Internationale GbR

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mplappert
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Internationale GbR

Beitrag von mplappert » 06.04.2012, 23:04

Hallo,

ich plane die Gründung einer GbR mit einem Gesellschafter der australischer Staatsbürger ist und auch dort seinen Wohnsitz hat. Ich selbst bin deutscher Staatsbürger mit deutschem Wohnsitz. Meines Verständnisses nach ist die Gründung einer GbR auch in dieser Konstellation möglich. Allerdings frage mich, ob a) dem tatsächlich so ist und b) ob es bestimmte Auflagen/Einschränkungen/Besonderheiten zu beachten gibt, beispielsweise bei der Steuer.

Weiterhin wäre ich für Ratschläge bzgl. der Kontoeröffnung dankbar. Uns schwebt ein gemeinsam geführtes Konto vor, jedoch frage ich mich, ob hiesige Banken sich bei ausländischen Mitkunden darauf einlassen. Habt ihr hierzu irgendwelche Tipps?

Vielen Dank für die Hilfe!

garbs
Beiträge: 897
Registriert: 31.01.2009, 10:13

Re: Internationale GbR

Beitrag von garbs » 09.04.2012, 09:06

Selbständigkeit von Ausländern
....

3. Selbständige Erwerbstätigkeit
– Selbständig ist eine auf Gewinnerzielung (= Erwerb) gerichtete Tätigkeit dann, wenn sie im eigenen Namen
– auf eigene Rechnung
– in persönlicher Unabhängigkeit und
– in sachlicher Unabhängigkeit

ausgeübt wird. Branche bzw. Geschäftszweig spielen bei dieser Beurteilung keine Rolle. Selbstständig tätig sind auch die Komplementäre (= persönlich haftenden Gesellschafter) der Kommanditgesellschaft, jeder Gesellschafter einer offenen Handelsgesellschaft (OHG) oder einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Ausländer, die eine Niederlassungserlaubnis besitzen, können frei von Auflagen oder Beschränkungen eine selbständige Erwerbstätigkeit ausüben. Alle anderen benötigen eine entsprechende Aufenthaltserlaubnis, die ihnen die selbständige Erwerbstätigkeit gestattet. Einem Ausländer kann eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer selbständigen Tätigkeit erteilt werden, wenn ein übergeordnetes wirtschaftliches Interesse oder ein besonderes regionales Bedürfnis besteht, die Tätigkeit positive Auswirkungen auf die Wirtschaft erwarten lässt und die Finanzierung der Umsetzung durch Eigenkapital oder durch eine Kreditzusage gesichert ist. In der Regel wird Ausländern eine entsprechende Aufenthaltserlaubnis bei einer Investition von mindestens 250.000 € und der Schaffung von mindestens 5 Arbeitsplätzen (§ 21 AufenthG) erteilt. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, erfolgt eine Einzelfallprüfung anhand der oben genannten Kriterien. Weitere Beurteilungskriterien sind die Tragfähigkeit der zu Grunde liegenden Geschäftsidee, die unternehmerischen Erfahrungen des Ausländers, die Höhe des Kapitaleinsatzes, die Auswirkungen auf die Beschäftigungs- und Ausbildungssituation und der Beitrag für Innovation und Forschung. Ausländer, die älter als 45 Jahre sind, müssen darüber hinaus nachweisen, dass sie
über eine angemessene Altersversorgung verfügen. Die Aufenthaltserlaubnis kann bis zu einer Dauer von drei Jahren erteilt werden. Nach drei Jahren kann abweichend von den Voraussetzungen zur Erteilung einer Niederlassungserlaubnis nach § 9 Abs. 2 AufenthG eine Niederlassungserlaubnis erteilt werden, wenn der Ausländer die geplante Tätigkeit erfolgreich verwirklicht hat und der Lebensunterhalt gesichert ist.
....

Quelle: Selbständigkeit von Ausländern - IHK zu Essen

Vielleicht ist es doch einfacher, entweder eine Kapitalgesellschaft zu gründen oder als Kleinunternehmer/Partner sich gegenseitig Rechnungen zu schreiben.

Was meinst du?

erum
Beiträge: 1
Registriert: 23.10.2013, 05:40

Re: Internationale GbR

Beitrag von erum » 23.10.2013, 05:45

Thanks for the info
I guess that I still continue to have a look around.

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