GmbH & Co. KG vs. GmbH?

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fastlane
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GmbH & Co. KG vs. GmbH?

Beitrag von fastlane » 09.01.2016, 15:04

Hallo,

2 Partner und ich wollen eine Firma gründen und zur Option stehen entweder eine GmbH oder GmbH & Co. KG.

Ich bin momentan Teilhaber einer Bauträgerfirma und der andere Partner hat auch eine Firma im E-Commerce bereich jeweils als Rechtsform die GmbH. Der 3 Partner hat keine Firma mometan und steigt vollzeit in die neue Firma ein.

Bei der neuen Firma soll es sich um eine Handelsfirma im Internet handeln (E-commerce) die Produkte Importiert und in DE und Europa verkauft.

Wir waren bereits beim Steuerberater und der hat uns die GmbH & Co. KG empfohlen. Auch von den Kosten meinte dieser, dass dort keine großen Unterschiede anfallen.
Im ersten Jahr werden wir wohl unter 100.000 € Umsatz erwirtschaften wollen dann aber schnell wachsen.

Was für eine Rechtsform würdet ihr empfehlen und warum?

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KompaktDesign
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Re: GmbH & Co. KG vs. GmbH?

Beitrag von KompaktDesign » 11.01.2016, 11:18

Vorteil der GmbH ist in erster Linie die beschränkte Haftung.
Nachteil ist, dass für das Entnehmen von Geld entweder als Gehalt Sozialversicherungsbeiträge oder als Entnahme Kapitalertragssteuer abgeführt werden muss.
Zudem hat eine Kapitalgesellschaft keinen Freibetrag hinsichtlich der Gewerbesteuer.

Bei einer GmbH & Co.KG habt Ihr durch die GmbH den Vorteil der Haftung, durch die KG kommt Ihr zumindest für die Kommandisiten-Anteile um die Kapitalertragssteuer herum und könnt als Personengesellschaft den Freibetrag für Personengesellschaften für die Gewerbesteuer nutzen.

riese
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Re: GmbH & Co. KG vs. GmbH?

Beitrag von riese » 11.01.2016, 14:14

und könnt als Personengesellschaft den Freibetrag für Personengesellschaften für die Gewerbesteuer nutzen.
Der ist bei 3 Gesellschaftern schnell aufgebraucht, wenn alle 3 in dem Betrieb arbeiten. Wenn KG, dann mit beiden GmbH's und dem neuen Gesellschafter als Kommanditist. Die GF der GmbH's dürften von der KG keinerlei Gehalt beziehen, weil dieses sonst in gewerbliche Einkünfte umqualifiziert würde (Streichung der Betriebsausgabe und Erhöhung des Gewinns).

Es gäbe aber auch die Möglichkeit der Überkreuz-Beteiligung. Dann wäre die neu zu gründende Gesellschaft keine KG und auch keine UG, sondern eine vollwertige GmbH. Das an 25000,00 € fehlende Kapital wird dadurch ausgeglichen, dass die sich an der neuen Gesellschaft beteiligenden Altgesellschaften anstelle einer Bareinlage der neuen Gesellschaft im Gegenzug eigene Anteile geben.

Gruß
Rainer

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