GmbH & Co. KG Stammkapital zu KG

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Kiltarc
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GmbH & Co. KG Stammkapital zu KG

Beitrag von Kiltarc » 21.11.2016, 11:41

Betrachten wir folgendes als gegeben: Person A gründet eine GmbH & Co. KG und ist alleiniger Gesellschafter, Geschäftsführer und Kommanditist dieser GmbH & Co. KG. In die Komplementär-GmbH wurden 25.000€ Stammkapital eingezahlt und die Komplementär-GmbH geht keiner weiteren Geschäftstätigkeit nach.

Wie kann die KG das Stammkapital für den Geschäftsbetrieb nutzen?

Der Fluss des Stammkapitals zur KG würde als verbotener Rückfluss des Stammkapital nach § 30 Abs. 1 GmbHG zu dem Gesellschafter gewertet werden, weil er als Kommanditist via Privatentnahme auf das Stammkapital zugreifen könnte.

Auch eine Darlehens-Gewährung ist nicht erlaubt, wie es z.B. in diesem Artikel ausgeführt wird: https://huebnerrecht.wordpress.com/2016 ... hen-geben/

Welche Lösungen gibt es?
  • Familienmitglied als GmbH-Gesellschafter?
  • Vor der Darlehensgewährung GmbH zu KG einen Zeitraum X abwarten?
  • Geschäftsführer-Gehalt mit der GmbH-Stammeinlage zahlen und dieses via Privateinlage wieder in die KG einbringen?

speedy40
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Re: GmbH & Co. KG Stammkapital zu KG

Beitrag von speedy40 » 12.05.2017, 19:38

Als Darlehen sollte es funktionieren.

riese
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Re: GmbH & Co. KG Stammkapital zu KG

Beitrag von riese » 31.05.2017, 06:55

Kiltarc hat geschrieben:•Geschäftsführer-Gehalt mit der GmbH-Stammeinlage zahlen und dieses via Privateinlage wieder in die KG einbringen?
Dazu müsste der GF nur einen Arbeitsvertrag mit der GmbH schließen. Eine Privateinlage erübrigt sich, da die KG das Geld ja nicht mehr an den GF zahlen muss. Ersparte Ausgaben sind auch Einnahmen.

Für den GF hätte das den Vorteil, dass er dem Lohnsteuerabzug unterliegen würde und nicht lästige Einkommensteuer-Vorauszahlungen leisten müsste. Außerdem bekäme er eine Entgeltabrechnung in die Hand, die er als Einkommensnachweis (oder zur Kontoeröffnung bei der ING-DiBa) verwenden könnte. Dass die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit im Rahmen der ESt.-Erklärung in gewerbliche umqualifiziert werden, ist eine ganz andere Sache.

Gruß
Rainer

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