausbank an den Tag legt, publik zu machen. Wieso kann man sich nicht gleich an die KfW-Bank wenden, wenn die Hausbanken die Existenzgründer so abspeisen? Vielleicht hätte ich 1.000.000 beantragen sollen?

Es ist einfach traurig wie es in Deutschland abgeht, da sollen Existenzgründer gefördert werden und dann werden einen solche Steine in den Weg geräumt. Überall liest man von Fördermitteln und wenns ans Eingemachte geht, dann kommen die einfach nicht aus den Quark.

Viele Grüße
Ronald Raßmann

mariamarry
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von mariamarry » 26.11.2010, 18:02

Hallo,

mich würde dein Fachbereich interessieren oder Handwerksbereich oder Gewerbebereich ?

rassmannr
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von rassmannr » 05.12.2010, 14:15

Hallo in die Runde,

ich habe bei meiner Hausbank KfW-Startgeld beantragt und nach ein paar Tagen
bekam ich eine Ablehnung. In Schreiben der Bank stand drin, Sie können mein Marktpotenzialeinschätzung nich teilen. Am Businessplan selbst weiter hatten Sie nichts beanstandet.

Meiner Meinung nach hat meine Hausbank es sich sehr einfach gemacht, indem Sie auch nur gute 2. Zeilen geschrieben hat.Weiterhin denke ich, das die Hausbank im Markt Internet keine Ahnung hat oder sich nicht genau damit beschäftig hat. Immerhin neun Jahre Kunde bei der Bank und da wird man so behandelt als Gründer. Bei einem zweiten Gespräch kam dann nur noch die Ansprachen zu einer Begründung "Man sehe mein Unternehmen am Markt nicht". Tollte Begründung, wie soll man am Markt sein, wenn man a) erst gegründet hat und b) Kapital für die Markteintrittsphase benötigt sowie für die Weiterentwicklung.

Mein Gründercoach meinte nur wenn die Hausbank nicht will, so kann ich mit meinem Konzept zu einer nächsten Bank gehen.

Grüße
RR

eluno
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von eluno » 26.12.2010, 19:42

Ich selbst kann auch nur positives über das KFW Startgeld berichten.

Ich selbst hatte es bei einer Sparkasse gemeinsam mit meinem Gründungscoach beantragt. Wichtig ist in meinen Augen, daß man sich wirklich intensiv mit seiner Geschäftsidee beschäftigt, einen aussagekräftigen Businessplan erstellt, der insbesondere den Markt, das Produkt und die Chancen, das Produkt oder die Dienstleistung im Markt zu platzieren auseinandersetzt.

Auch sollte der Gründer über eine vernünftige Vita und über Eigenkapital (bei mir ca. 30% der Investitionssumme) ausgestattet ist.

Ich hatte z.B. eine Wettbewerbsbeobachtung von dem komplett vorhandenen Markt und auch Muster von den Produkten, die ich verkaufen möchte - zum einen eine Variante, die in China produziert wurde und eine Variante die ich produzieren möchte - vorgestellt. Und das hat beide Bankberater, die vor mir gesessen waren - überzeugt, sich für mein Unternehmen zu engagieren und die Anträge für das Startgeld wurden gestellt.

kredit-fuchs
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von kredit-fuchs » 23.02.2011, 09:45

Hallo,

ich habe mal einen Bericht gesehen, da hieß es, dass man auf jeden Fall bei der kfw-Bank nachfragen soll, ob das von der Hausbank auch beantragt wurde. Denn viele Banken beantragen das angeblich erst gar nicht und sagen dann frech zum Kunde, dass es abgelehnt wurde. Man soll es nicht für möglich halten.
LG

mariamarry
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von mariamarry » 06.03.2011, 11:18

Hallo,

hier mein privates Untersuchungsvorhaben "Psychologie der Banken", absolut irrational und zum Teil nicht nachvollziehbar. In privater Mission unterwegs: Jede Bank erzählte mir was anderes, habe ich das was der eine Bankbetreuer gesagt hat im Gespräch erwähnt, erfolgt die sofortige Ausrichtung auf diese Aussage. Angsthasen, Hosenscheisser, und zum Teil Geldsauger. Bääh iii und Bankenkake.

treziman
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von treziman » 31.08.2011, 21:10

Hallo,
wenn ich das alles so lese, treibts mir echt die Tränen in die Augen. Ich habe dieselben Erfahrungen schon 2008 / 1. Halbjahr gemacht, als ich hier in Hagen bei JEDER Bank vorstellig geworden bin. Businessplan okay - aber Hartz IV Empfänger...kein Eigenkapital...keine Sicherheiten...UND - Bank verdient nix -> Absage. Inzwischen weiss ich genau, dass die Banken nur deshalb abgelehnt haben, weil sie eben nichts verdienen.
Es ist aber öffentlich bekannt (geworden), dass die Banken sich da querstellen. Darum wurden wohl diese Startercenter ins Leben gerufen, bei denen man Mikrodarlehen zwischen 5.000€ und 25.000€ beantragen kann. Leider ist das aber ein ähnlicher Vorgang wie bei den Hausbanken. Das Startercenter muss ein Statement zum Businessplan abgeben und wenn positiv, wird der Antrag gestellt.
Ich habe auch gerade eine Absage vom Startercenter bekommen. Grund: ich habe bereits ein Gewerbe in einer anderen Branche als der, in der ich mich selbstständig machen möchte, als Nebentätigkeit. Paradox: Man schickt mich zur Hausbank, wo ich das Startgeld beantragen soll! Von da komme ich gerade...mit einer Absage. Businessplan ist okay!
Das Hausbankprinzip ist tatsächlich eine Konjunkturbremse. Denn, davon bin ich überzeugt, es gibt viele Arbeitslose, die ihre Zeit damit verbringen, neue Ideen zu entwickeln, die auch Früchte tragen würden - wenn man es dazu kommen lassen würde.
Wie ist denn der Stand der Dinge? Tut sich was in Sachen "Weg mit dem Hausbankprinzip"?
Gruss
treziman

mgb-consulting

Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von mgb-consulting » 02.09.2011, 13:40

Hallo ...

ich kenne nicht die derzeitigen Erfahrungen anderer Berater, ich habe jedoch in den vergangenen 6 Monaten mit den Sparkassen die Erfahrung gemacht, dass das Instrument "Startgeld" sehr gerne und sehr freizügig verwendet wird, auch bei Kunden, die über sehr wenig Eigenkapital verfügen.

Ich muss da aus meiner derzeitigen Erfahrung heraus widersprechen!

MfG
MGB-Consulting

Silvia Tito
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von Silvia Tito » 26.11.2011, 09:26

Wir suchen für ein Enthüllungsbuch Unternehmer aus dem Mittelstand und Existenzgründer, die durch Banken und Sparkassen ruiniert wurden!

Unser neu eingerichteter BLOG ( am 24.11.2011):

kreditkuendigungmittelstand.wordpress.com/sparkassen-allgemein-existenzgrunder/


Silvia Tito und ihr Milliardär Dr. Michael Otto

Silvia Tito - Telefon: 04101 - 51 23 94 - E-Mail: s.tito@online.de

Diese Seite wird derzeit gewartet und ist wahrscheinlich ab dem 30.11. 2011 wieder online:

ruinierte-subunternehmer.de

Übergangsweise finden der Vorstand und Geschädigte Informationen hier:


hermessubunternehmer.wordpress.com/dr-ottos-brief-an-tito/

Dr. Otto im Interview: ARD exclusiv
mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage—dokumentation/7836004_ard-exclusiv–das-hermes-prinzip—ein-milliard-r-u

TSK-technik
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von TSK-technik » 15.12.2011, 11:38

mgb-consulting hat geschrieben:Hallo ...

ich kenne nicht die derzeitigen Erfahrungen anderer Berater, ich habe jedoch in den vergangenen 6 Monaten mit den Sparkassen die Erfahrung gemacht, dass das Instrument "Startgeld" sehr gerne und sehr freizügig verwendet wird, auch bei Kunden, die über sehr wenig Eigenkapital verfügen.

Ich muss da aus meiner derzeitigen Erfahrung heraus widersprechen!

MfG
MGB-Consulting
ich kann nur für meine Region (NRW) sprechen und gerade die Sparkassen scheren sich 0 bis -1 um Startgeld. das war bei mir selbst und 4 weiteren Gründern so die ich aus meiner Gegend kenne .
Der Tenor ist immer der selbe: a.) daran verdienen wir fast nix oder b.) wenn du keine 100% Sicherheiten vorweisen kannst bekommst du nichts.

Das gleiche gilt für Kleinunternehmen (wie ich es seit fast 6 jahren bin) Kredit ist nicht es sei denn du besicherst zu fast 100% dann allerdings brauchst du keinen Kredit.
Insofern wundert es mich stark wenn man den Begriff "freizügig" in dem Zusammenhang verwendet.

uvis-beratung
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von uvis-beratung » 09.01.2012, 18:37

Das Thema Hausbankpinzip und KfW-Förderkreditte, früher waren es die DtA-Programme, Eigenkapitalhilfe und ERP, aber auch viele Landesprogramme ziehen sich wie ein roter Faden durch eine wirklich jahrzehntelange Beratungs- und Gründervorhabenerfahrung.

Dabei kann Pareto mit seiner 80:20-Regel sicherlich bei der Einschätzung eine Rolle spielen. 80% der Banken-, Firmen- und Kundenberater kann man in der Pfeife rauchen (Sorry für den Ausdruck). Gerade mal 20% und hier bin ich großzügig, setzt sich wohlwollend für Gründer und Jungunternehmer ein. Besonders kritisch wird es in Unternehmenssituationen, wenn entweder Unternehmenserweiterungen und eine zusätzliche Finanzierung oder Krisen eine Existenz behindern und liqiditätserhaltende Maßnahmen erforderlich werden.

Einseits liegt es tatsächlich nicht nur an der Person, des Bankers, der sich für ein Vorhaben einsetzt, sondern auch an dem Apparat dahinter. Hier spielen die jeweilige Bankenpolitik, aber auch Branchenausgrenzungen oder auch nur das Vier-Augen-Prinzipeine Rolle, bei dem das Vorhaben nicht nur von dem, dem Gründer bekannten Bankenvertreter abhängig ist, sondern im Hintergrund auch das Back-Office noch mitzureden hat und entscheidend mit Einfluss nehmen kann.

Somit finden viele hier in den Postings dargelegten Ausführungen durchaus ihre Berechtigung und tragen zu der genannten Frustration und Demotivation bei.

Aber bitte nicht alles so schwarz sehen, - es gibt auch die postiven - wenn gleich selteren - Fälle. Da läuft es gut.

Auch langjährige Erfahrung ist, dass nahezu 80% der Gründungsvorhaben sich innerhalb der ersten acht Jahre vom Markt wieder verabschieden. Da kann man drüber rätseln was gut ist, - ein Vorhaben abgelehnt zu bekommen und vielleicht eine Chance auf Veränderung zu haben oder ein Idee halbherzig mit halber Energie in die Gänge gebracht zu haben, um wenige Zeit später - diesmal mit schlechteren Karten - wieder vor dem Banker zu stehen. Ich fürchte, dann wäre der Schaden höher einzuschätzen.

Natürlich schreit diese Erfahrung nach einem angedachten Königsweg, der zwischen Förderbanken und Hausbanken liegen kann. Doch hier spielt das Kreditwesengesetz und die Bankenaufsicht eine gewichtige Rolle mit. Schaut man sich in Fachforen um, liest in der Fachpresse und beobachtet Stellungnahmen in Funk und TV, wird ein solcher Königsweg immer wieder angedacht und diskutiert. Tatsache ist auch, dass ausgelöst durch die Finanzkrise und das schwindende Vertrauen in Banken, im Mittelstand die Bildung von Selbsthilfegruppen durch Investoren, Privatiers sowie anderer Unternehmen angedacht werden. Werden wir schauen was sich da tut. Der Bedarf, der Wunsch und die Motivation für Veränderung ist jedenfalls da.

Mit Direktoren der KfW Mittelstandsbank bzw. der KfW-Bankengruppe habe ich für Gründer und junge Unternehmen zwei Titel zum Thema Finanzierung und Bankengepflogenheiten verfasst. Einzelheiten zu den Titeln und die entsprechenden begleitenden Informationen sind unter uvis-verlag.de/uv5100.htm einzusehen.

Existenzgründung - Finanzierung & Sicherheiten - ISBN 978-3-938684-03-0
mit dem Direktor Hans-Günther Diel Leiter Gründer- und Mittelstandsförderung - KfW Bankengruppe

Soeben wurde zu dem zweiten Titel im Beraternewsletter der KfW-Bankengruppe "Chancen-Impuls" Janaur 2012 der folgende Buchtipp abgedruckt, den ich einfach mal übernehme:

"Unternehmenscoaching - Rentabilität stärken" ist der Titel des zweiten Werks aus der Reihe Unternehmenscoaching für langfristigen Erfolg des UVIS Verlags.

In seinem Vorwort erläutert KfW-Direktor Dr. Jochen Struck, der beim Aufbau des Gründercoaching Deutschland federführend tätig war, die Beratungsförderung der KfW: "Um Unternehmen den Einsatz eines externen Experten zu ermöglichen, unterstützt die KfW durch ihre Förderprogramme der Beratungsförderung auch gezielt die Finanzierung der entstehenden Beratungskosten. Für Unternehmen in Krisensituationen stehen die runden Tische sowie die Turn-Around-Beratung zur Verfügung."

Ebenso wie das Auftaktwerk "Unternehmenscoaching - Insolvenzgefahren vermeiden " kann es über den Buchhandel bezogen werden.

- Unternehmenscoaching - Insolvenzgefahren vermeiden - ISBN 978-3-938684-11-5
- Unternehmenscoaching - Rentabilität stärken - ISBN 978-3-938684-12-2
- Unternehmenscoaching - Märkte hinzugewinnen - ISBN 978-3-938684-13-9

Ich denke hier hat jeder, der sich mit Banken und Finanzierungen auseinandersetzen will und muss, genügend Stoff, alle Sichtweisen der beteiligten Parteien selbst unter die Lupe zu nehmen. Möge er die für ihn richtigen Schlüsse daraus ziehen.

MfG und nachträglich noch ein erfolgreiches neues Jahr
Jürgen Arnold - Autor

smarties
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von smarties » 14.05.2012, 21:48

Der Thread ist zwar etwas älter, aber ich möchte dennoch mal meinen Frust über den erfolglosen Versuch eines KfW-Fördergelder-Antrags loswerden.
Der erste Versuch ging über die Hausbank, dort gab es ohne große Umschweife ein offenkundiges Desinteresse, der Sachbearbeiter hat keine Lust und das auch offen eingeräumt. O-Ton: Er verdient nichts dran, hat aber den Aufwand.
Also für ein Honorar einen Unternehmensberater eingeschaltet, Steuerberater konsultiert, Businessplan ins richtige Format modifiziert und und und, dieser wurde dann an die Grenke Bank übermittelt, die den Plan vor dem Übermitteln an die KfW gründlich prüfen wollte. Nach 1,5 Tagen kam die lapidare unbegründete Absage, dass man nach sorgfältiger Prüfung den Plan NICHT an die KfW Bank übermitteln wird. Dank meine-schufa.de und google analytics weiß ich aber, dass man a) nicht mal einen Schufa-Check gemacht hat und b) die Bank das zu finanzierende Projekt auch nicht angesehen hat.
Witzigerweise hab ich mal ein KFZ ohne Probleme finanziert, Betrag war ähnlich...
In der Zwischenzeit hab ich wieder ein Angestelltenverhältnis angenommen, ohne Anschubfinanzierung wirft das Gewerbe einfach nicht genug ab und dümpelt so vor sich hin.
Was mich aber am meisten ärgert: Hätte ich im letzten Jahr NICHTS getan, sondern nur meine Abfindung +ALG1 kassiert, hätte ich im "Worst Case" ein Jahr lang pro Monat 5300 € verjubeln können und vielleicht noch die ein oder andere Fortbildung auf Staatskosten machen können. Der Staat subventioniert also lieber "Füße hochlegen" als "Eigeninitiative". So kann's mit dem Land auf Dauer nur bergab gehen.

steffano
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von steffano » 18.05.2012, 12:04

Hallo ) habe auch zum Thema Kredit nehmen meine Frage. Ich wohne seit fast 10 Jahren in München, komme ursprunglich aus BAmberg. Und in der letzten Zeit überlege ich mir langsam eine eigene Wohnung zu kaufen. Wohne gerade in einer Mietwohnung in der Stadt und die Mietpreise in der Stadt sind echt der HAmmer! Wer hat hier schon Erfahrungen gemacht und kann mir was empfehlen? Wieviel am Startkapital muss man haben, was für Kreditinstitut soll ich aussuchen und welche Zinsbedingungen gibt es überhaupt in Deuschland? Es kommen ja noch Steuer, Versicherung, Beratung usw. dazu.. Lohnt es sich dann überhaupt am Schluss? Möchte mal einfach Meinung von denjenigen hören, die es schon gemacht haben. Würde mich auf eure Ratschläge freuen. Liebe Grüße S

ChristianHF1979
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von ChristianHF1979 » 20.08.2012, 09:02

Guten Morgen,

also ich habe von meiner Sparkasse die Zusage für das KFW Startgeld bekommen. Die Unterlagen sind auch schon an die KFW rausgeschickt worden. Die Sparkasse geht von einer Bearbeitungszeit von 2-4 Wochen aus.
Meine Firmenkundenberaterin ist allerdings derzeit im Urlaub.
Sollte ich zur Sicherheit bei der KFW anrufen und nachfragen ob die Unterlagen eingegangen sind?
Und was mich vorallem interessieren würde: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die KFW jetzt auch ja sagt nachdem die Hausbank ja gesagt hat? Kommt es vor, dass die KFW Anträge die von der Bank genehmigt wurden ablehnt?

VG

uvis-beratung
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von uvis-beratung » 21.08.2012, 15:42

@christianHF1979 ...

... gratuliere zu Deinem Vorhaben. Die Bearbeitungszeit von vier Wochen ist durchaus üblich, soweit KfW und Hausbank alleine im Boot sind. Werden Kombifinanzierungen mit Landesbankbeteiligung gemacht oder liegt der Antragsgang in der Ferienzeit, können daraus auch einmal sechs Wochen werden. Also zunächst einmal kein Grund zur Sorge, es reicht wenn Du auf deine Bankpartnerin wartest.

Wenn die Hausbank Dein Vorhaben mitträgt und die Unterlagen komplett und schlüssig sind, ist das Risiko für eine Absage gering. Noch geringer würde das Risiko ausfallen, wenn das Gründungsvorhaben über ein Coaching begleitet wird.

Weiterhin gutes Gelingen
MfG Jürgen Arnold
uvis.de -

steffano
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Re: kfw - Startgeld unbeliebt bei Banken?

Beitrag von steffano » 04.10.2012, 10:00

Hallo, habe mal hier ganz kurze Frage: bei welche Bank kann man heutzutage am meisten Zinsen vom Anlegeld bekommen??? Ich bin bei Stadtsparkasse und bekomme seit Jahren eine lächerliche Summe an Zinsen vom Anlegegeld und finde, dass es zu wenig ist. Welche Bank ist momentan am beliebtesten oder welche bietet lukrative Bedingungen an ?? LG S

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