Umgang mit dem "Vermittlungsvorrang"

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maerchenfrosch
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Umgang mit dem "Vermittlungsvorrang"

Beitrag von maerchenfrosch » 29.02.2012, 20:39

Hallo miteinander,

ich möchte mich Mitte Mai als freiberufliche Grafikerin und Webentwicklickerin selbstständig machen. Mein Arbeitsvertrag läuft Ende April aus und ich wäre somit ab Mai arbeitslos und könnte dann den Gründungszuschuss beantragen.

Ich hatte am Montag nun das 1. Gespräch mit meinem Arbeitsvermittler und habe ihn auch auf meine Absicht zu gründen angesprochen und auch schon das Zertifikat des Existensgründerseminars und den groben Businessplan dabei (wollte er aber gar nicht sehen). Er meinte, dass er eigentlich gute Chancen bei mir sieht, aber eine Bewilligung daran scheitern wird, weil er mich als "sehr gut vermittelbar" einstuft. Zudem hat er mir gleich geraten, nach Ablehnung Widerspruch einzulegen und dann Klage beim Sozialgericht einzureichen - das sei erstmal der gängige Weg und im Bezirk wurde bisher auch noch kein Antrag bewilligt :shock:

Als Vorgehensweise riet er mir mich bis Juli zu bewerben und wenn ich dann nichts habe, können wir weiter über Selbstständigkeit reden.

Abschrecken habe ich mich davon erstmal nicht und mir den Antrag trotzdem mitgeben lassen. Dann folgte das übliche Profiling und er hat mir auch sofort drei Stellenangebote, auf die ich mich bewerben soll ausgehändigt und in die Eingliederungsvereinbarung geschrieben, mich bis zum nächstem Termin Anfang April auf 5 weitere Stellen zu bewerben. Die Eingliederungsvereinbarung habe ich bisher nicht unterschrieben und ich wurde auch nicht dazu aufgefordert.

Habt ihr evtl. Tipps oder Erfahrungen wie ich weiter vorgehe? Soll ich der Eingliederungsvereinbarung widersprechen und dann einfach den Antrag einreichen oder mich auf die Stellen bewerben und riskieren eine Zusage zu bekommen? Die ich dann ablehnen würde und dann warhscheinlich mit Sanktionen rechnen darf?

Weiß gerade leider nicht so recht weiter und verliere gerade den letzten Funken Hoffnung auf Gründungszuschuss... :cry:

Vielen lieben Dank schon einmal.

gruendungsberater24
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Re: Umgang mit dem "Vermittlungsvorrang"

Beitrag von gruendungsberater24 » 29.02.2012, 20:52

Hallo,

um die Bewerbungen werden Sie wohl nicht herum kommen. Allerdings kann man bei Vorstellungsgesprächen auch offensiv mit der Gründungsabsicht umgehen. Dann gibts zwei Möglichkeiten: Absage oder Neukunde...

Viele Grüße

Michael Köhler

maerchenfrosch
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Re: Umgang mit dem "Vermittlungsvorrang"

Beitrag von maerchenfrosch » 29.02.2012, 21:01

Guten Abend,

wow - danke für die schnelle Antwort :-)

Gut, dann werde ich mich erstmal "nach Dienst" bewerben (...bisher auf meine richtigen Bewerbungen nie eine Absage bekommen - aber ich habe aus diversen Gründen keine Lust mehr angestellt zu sein...).

Muss ich für die Aussage der Gründerabsicht beim "potenziellen Arbeitgeber" denn auch mit negativen Konsequenzen rechnen? Der Arbeitsvermittler hatte mich schon durch die Blume gewarnt...

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