Existenzgründungszuschuss und zeitweise Auslandstätigkeit

Alles über den Gründungszuschuss und das Einstiegsgeld.
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Marina
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Existenzgründungszuschuss und zeitweise Auslandstätigkeit

Beitrag von Marina » 14.12.2014, 10:10

Hallo,
weiß jemand, ob sich der Erhalt des Existenzgründungszuschusses und ein mehrmonatiges Arbeiten vor Ort beim Kunden im EU-Ausland ausschließen?

Vielen Dank!

LG
Marina

Jaquemot
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Re: Existenzgründungszuschuss und zeitweise Auslandstätigkei

Beitrag von Jaquemot » 20.12.2014, 19:48

Ich nehme mal an, dass es sich um den Zuschuss für Gründung aus der Arbeitslosigkeit handelt(?). Das Arbeitsamt mischt sich nicht ein und darf das auch nicht, denn es wurde ein tragfähiger Businessplan vorgelegt und der Zuschuss daraufhin gewährt. Wie später ein Geschäftskonzept verändert wird, ist allein Sache des Gründers/der Gründerin, da kann niemand reinreden, das ist unternehmerische Freiheit. Und nach dem AFG oder SGB gibt es da schon gar nicht eine gesetzliche Grundlage für eine Einmischung. Wenn der Umsatz und das Einkommen stimmen, ist es doch egal, wo und wie der (legal) zustande kommt.
Oder meint die Frage: Gilt ein Businessplan beim Arbeitsamt auch als tragfähig, wenn dort Tätigkeiten im Nicht-EU-Ausland als Umsatzträger auftauchen? Dann die Antwort: Sicher muss dann glaubhaft gemacht werden, dass es ein Vermarktungskonzept oder vorhandene Kontakte oder konkrete Anfragen gibt, mit denen die Umsätze und Ergebnisse erreichbar sind. Aber es handelt sich formal um ein Exportgeschäft, an dem es eigentlich nichts zu beanstanden gibt, wenn es tragfähig päsentiert wird.

Marina
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Re: Existenzgründungszuschuss und zeitweise Auslandstätigkei

Beitrag von Marina » 21.12.2014, 16:31

Hallo Jaquemot,
vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ja, es würde sich um einen Existenzgründerzuschuss für eine Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus handeln.
Meine Frage bezieht sich vor allem auf das Territorialprinzip, wobei mir hier von der Formulierung her nicht ganz klar ist, ob es nur um die Gründung eines Unternehmens "in Deutschland" geht oder auch die Tätigkeit selbst "in Deutschland ausgeübt werden muss". Kontrolliert das Arbeitsamt die Rechnungen, die man als Selbstsständige stellt (z.B. wenn man ab dem 7. Monat die weitere Förderung von 300,- Euro beantragen will)?

Viele Grüße
Marina

Jaquemot
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Re: Existenzgründungszuschuss und zeitweise Auslandstätigkei

Beitrag von Jaquemot » 21.12.2014, 16:50

Ich denke, damit ist die Gründung auf deutschem Territorium gemeint. Eine Prüfung von Rechnungen erfolgt jedenfalls nie, lediglich die bisherigen Erfolge/Gewinne sind bei Verlängerung durch eine Buchhaltung und Auswertung nachzuweisen, um den Pfad aufzuzeigen, dass das Unternehmen nach der Verlängerung vollständig wirtschaftlich unabhängig agieren kann, aktuell aber gerade noch nicht genug hat, um die Sozialversicherung allein zu erwirtschaften.

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