Finanzdienstleitungen und Zulassungen/Lizenzen

Diskussionen über Geschäftideen und Konzepte.
Antworten
Wito
Beiträge: 2
Registriert: 17.05.2020, 08:46

Finanzdienstleitungen und Zulassungen/Lizenzen

Beitrag von Wito » 17.05.2020, 08:57

Hallo,

privat beschäftige ich mich schon seit geraumer Zeit mit P2P-Krediten und Kryptowährungen. Dabei habe ich festgestellt, dass in meinem Bekanntenkreis viele sich vorstellen können, in diesen Bereichen Geld zu investieren, sich aber nicht mit dem Thema beschäftigen wollen.

Nun ist mir die Idee gekommen, solchen Leuten diese Arbeit abzunehmen. Über die Rechtsform mache ich mir gerade Gedanken und tendiere dazu, eine UG haftungsbeschränkt zu gründen. Geld als Unternehmen einzusammeln, um es später als Unternehmen anzulegen und den Pool and Geldgebern am Pool der Erträge teilhaben zu lassen scheint mir nur schwer möglich zu sein. Dafür bräuchte ich doch sicherlich eine Art Banklizenz und ich wäre auch ruck-zuck über den Grenzen der Kleinunternehmerregelung.
Stattdessen wäre es eher ein Verwaltungsservice, den ich gegen eine Provision anbieten würde. Die Kundengelder sollen weiterhin im Namen der Kunden angelegt werden. Benötigt man dafür dann immernoch eine spezielle Banklizenz?

Vielen Dank

Wito

wiesoauchnicht
Beiträge: 33
Registriert: 11.05.2020, 13:55

Re: Finanzdienstleitungen und Zulassungen/Lizenzen

Beitrag von wiesoauchnicht » 19.05.2020, 10:36

Hallo,

also ich bin mir sicher, dass du zumindest eine BaFin-Lizenz benötigen würdest.
Die im KWG definierten Bankdienstleistungen und Finanzdienstleistungen bedürfen einer BaFin-Erlaubnis. Vergleichbares gilt für Zahlungsdienste, die dem ZAG unterliegen. Wer die nötige Erlaubnis nicht hat, macht sich strafbar – selbst im Fall des nur fahrlässigen Handelns.
Lg

Wito
Beiträge: 2
Registriert: 17.05.2020, 08:46

Re: Finanzdienstleitungen und Zulassungen/Lizenzen

Beitrag von Wito » 22.05.2020, 12:44

Hallo,

wo kann ich denn nachlesen, ab wann die zulassungsfreie Zone verlassen wird und wo sie beginnt?

Alles was mit Immobilien zu tun hat wäre so eine Grauzone. Ich kenne Leute, für die eine Immobilie eine reine Geldanlage ist und die sich damit eigentlich nicht beschäftigen wollen.
Eine Immobilienverwaltung z.B. braucht dazu seit kürzerem einen Sachkundenachweis. Den könnte man durch entsprechende Schulungen erwerben und sich dann als Immobilienverwalter betätigen. Auch wenn man damit tief in die Finanzen des Immobilienbesitzers eingreift (Kontomanagement, Überwachung der Zahlungsströme, Rücklagenmanagement) ist keine Bafin-Zulassung nötig. Wo fängt denn dann die Bafin-Zulassung an?

Vielen Dank

Antworten

Zurück zu „Ideen & Geschäftskonzepte“