Vom Umgang mit Bankern

Darlehen, Kreditlinien, Kontokorrent, Geschäftskonto, Bankverhalten, Finanzkrise und Kreditkrise.
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Aurelia
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Vom Umgang mit Bankern

Beitrag von Aurelia » 08.06.2008, 11:55

Hallo,

mein Banker stellt sich seit 8! Wochen tot. Er reagiert nicht besonders flink auf meine Fragen oder Bitten und dieses Mal geht es um sensible Dinge.

Wie bescheunigt man einen Banker?

Habe ich nur das Gefühl, dass bei jedem Anruf meinerseits das Arbeitstempo noch verringert wird, oder ist das gängige Praxis?

Wenn er noch 3 Wochen so weiter macht, kann ich zusperren.
Wie wehrt Frau sich dagegen?

Bitte nur seriöse Tipps 8) .

Danke!

Aurelia

mgb-consulting

Beitrag von mgb-consulting » 08.06.2008, 12:47

Hallo ...

worum geht es denn... man kann so schlecht etwas dazu schreiben, wenn man nicht weiss, worum es geht?

MfG
MGB-Consulting

Aurelia
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Beitrag von Aurelia » 08.06.2008, 19:49

Für meine Praxis beantragte ich das Startgeld über die KfW bei einer Bank. Ein halbes Jahr lang hieß es immer und immer wieder: JA. Als ich dann keine Zeit mehr hatte, hieß es plötzlich NEIN. Ich suchte mir eine andere Bank. (NIcht nur eine, aber bei dieser ging es dann am schnellsten, die Angebote waren alle gleich).
Dann ging es auch relativ schnell mit der Bereitstellung, es war aber ein Kredit über das Haus, kein KfW.
Jetzt gab es verschiedenen Schwierigkeiten. So musste Geld ins Ausland überwiesen werden. Als ich den Dauerauftrag stornierte, ist das wohl nicht angekommen. Jedenfalls bleibe ich auf den Rücktauschkosten sitzen.
Dann habe ich vor 8! Wochen einen Kontokorrent beantragt. Dazu war eine Police notwendig. Die Unterlagen waren wohl verschwunden. Ich füllte alles neu aus und sandte es per Fax eine Stunde später zurück. Nach einer Woche ist aufgefallen, dass ich eine Unterschrift vergessen hatte. Dies holte ich nach und schickte auch das innerhalb weniger Minuten zurück. Dann wartete ich... und wartete.... und wartete. Irgendwann rief ich den Versicherungsmenschen dirket an. Er wollte sich sofort darum kümmern. Es dauerte wieder 10 Tage, bis er sich gekümmert hat. Statt dem Banker die Police gleich vorzulegen, wie ich es gesagt hatte, kam diese gestern bei mir an. Und mein Banker ist im Urlaub! Na prima! Da ich über mein Konto per onlinebanking nicht verfügen kann und mir der Kontokorrent immer noch fehlt, steh ich inzwischen mit dem Rücken an der Wand und kann zusperren. Aber je öfter ich dort anrufe, desto langsamer geht da überhaupt was. Ich bin immer die Dumme. Schließlich muss ich immer fein den Mund halten, so lange ich nicht jeden Monat 15 000 € Einnahmen habe.
So etwas ärgert mich bannig, weil ich genug andere Probleme zu lösen habe. Was jetzt?
Haben Sie einen Tipp?
Ich habe schon lange den Eindruck, dass es den Bankern egal ist, wie man letztlich mit den Folgen zurecht kommt. Oh oh, wenn ich so arbeiten würde...

Danke schon im Voraus für die Hilfe!

Aurelia

mgb-consulting

Beitrag von mgb-consulting » 08.06.2008, 21:44

Hallo ...

erstmal verstehe ich anhand der Schilderung nicht so ganz worum es geht, es scheint um einen Kontokorrent zu gehen, was die Police der Versicherung damit zu tun hat ist mir nicht ganz klar (LV zur Absicherung)?

Fakt ist, Sie müssen weg von dieser Bank und über ein Sartgeld abgesichert zu einer neuen Bank.

Wieso hat das bei den anderen Banken nicht geklappt?

MfG
MGB-Consulting

Aurelia
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Beitrag von Aurelia » 08.06.2008, 22:14

Startgeld gibts doch nur VOR der Gründung- oder?

Von der Bank weg will ich ja, aber das ist nicht so einfach- zumindest dann nicht, wenns um Kontokorrent geht.

Den Rest habe ich nur berichtet damit ein wenig klar wird, dass das nicht das erste mal ist, dass ich so behandelt wurde. Bei einem Versehen hätte ich kein Wort darüber verloren. Aber jetzt geht es um Sein oder Nicht sein. Das genau scheint mein Banker nicht verstanden zu haben.

Bei den anderen Banken hätte es schon geklappt, aber er hat mcih ein halbes Jahr an der Nase rumgeführt. Zu guter Letzt sollte ich dann Verträge unterschreiben zu Bedingungen, die ich nicht mehr akzeptieren wollte. Also musste ich mir zwischen Weihnachten und Neujahr eine andere Bank suchen. Zwei waren damals interessiert und die, die ihc jetzt habe, hat alles schnell hinbekommen. Es ging wirklcih nur noch um 3 oder 4 Tage. Ich hatte auf die Anweisung des ersten Bankers bereits Verträge unterezeichnet ("machen Sie das, wir kriegen das hin") und musste Rechnungen bezahlen. Also hatte ich keine Wahl mehr und brauchte ein Institut, dass mir die Finanzen zur Verfügung stellt.

Die Police ist von der Risiko- LV zur Absicherung. Damit war ich einverstanden. Aber aus dem Antrag eine Police zu machen hat sage und schreibe ein Vierteljahr gedauert. Und nur mit dieser Police kann der BAnker den Kontokorrent beantragen. Sagt er...
Ich muss das glauben, ich bin kein Banker.

Es gibt eine Bank, zu der ich gern wechseln würde. Sie war damals eigentlich schon die erste Wahl, aber eben 4 Tage zu langsam.

Gibt es für mich noch die Möglichkeit, Startgeld zu bekommen? Wenn ja, was muss ich dafür tun? Ich habe bereits mit der Tilgung begonnen.
Was wird mit den Gebühren für Tausch und Rücktausch des Geldes vom Auslandsauftrag, den ich eigentlich storniert hatte? Bekomme ich das zurück?
Was muss ich beachten?

Vielen Dank für alle Hilfe!

Aurelia

mgb-consulting

Beitrag von mgb-consulting » 09.06.2008, 08:26

Hallo ...

ich meine, Sie haben gar nicht konkret geschrieben, wann Sie gegründet haben, ich habe mal unterstellt, dass es Anfang 2008 war.

Zum 1. Januar 2008 wurden Startgeld und das ehemalige Mikrodarlehen zu einem gemeinsamen, neuen Programm Startgeld verschmolzen, mit der Wirkung, dass das Startgeld nunmehr zu 100% (vorher: 96%) ausbezahlt wird und bis maximal 3 Jahre nach Gründung (vorher: vor Gründung) beantragt weden kann.

Die "Schnellschüsse"... "unterschreiben Sie mal, wir bekommen das schon hin..." kenne ich leider nur zu gut... Sie glauben gar nicht, wie oft sich Bänker "mal eben" mit dem Formular vertun und dann selbst völlig überrascht sind, dass sie ein Darlehen beantragt haben, dass der Kunden gar nicht wollte... passiert immer wieder.

Das Problem scheint mir eher zu sein, dass Sie immer wieder schreiben, dass es schnell gehen muss, denn selbst bei der schnellsten Bank dauert die Beantragung von Startgeld derzeit mindestens drei bis vier Wochen, denn wir stehen kurz vor der Ferienzeit.

Ich habe aus Ihren Postings bislang noch immer nicht herauslesen können, welchen Kreditvertrag Sie bislang bei der derzeitigen Bank unterschrieben haben (Höhe, Laufzeit, Kündigungsfrist, vorzeitige Tilgungsmöglichkeit) und welchen Liquiditätsbedarf Sie haben, da Sie stets wiederholen, dass die Zeit drängt.

Dies würde ich gerne mal erfahren!

Eine Maßnahme wäre es, zu der von Ihnen favorisierten Bank zu gehen, die Sachlage zu schildern, um sich dort zu erkundigen, ob man Sie bei der Beantragung des Startgeldes begleiten würde, um damit eine alternative Finanzierung aufzubauen.

Das Startgeld schliesst zwar eine Umschuldung oder Nachfinanzierung aus, man bezieht sich mit dieser Aussage jedoch darauf, dass das Vorhaben abgeschlossen sein muss. Eine Existenzgründung ist jedoch erst dann abgeschlossen, wenn der Break-Even-Point erreicht ist, d.h. sich das Unternehmen aus eigener Kraft trägt und die Anlaufphase beendet ist, dies scheint mir bei Ihnen noch nicht der Fall zu sein.

Dies sollten Sie abklären, dann muss eine entsprechende Planung für die Beantragung des Darlehens erstellt werden und dann muss das Darlehen beantragt werden.

Das ist jetzt lapidar und einfach geschrieben, es ist aber ein nicht ganz einfacher Weg, Sie sollten es daher nicht zu rosig sehen, weil Vieles abgeklärt werden muss!

MfG
MGB-Consulting

Aurelia
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Beitrag von Aurelia » 09.06.2008, 12:14

Hallo,

meine Praxis habe ich am 1.3.08 eröffnet. Gibt es auch einen Weg, alle andere Angaben bsp per Mail zur Verfügung zu stellen?

Schnell gehen musste es nur zwischen den Jahre. Ich habe die Planung über ein Jahr vorher begonnen. Das erste Gespräch mit der Bank fand 11 Monate vor der ERöffnung statt und von diesem Tag an habe ich immer nur einen Satz gehöft: Ja, das machen wir!
Erst zu Weihnachten bekam ich gesagt, dass es "Probleme gibt". Dann kamen jede Menge Bedingungen, die ich nicht unterschreiben wollte. Also musste ich mir kurzfristig eine andere Bank suchen, denn von Weihnachten bis zum 1.3. sinds nicht mal 3 Monate.
Sie wissen ja, dass es vor der Gründung schon jede Menge Rechnungen zu begleichen gibt.

Zwei der dann kontaktierten Banken haben zugesagt. Die eine wollte einen Kredit über das eigene Haus machen (das habe cih auch abgeschlossen), die anderen haben Startgeld beantragt. Diese Bank wäre auch in Vorleistung gegangen, der Berater war zur entscheidenen Zeit im Urlaub oder nicht vor Ort, so dass ich mich letztlich für den Hauskredit der anderen Bank entschieden habe, die Konditionenen waren gleich. (sogar noch günstiger als KfW).

Ich hätte wohl auch keinen Grund, die Bank zu wechseln, wenn mein Berater nicht so entsetzlcih langsam arbeiten würde. Auch wenn das ein Einzelfall wäre, hätte ich den Mund gehalten. Leider ist das aber gängig, egal, um was es geht.

Ein Beispiel: Mein Geldbeuteln mit den Karten war verloren gegangen. Ich ließ beide Karten (die private und die geschäftliche) sofort sperren.
Nach einer Woche bekam ich alles wieder. Bei meiner privaten Hausbank kostete die Freischaltung einen Anruf, 5 Minuten später konnte ich mit der Karte bezahlen. Als ich am folgenden Tag mit der geschäftlichen Karte an der Tankstelle bezahlen wollte, war das nicht möglich. Peinlich! Solche Vorfälle häuften sich eben.

Wenn es normal ist, dass der Antrag für ein Kontokorrent 8 Wochen dauert, will ich gern still sein. Aber auch in diesem Prozess musste ich ständig nachhaken und je öfter ich das tue, umso langsamer arbeiten die Herren. Als ich um den Antag bat, hatte es keine Eile. Inzwischen schon. Nur: Dafür kann ich ncihts.

Alle anderen Auskünfte gern per Mail.

Aurelia

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