Kleingewerbe und Handwerkskammer

Diskussion zum Kleingewerbe und zum Nebenerwerb, Vor- und Nachteile, Hinzuverdienst, Minijob, etc.
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maweb_
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Kleingewerbe und Handwerkskammer

Beitrag von maweb_ » 23.05.2020, 12:18

Hi zusammen,

da ich im Netz keine ausreichenden Infos bzw. sehr unterschiedliche Aussagen dazu finde such ich bei euch mal Hilfe.

Ich arbeite hauptberuflich und in Vollzeit in der Telekommunikationstechnik und will seit langer Zeit schon ein kleines Nebengewerbe/Kleingewerbe nebenbei haben, da mir Grafikdesign etc. viel Spaß bringt.

Ich habe letzte Woche online mein Kleingewerbe korrekt angemeldet, glaube ich zumindest.
Hier die einzelnen Steps: imgur.com/a/had8pon Sollte eigentlich alles soweit korrekt sein. Die Anmeldung hat 36€ gekostet, alles im Rahmen!

Nun kam gestern Post von der örtlichen Handwerkskammer und schreibt in der Überschrift: "Selbstständige Ausübung des zulassungsfreien Handwerks: Fotograf". Lange Rede kurzer Sinn: Einmalige Gebühr von 150€ für Eintragung bei der Handwerkskammer + Jährliche Kosten..
Naja so hab ich mir das mit einem Kleingewerbe nicht vorgestellt.

Hab ich da was falsch gemacht?

VG

hausrocker
Beiträge: 2
Registriert: 11.10.2020, 20:41

Re: Kleingewerbe und Handwerkskammer

Beitrag von hausrocker » 11.10.2020, 20:55

Du hast denke ich nichts falsch gemacht, die wollen halt überall Geld abholen, wo es nur geht.
Und pauschal sind für die erst mal alle pauschal Zahler.

Das hier:
㤠113 Handwerksordnung
(1) Die durch die Errichtung und Tätigkeit der Handwerkskammer entstehenden Kosten werden, soweit sie nicht anderweitig gedeckt sind, von den Inhabern eines Betriebs eines Handwerks und eines handwerksähnlichen Gewerbes sowie den Mitgliedern der Handwerkskammer nach § 90 Abs. 3 nach einem von der Handwerkskammer mit Genehmigung der obersten Landesbehörde festgesetzten Beitragsmaßstab getragen.
(2) Die Handwerkskammer kann als Beiträge auch Grundbeiträge, Zusatzbeiträge und außerdem Sonderbeiträge erheben. Die Beiträge können nach der Leistungskraft der beitragspflichtigen Kammerzugehörigen gestaffelt werden. Soweit die Handwerkskammer Beiträge nach dem Gewerbesteuermessbetrag, Gewerbeertrag oder Gewinn aus Gewerbebetrieb bemisst, richtet sich die Zulässigkeit der Mitteilung der hierfür erforderlichen Besteuerungsgrundlagen durch die Finanzbehörden für die Beitragsbemessung nach § 31 der Abgabenordnung. Personen, die nach § 90 Abs. 3 Mitglied der Handwerkskammer sind und deren Gewerbeertrag nach dem Gewerbesteuergesetz oder, soweit für das Bemessungsjahr ein Gewerbesteuermessbetrag nicht festgesetzt wird, deren nach dem Einkommen- oder Körperschaftsteuergesetz ermittelter Gewinn aus Gewerbebetrieb 5.200 Euro nicht übersteigt, sind vom Beitrag befreit. (…)“

Dürfte aber wohl für dich als Hinweis ausreichen, um dich befreien zu lassen. Ist natürlich auch schön Aufwand. Nicht die müssen dir beweisen, dass du genug verdienst mit dem Gewerbe sondern du, dass du es nicht tust.

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