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MaximS.
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Beitrag von MaximS. » 25.10.2015, 12:27

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riese
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Re: UG - Limit des Höchstumsatzes?

Beitrag von riese » 26.10.2015, 15:41

Hallo Maxim,

eine UG ist doch nur erforderlich, wenn Du die 25000,00 € nicht aufbringen kannst. Kannst Du eine größere Summe einzahlen (aus Deinem Privatvermögen), kannst Du die UG doch zur GmbH "vergolden". Nur wenn sie schon gegründet ist, freut sich jetzt der Notar über die Aufstockung.

Der Gesetzgeber war doof. Statt sich den §5a einfallen zu lassen, hätte er besser in §5 Abs. 1 die Formulierung "Das Stammkapital muss mindestens 25000,00 € betragen" ersetzt durch den Satz "Das Stammkapital muss mindestens so hoch sein, dass daraus das notwendige Anlagevermögen beschafft und die Kosten der Ingangsetzung des Betriebes getragen werden können, ohne dass es eines Nachschusses oder Darlehens bedarf". Dann brauchten wir keine Unterscheidung zwischen UG und GmbH. Die Höhe des Stammkapitals muss einfach abhängig sein von der Art des Geschäfts. Falsch gedacht hat der Gesetzgeber sowieso - er hat sich die UG nämlich als Baby-GmbH (die wachsen soll) gedacht und nicht als Mini-GmbH (die ein so hohes Stammkapital für ihren Zweck überhaupt nicht benötigt.

Es besteht allerdings keine Verpflichtung, eine UG in eine GmbH umzuwandeln. Du kannst das jetzt zusätzlich eingezahlte Geld auch als Kapitalrücklage (§272 Abs. 2 Nr. 4) verbuchen. Dann bleibt das Stammkapital konstant, aber das Eigenkapital als ganzes erhöht sich. Insofern ist falsch, was die Bankerin gesagt hat. Wahrscheinlich befürchtet sie, Du könntest das zusätzlich eingezahlte Kapital zu einem späteren Zeitpunkt - wenn es gut läuft - wieder abziehen (ähnlich wie ein Gesellschafterdarlehen, nur nicht ratenweise) und will das verhindern, indem sie die Eintragung ins Handelsregister erzwingen will.

Gruß
Rainer

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