Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Alles über den Gründungszuschuss und das Einstiegsgeld.
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KatjaS
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Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von KatjaS » 16.02.2012, 14:58

Hallo,

ich wollte mich selbstständig machen als freiberufliche Projektmanagerin im Bereich der Werbung. Da ich mich momentan nicht wohl fühle auf meiner aktuellen Arbeitsstelle und mein Arbeitgeber keinen Grund hat mich zu kündigen, muss ich die Kündigung selbst einreichen. Duch meine Kündigungsfrist wäre ich erst am 01.04.2012 arbeitslos.

Ich hatte beabsichtigt einen Antrag auf Gründerzuschuss zu stellen, um die Leistung zu erhalten.

Wie ich schon so oft gelesen habe, ist die Bewilligung des Gründerzuschusses jetzt eine Ermessenssache und kann durchaus nicht bewilligt werden.
* Stehen meine Chancen schlechter wenn ich auf eigenen Wunsch kündige? Wie sind eure Erfahrungen?

* Da ich gelesen habe, dass das AA versucht eine versicherungspflichtige Stelle zu vermitteln, was wären gute Gründe warum man unbedingt selbstständig sein möchte, um so einer Vermittlung aus dem Weg zu gehen? Wie sind eure Erfahrungen? Ist verstärktes soziales Engagement, was ich neben meiner freiberuflichen Tätigkeit ausführen möchte, ein Grund? (zur Info: Ich habe eigentlich super Chancen vermittelt zu werden, wenn man Vorllzeit angestellt sein sollte).

* Aller Wahrscheinlichkeit nach bekomme ich eine Sperrzeit. Wird der Zuschuss, sofern gewährt, um die Sperrzeit abgezogen oder bekomme ich nach der Sperrzeit den vollen Zuschuss von nun nur sechs Monaten? Da waren viele Blogeinträge widersprüchlicher Natur...

* Kann ich den Antrag auf Gründerzuschuss auch während der Sperrzeit stellen, da arbeitslos, aber bestehender Sperrfrist? Oder erst nachdem ich Arbeitslosengeld I beziehe?

* Wenn ich keinen Gründerzuschuss bekomme, welche Möglichkeiten der Förderungen bestehen?

* Noch habe ich die Reihenfolge nicht wirklich verstanden: Wann genau muss ich einen Gewerbeschein beantragen? Erst wenn die Arbeitslosigkeit eingetreten ist oder geht das auch scgon vorher?

* Da der Gründerzuschuss jetzt von dem Ermessen des AA Mitarbeiters abhängt: Wie sollte man sich am besten auf das Gespräch vorbereiten und was für Fragen werden einem gestellt?

Und noch eine Frage falls es nichts wird mit dem Gründerzuschuss, werde ich voraussichtlich eine Zeit arbeitslos sein, wenn die Gründung ohne Förderung nicht klappt:
* Da ich noch nie arbeitslos war: Was muss man tun um das ALG1 zu bekommen ohne Kürzungen? Gibt es eine Mindestauflage an Bewerbungen die man rausschicken muss? Und kann man Wünsche bei der Vermittlung wie "Teilzeit" äußern oder würde dies zu Kürzungen führen, wenn man auf eine Vollzeitstelle vermittelbar wäre?

Über die Beantwortung der Fragen würde ich mich sehr freuen, bevor ich meine Kündigung einreiche.

gruendungsberater24
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Re: Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von gruendungsberater24 » 16.02.2012, 19:54

Hallo,

Umfangreiche Erfahrungen bezüglich der Bewilligung von Gründungszuschuss gibt es noch nicht. Es existiert meines Wissens auch noch keine einheitliche Richtlinie zur Bewilligung von Gründungszuschuss. Daher können wir "nur" spekulieren, ob die Eigenkündigung eine Auswirkung auf den Bezug von Gründungszuschuss haben könnte.

Die Arbeitsagentur ist natürlich bestrebt, ihre "Kunden" schnellstmöglich in ein möglichst nicht gefördertes Arbeitsverhältnis zu vermitteln. Man kann auch von Beginn an angeben, dass man eine selbständige Tätigkeit in Betracht zieht. Das hat keinerlei negative Auswirkungen.

Der Gründungszuschuss wird (wenn er überhaupt gezahlt wird) in vollem Umfang nach der Sperrzeit gezahlt. Selbst dann, wenn man sich in der Sperrzeit schon selbständig macht. Für eine freiwillige Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung ist allerdings der Bezug von ALG am Tag vor der Gründung notwendig. Deshalb würde ich empfehlen, die Sperreit "auszusitzen". Sie können während der Arbeitslosigkeit bis zu 14,9 Stunden wöchentlich an Ihrer Selbständigkeit arbeiten, ohne Einbußen befürchten zu müssen. Sofern Sie sich nicht im Konkurrenzbereich Ihres Arbeitgebers betätigen möchten, können Sie auch jetzt schon ein nebenberufliches Gewerbe anmelden und mit der Selbständigkeit loslegen.

Weitere Fördermöglichkeiten hängen davon ab, wo Sie leben und wo Sie gründen möchten. Hier gibt es u.U. Förderprogramme der Bundesländer.

Der Vermittlungswunsch "Teilzeit" ist möglich und führt nicht zu Einbußen, sofern Sie vorher auch "nur" Teilzeit gearbeitet haben. Wenn Sie vorher Vollzeit gearbeitet haben und während der Arbeitlosigkeit auf Teilzeit "umsteigen", kann es zu Kürzungen kommen.

Das Gespräch mit dem Vermittler zur Selbständigkeit wird wohl nicht so wirklich problematisch. Sie sollten schon erklären können, was Sie vor haben und wie Sie damit Geld verdienen möchten. Dabei können Sie ja schon im Vorfeld direkt beim Bearbeiter Ihre Chancen auf Gründungszuschuss ansprechen. Soziales Engagement interessiert die Damen und Herren bei der Agentur weniger... die wollen wissen, ob Sie nach Möglichkeit so schnell nicht mehr auftauchen und Leistungen beantragen.

Ich hoffe, soweit erst einmal einen groben Überblick gegeben zu haben.

Viele Grüße

Michael Köhler

Leopold33
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Re: Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von Leopold33 » 16.02.2012, 22:22

Meines Wissens musst du ersteinmal arbeitslos sein, bevor du den Gründungszuschuss beantragen kannst, sonst wird er wohl häufig gleich abgelehnt.

Wenn du arbeitslos bist, wird vorerst ein Gespräch geführt, um zu gucken, für welche Angebote du in Frage kommst. Ich habe da gleich erzählt, dass ich mir montan nicht mehr vorstellen kann angestellt zu sein, weil ich Ausseinandersetzungen mit meinem ehemaligen Chef hatte. Dann ging alles reibungslos... :wink:

KatjaS
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Re: Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von KatjaS » 21.02.2012, 16:25

gruendungsberater24 hat geschrieben:Für eine freiwillige Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung ist allerdings der Bezug von ALG am Tag vor der Gründung notwendig. Deshalb würde ich empfehlen, die Sperreit "auszusitzen". Sie können während der Arbeitslosigkeit bis zu 14,9 Stunden wöchentlich an Ihrer Selbständigkeit arbeiten, ohne Einbußen befürchten zu müssen.
Hallo Herr Köhler, diesen Absatz verstehe ich nicht ganz. Was ist wenn ich mein Unternehmen gründe aber kein ALG wegen der Sperrfrist vorher bezogen habe?

KatjaS
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Re: Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von KatjaS » 21.02.2012, 16:29

Leopold33 hat geschrieben:Meines Wissens musst du ersteinmal arbeitslos sein, bevor du den Gründungszuschuss beantragen kannst, sonst wird er wohl häufig gleich abgelehnt.
Erstmal arbeitslos sein kann man ja in der Sperrfrist auch. Die Arbeitslosigkeit wird doch nicht erst mit dem ALG anerkannt oder?
Leopold33 hat geschrieben:Wenn du arbeitslos bist, wird vorerst ein Gespräch geführt, um zu gucken, für welche Angebote du in Frage kommst. Ich habe da gleich erzählt, dass ich mir montan nicht mehr vorstellen kann angestellt zu sein, weil ich Ausseinandersetzungen mit meinem ehemaligen Chef hatte. Dann ging alles reibungslos... :wink:
Naja, wenn du Auseinandersetzungen mit deinem ehemaligen Arbeitgeber hattest, dann hätten sie dich trotzdem an einen anderen vermitteln können. Oder haben sie dich als nicht vermittelbar eingestuft in der Angst, dass du mit allen künftigen Arbeitgebern in Auseinandersetzungen gerätst? :lol:

gruendungsberater24
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Re: Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von gruendungsberater24 » 24.02.2012, 14:39

Hallo,

wenn Sie Ihr Unternehmen hauptberuflich ohne Bezug von ALG während der Sperrzeit gründen, können Sie sich nicht freiwillig gegen Arbeitslosigkeit weiterversichern.

Trotz Allem steht Ihnen frei, nebenberuflich (auch selbständig) während der Arbeitslosigkeit im Umfang von max. 14,9h je Woche eine Nebentätigkeit auszuüben. Dies ist auch während der Sperrzeit möglich.

Viele Grüße

KatjaS
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Re: Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von KatjaS » 28.02.2012, 15:52

gruendungsberater24 hat geschrieben: Der Gründungszuschuss wird (wenn er überhaupt gezahlt wird) in vollem Umfang nach der Sperrzeit gezahlt. Selbst dann, wenn man sich in der Sperrzeit schon selbständig macht.
Kann ich denn den Antrag auf Gründerzuschuss auch während der Sperrzeit schon stellen, beziehe es dann nach meiner Sperrzeit? Muss ich dafür vor Ort sein, falls er bewilligt wird? (Bin wahrscheinlich dann öfter in München und nicht in meinem Wohnort unterwegs).

Was wären die nächsten Schritte nach einer Bewilligung?

Wie kann ich der Vermittlung einer Arbeit aus dem Weg gehen, da es in meiner Branche sehr gut aussieht. Die Eigenbestimmung und das gute Geld sind wohl eine unzureichende Begründung für die Selbsständigkeit?

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Re: Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von gruendungsberater24 » 28.02.2012, 19:17

Hallo,

richtig, der Antrag kann auch schon in der Sperrzeit gestellt werden.

Folgende Reihenfolge:

1. Kündigung
2. innerhalb von 3 Tagen arbeitslos melden
3. Antrag abholen
4. Businessplan und Unterlagen erstellen, fachkundige Stellungnahme einholen
5. Gewerbe oder freiberufliche Tätigkeit anmelden
6. Unterlagen abgeben
7. Gründungstermin/ Start
8. Bewilligung

Für Die Bewilligung müssen Sie nicht vor Ort sein. Das passiert am Schreibtisch. Sie müssen einer Vermittlung nicht aus dem Weg gehen. Gehen Sie bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen offen mit Ihrer (geplanten) Selbständigkeit um. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie werden abgelehnt oder Sie haben einen neuen Kunden gewonnen. Bedarf besteht ja beim Arbeitgeber an Ihren Leistungen...

Selbstverständlich sind finanzielle Chancen und der Wunsch nach Selbstverwirklichung gute Gründe, um ein eigenes Unternehmen aufzubauen.

Viele Grüße

Michael Köhler

KatjaS
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Re: Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von KatjaS » 28.02.2012, 22:09

gruendungsberater24 hat geschrieben:Folgende Reihenfolge:

1. Kündigung
2. innerhalb von 3 Tagen arbeitslos melden
3. Antrag abholen
4. Businessplan und Unterlagen erstellen, fachkundige Stellungnahme einholen
5. Gewerbe oder freiberufliche Tätigkeit anmelden
6. Unterlagen abgeben
7. Gründungstermin/ Start
8. Bewilligung
In vielen Artikeln habe ich gelesen, dass man bloß kein Gewerbe vor Beantragung des Gründerzuschusses anmelden soll. Erst nach der Bewilligung. Was ist denn jetzt richtig?

Und die andere Frage ist, wird mich der Arbeitsamt-Mitarbeiter nicht die ganze Zeit vermitteln wollen, da vermittelbar? Wann gilt man denn als schwer vermittelbar, sodass man eine bessere Aussicht auf Eingliederung die Selbstständigkeit hat? Ich habe gelsen, dass man eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben muss, die besagt, dass man "vermittelt werden möchte". Geht das nicht gegen die Pläne der Selbstständigkeit? Muss man diese dann unterschreiben?

gruendungsberater24
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Re: Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von gruendungsberater24 » 28.02.2012, 22:28

Sie verwechseln gerade Beantragung und Bewilligung.

Beantragung ist die Abholung der Unterlagen bei der Arbeitsagentur, Bewilligung ist die Ausstellung eines Bescheides aufgrund Ihres abgegebenen Antrages.

Vor der Beantragung (formell die Ausgabe des Antrages bei der Arbeitsagentur) darf hauptberuflich noch keine selbständige Tätigkeit ausgeübt werden. Mit Antragsabgabe (Sie geben den ausgefüllten Antrag mit allen erforderlichen Unterlagen incl. Gewerbeanmeldung oder Anmeldung beim Finanzamt an die Arbeitsagentur) muss die Tätigkeit aber zumindest angemeldet sein. Das Anmeldedatum ("Eröffnungsdatum") kann auch nach der Antragsabgabe liegen, muss es aber nicht.

Nach Antragsabgabe braucht die Arbeitsagentur noch einige Zeit zur Prüfung (2-4 Wochen). Danach wird der Gründungszuschuss bewilligt. In der Regel sind Sie also bei der Bewilligung schon selbständig tätig.

Georgi88
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Re: Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von Georgi88 » 09.01.2014, 21:53

Sehr geehrter Herr Köhler,

ich habe mir jetzt diverse Forenbeiträge bezügl. Existenzgründung und Gründungszuschuss durchgelesen und auch eine relativ ausgiebige Internetrecherche betrieben. Dennoch sind ein paar Fragen offen geblieben, die Sie mir eventuell beantworten könnten, was mich natürlich sehr freuen würde.

Ich habe mir mal Ihern 8-Punkte-Plan angeschaut und möchte das mal an meinem persönlichen Existenzgründungsbeispiel versuchen nachzuvollziehen, ob ich das auch richtig verstanden habe. Anschließend würde ich noch die eine oder andere Frage loswerden wollen.


Folgende Reihenfolge: Wohnort BERLIN

1. Kündigung
Ich habe im Dez 2013 zum 30.6.2014 gekündigt. (Ich rechne mit einer 3-monatigen Sperrfrist).

2. innerhalb von 3 Tagen arbeitslos melden
Das werde ich dann tun, d.h. am 1. oder 2. Juli 2014

3. Antrag abholen
Das werde ich dann tun. Diesen Antrag gibt es beim Arbeitsamt und zwar genau da, wo ich mich auch arbeitslos melde?

4. Businessplan und Unterlagen erstellen, fachkundige Stellungnahme einholen
Businessplan bin ich dabei. Bis auf den Finanzplan steht das Textliche fast. Die fachliche Stellungnahme erhalte ich durch wen? Steuerberater (bei meinem steht "Unterstützung bei der BP- Erstellung"), Coach?, Bank?

5. Gewerbe oder freiberufliche Tätigkeit anmelden
Dieses habe ich aus steuerlichen Gründen bereits vor der pot. Arbeitslosigkeit schon im November 2013 durch die Anmeldung beim Finanzamt getan und auch eine Ust-ID erhalten. Ist das von Nachteil? Ich bin ja noch Angestellter und erziele keine Einkünfte aus ss Arbeit, lediglich Ausgaben.

6. Unterlagen abgeben
OK

7. Gründungstermin/ Start
Dieser sollte dann mit dem von Ihnen empfohlenem Aussitzen der Sperrzeit nach den 3 Monaten liegen? also Kündigung zum 30.6. + 3 Monate = 30.9. bzw. 1.10.?

8. Bewilligung
Wenn das so einfach wäre :-)

Weitere Fragen:

a) Habe ich bei meiner Konstellation (bereits beim FA als Freiberufler angemeldet aber noch kein Umsatz) noch die Möglichkeit in die freiwillige ALV einzuzahlen?
b) macht dieses überhaupt Sinn die ca. 80€ einzuzahlen? Das fiktive Einkommen liegt bei ca. 1.165€/monat und würde noch nicht einmal die Fixkosten decken. Des Weiteren würde ich beim Scheitern (wovon ich mal nicht ausgehe) der Selbstständigkeit eigentlich sehr schnell eine Anstellung finden.
c) Macht der Antrag auf Gründerzuschuss Sinn, wenn ich davon ausgehe, dass ich eigentlich von Anbeginn an tragfähig selbstständig sein kann? Also lieber ohne Sperrfrist gleich durchstarten und nicht das Risiko der Ablehnung des Gründungszuschusses eingehen?
d) Wäre vielleicht für eine "Absicherung" eventuell nicht der KfW Förderkredit für mich die bessere Alternative?
e) Wenn ich weniger als 15h pro Woche arbeite, wird doch mein Einkommen mit dem ALG gegengerechnet (Freibetrag 165€). D.h. sollte ich in den 15 h jedoch einen relativ hohen Verdienst (z.B. 15h = ca. 1350€) generieren, dann bleibt nichts mehr vom ALG übrig oder?

Vielen Dank für Ihre Mühe. Ich weiß, es sind viele Fragen und Zwischenfragen.

Mit freundlichem Gruß aus Berlin

Georgi88

ulrikegersten
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Re: Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von ulrikegersten » 11.03.2014, 16:15

Meiner Freundin steckte in einer ähnlichen Lage und hat daher mit Ihrem Chef gesprochen und einen Aufhebungsvertrag aushandeln können. Ist es bei dir vielleicht auch möglich? Das wäre doch der leichteste Weg.

SchY
Beiträge: 1
Registriert: 21.10.2014, 10:17

Re: Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von SchY » 21.10.2014, 10:37

Hallo Zusammen,

ich bin nun in einer ähnlichen Situation. Ich möchte mich zum 01.08.2015 selbständig machen und könnte durchaus mit meinem Chef offen sprechen, ob er mich zum 30.05.2015 kündigen würde oder wir einen Aufhebungsvertrag machen.

Ursprünglich wollte ich selbst kündigen aber evtl. könnte ich mich 2 Monate Arbeitslos melden, mich auf die Selbständigkeit vorbereiten und den Gründerzuschuss bekommen?
Ich bin bereits 12 Jahre in der gleichen Firma ununterbrochen angestellt.

Wie sind eure Erfahrungen inzwischen? Es würde mich interessieren, wie Euer Antrag behandelt wurde?
Anspruch auf Arbeitslosengeld (auch wenn mir der Gedanke schwer fällt) hätte ich wohl. Stehen die Chancen gut für einen Zuschuss? Ich könnte das Geld sehr gut gebrauchen.

Herzlichen Dank vorab für das Feedback
Y.Schneider

mgb-consulting
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Re: Neuregelung 2012: Gründerzuschuss nach Selbstkündigung

Beitrag von mgb-consulting » 22.10.2014, 10:01

Hallo ...

der Gründungszuschuss ist keine Pflichtleistung mehr, sondern eine Ermessensentscheidung für Arbeitslose, die nicht mehr vermittelbar sind.

Das scheint mir hier aber nicht gegeben, sodass ich keine Chance auf den Erhalt des Gründungszuschusses sehe.

MfG
MGB-Consulting

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