GbR in UG umwandeln

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*Basti
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GbR in UG umwandeln

Beitrag von *Basti » 26.04.2015, 10:21

Hallo,

zusammen mit 3 weiteren Personen habe ich eine GbR gegründet. Für die GbR haben wir bereits ein gemeinsames Konto, auf das jeder von uns bereits einen gewissen Betrag eingezahlt hat.

1) Werden diese Einzahlungen bei der Umwandlung in eine UG als Einlage anerkannt?

2) Wir haben bereits erste Kleinigkeiten über das Konto für unseren Geschäftsbetrieb eingekauft. Können diese Beträge ebenfalls als Einlage für die UG anerkannt werden?

3) Laut meinem Kenntnisstand können die Kosten für die Erstellung einer UG als Einlage anerkannt werden. Was ist hierbei zu beachten?

Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen! Vielen Dank schon einmal im Voraus!

riese
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Re: GbR in UG umwandeln

Beitrag von riese » 26.04.2015, 22:24

Hallo Bastl,
zusammen mit 3 weiteren Personen habe ich eine GbR gegründet. Für die GbR haben wir bereits ein gemeinsames Konto, auf das jeder von uns bereits einen gewissen Betrag eingezahlt hat.

1) Werden diese Einzahlungen bei der Umwandlung in eine UG als Einlage anerkannt?
soweit es sich dabei um das Stammkapital handelt und das Konto auf die UG umgeschrieben wird, ja.
2) Wir haben bereits erste Kleinigkeiten über das Konto für unseren Geschäftsbetrieb eingekauft. Können diese Beträge ebenfalls als Einlage für die UG anerkannt werden?
Wenn es vom Geschäftskonto gekauft wurde, ist ja die Einzahlung als Stammeinlage anerkannt worden. Die Geldausgabe ist entweder eine vorweggeommene Betriebsausgabe (mit dem Tag der Gründung verbuchbar, wenn Rechnung auf GbR oder UG ausgestellt wurde - nicht auf eine Privatperson) oder die Beschaffung von Anlagevermögen.

Wurden Anlagegegenstände privat gekauft und in die UG eingebracht, können sie nicht als Stammeinlage verbucht werden (Sacheinlageverbot), sondern nur als Kapitalrücklage.
3) Laut meinem Kenntnisstand können die Kosten für die Erstellung einer UG als Einlage anerkannt werden. Was ist hierbei zu beachten?
Wird z.B. das Musterprotokoll verwandt (bei 4 Personen nicht möglich), steht darin, dass die Gesellschaft die Gründungskosten bis zur Höhe von 300,00 € trägt und die Gesellschafter, was darüberliegt. Da ohnehin ein individueller Gesellschaftervertrag erstellt werden muss, kann auch eine andere Regelung getroffen werden. Dann wären die Rechnungen vom Gericht und vom Notar auch vom Geschäftskonto zu begleichen.

Das ist aber alles rauhe Theorie, denn es muss genug Geld auf dem Firmenkonto bleiben, um nicht zahlungsunfähig zu werden. Und Betriebsausgaben führen zu einer Eigenkapitalminderung und können eine Überschuldung auslösen.

Gruß
Rainer

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