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Unternehmensgründung GmbH mit Filiale.

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Unternehmensgründung GmbH mit Filiale.

Beitragvon T1tus86 am 18.03.2018, 14:30



Hallo zusammen,

ich möchte mich kurz vorstellen.

Ich heiße Michael und bin 32. Jahre alt und möchte mich selbständig machen.
Ich bin gelernter Einzelhändler und somit bietet sich für mich die Sparte auch an.

Ich werde als Lizenznehmer bei einer Firma einsteigen, welche sich sehr an Franchise anlehnt. Ich habe dort aber keine Laufzeitbindung. Soweit wurden die Verträge und Gebühren alle geprüft und es ist für mich/uns soweit alles klar.
Es läuft also so ab, dass ich den fiktiven Betrag von 10.000 € zzgl. Mwst. zahlen muss. Im Anschluss läuft alles seinen Weg, Buisnessplan, Filialsuche, usw. usw.

Da ich dort die oben genannte Eintrittsgebühr brutto zahlen muss, möchte ich vor der Filialeröffung gerne mein Unternehmen gründen, damit ich alles über die Firma zahlen/regeln kann um die gezahlten Umsatzsteuer mir wieder zu holen. Jetzt meinte ein Unternehmensberater, ich solle ein Gewerbe als Privatperson anmelden, dann kann ich die Rechnung zahlen und mir den Betrag steuerlich wieder holen und ich gründe kurz vor Eröffnung meine gewünschte GmbH. Gut dachte ich mir und bin zum Gewerbeamt gelaufen und wollte mich anmelden und bin dann aber an der Betriebsstätte gescheitert (Filialeröffnung ist voraussichtlich im Herbst). Ich kann also erst mein Gewerbe anmelden, wenn ich auch eine Betriebsstätte habe. Nachdem ich meine Filiale noch nicht gefunden habe, geht das nicht.

Somit bleibt mir jetzt also doch nichts anderes übrig, als meine GmbH jetzt sofort zu gründen.

Hintergrund warum ich mit der GmbH-Gründung warten wollte ist, dass wie gesagt noch keine Filiale gefunden wurde und sollte sich innerhalb von 18 Monaten nichts finden, wird der Vertrag auf beider Seiten willen wieder aufgehoben. Aber egal ich gehe nicht davon aus, dass ich nichts finde :-).

So jetzt zu meinen Fragen zur GmbH.

Ich benötige eine Gesamtvolumen für die Filiale von ca. 160.000 - 210.000 € je nach Größe. Eine genaue Summe steht natürlich erst fest, wenn der Laden gefunden ist und dort die Einrichtung geplant ist.

Kann ich also jetzt meine GmbH mit 25.000 € gründen und von diesem Stammkapital die Rechnung für Notar, Eintrittsgebühr, usw. zahlen oder muss immer fix die Summe 25.000 € auf dem Geschäftskonto liegen. Ich sehe es doch so, dass am Geschäftsjahresende das Stammkapital bei der Auszahlung nicht unterschritten werden darf, ergo darf ich auch an das Stammkapital ran um Zahlungen zu tätigen.

Wie verhält sich dann das wenn es um die Finanzierungssumme für den Ladenbau geht. Kann ich als Gesellschafter (ein Mann GmbH) zusätzliches Kapital als Eigenkapital zur Kreditfinanzierung mit einfließen lassen oder ist dies dann ein Gesellschafter Darlehen, was ja dann wieder verzinst werden muss, oder muss das Eigenkapital dann von Beginn an in das Stammkapital fließen und ich habe halt dann als Beispiel ein Stammkapital von 45.000 €. Wobei mir die Variante 25.000 Stammkapital und ich kann noch was einfließen lassen, wenn Bedarf ist mir die liebere wäre.

Ich hatte BWL und alles in der Schule, aber das ist ja immer so schön Theoretisch und ich hätte gerne einen Rat auf mein Bespiel bezogen. Wenn ich bei IHK und Unternehmensberater etc. anfrage, kommen die mir alle gleich mit, sie brauchen den Buisnessplan. Ja das ist mir schon klar, dass davon alles auch abhängt, aber mir konnte oder wollte bisher keiner die Fragen beantworten, wie ich das mit der Eintrittsgebühr sinnvoll lösen kann, ohne auf den 19% sitzen zu bleiben. Da auch mein Linzenzgeber und auch ich langsam starten möchte, wurde auch schon vorgeschlagen die Rechnung an mich als Privatperson zu richten, doch da bleibe ich ja dann auf der Ust. sitzen oder nicht?

Ich bin jetzt schon mal mega dankbar, für eure Hilfe.

Viele Grüße und einen schönen Sonntag, Michael.
T1tus86
 
Beiträge: 1
Registriert: 18.03.2018, 13:27

Re: Unternehmensgründung GmbH mit Filiale.

Beitragvon uvis-beratung am 18.04.2018, 19:50

@t1tus86....

.... das Thema, dass Du ansprichst sind die Vorlaufkosten, die zu einer Unternehmensgründung anfallen, unabhänig von der Gesellschaftsform. Bei einer GmbH scheint es im ersten Moment komplizierter. Aber schau mal, es sind nicht nur die Notariatskosten vor der Gründung, sondern eine Vielzahl weiterer Kosten, z.B kann es sein, dass Du zu Markterkundung und für Dispositionen der Erstbevorratung Messen, Ausstellungen oder Seminare besuchen musst. Alle diese Kosten, selbst die Anfahrt zu den Standorten (Kilometer oder Bahnticket) zählen dazu, wie auch Expertisen, die Du Dir vielleicht einholen musst. Alle diese Aufwendungen sind agribisch genau zu listen und als Vorlaufkosten anzusehen. Dies gilt auch für die Umsatzsteuer, die Du, wenn Du auch noch keine Geschäftstätigkeit ausübst als Vorsteuer Dir vom Finanzamt zurückzahlen lassen kannst. Dies ist ja deine Fragestellung.

Warum frägst Du diesbezüglich nicht einen Steuerberater oder den zuständigen Sachbearbeiter deines Finanzamts. Bleibe hartnäckig, denn 19% sind nicht ganz ohne.

Ansonsten empfehle ich dir gerne
Existenzgründung - Fakten & Grundsätzliches - ISBN 978-3-938684-18-4
Existenzgründung - Businessplan & Chancen - ISBN 978-3-938684-33-7
beide jeweils in der 3. Auflage erschienen. Letzteres beschreibt bei den verschiedenen Mustern explizit auch das Thema Vorlaufkosten. Die jeweiligen Inhaltsverzeichnisse kannst Du gerne vorab unter www.uvis-verlag.de/uv5100.htm einsehen.

Viel Erfolg bei deinen weiteren Bemühungen.
MfG Jürgen Arnold - Autor
uvis-beratung
 
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