Nachhilfeunterricht

Diskussion zum Kleingewerbe und zum Nebenerwerb, Vor- und Nachteile, Hinzuverdienst, Minijob, etc.
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Matheass
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Nachhilfeunterricht

Beitrag von Matheass » 20.10.2015, 12:17

Hallo,

zur Zeit habe ich keine Einnahmen und lebe von meinen Ersparnissen. Ich arbeite an einem privaten Projekt mit dem Ziel, durch dieses in Zukunft meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Parallel dazu möchte ich jetzt einen Teil meiner Zeit aufbringen um etwas Geld zu verdienen. Dabei möchte ich unterhalb der Steuerfreigrenze operieren.

Als ideal erscheint mir Nachhilfeunterricht anzubieten, den ich bei mir zu Hause geben möchte.

Meine Recherche ergab jetzt leider, dass ich als selbständiger Lehrer, wohl Rentenversicherungspflichtig bin:

https://sozialversicherung-kompetent.de ... .html#null

In dem Text steht aber auch, dass die Versicherungspflicht bei einer geringfügigen Tätigkeit entfällt. D.h. max. 450€ pro Monat. Benötige ich für diese Befreiung einen Antrag oder bedeutet es, dass ich mich gar nicht bei der Rentenkasse melden muss?

FrankenFrank
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Re: Nachhilfeunterricht

Beitrag von FrankenFrank » 06.11.2015, 11:29

Hallo!

Ich sehe, dass bis jetzt noch niemand auf deinen Beitrag geantwortet hat. Vielleicht kann ich dir helfen. Ich habe auch mal Nachhilfe gegeben, um die Zwischenzeit zwischen Studium und Berufseinstieg zu überbrücken. Zwar habe ich nicht als Selbstständige von Zuhause aus unterrichtet, sondern war als Honorarkraft beim Studienkreis angestellt, aber dennoch hat das fürs Amt auch als selbstständige Tätigkeit gegolten. Ähnlich wie du habe ich auch unter 450 Euro verdient. Zusätzlich hatte ich noch einen weiteren Nebenjob auf 450 Euro Basis, bin aber dennoch höchstens auf 500 Euro gekommen. Auf jeden Fall war ich beim Amt als Selbstständige gemeldet. Ich musste weder Steuern zahlen noch war ich dazu verpflichtet, in die Rentenversicherung einzubezahlen. Dafür habe ich einfach noch zu wenig verdient. Ich hatte damals auch bei der Rentenversicherung angerufen und die hatten mir gesagt, dass ich mich freiwillig rentenversichern kann, aber dass das nicht zwingend notwendig ist, solange ich so wenig verdiene. Von daher denke ich, du musst dir um die Rentenversicherung erst gedanken machen, wenn du einen festen Job hast oder als Selbstständige im Jahr auf mehr als 17.000 Euro kommst (Ich glaube das ist die Grenze für Kleinunternehmer).

Nachhilfetraum
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Registriert: 29.12.2018, 12:41

Re: Nachhilfeunterricht

Beitrag von Nachhilfetraum » 29.12.2018, 12:59

Hallo,

auch ich würde mich gerne mit Nachhilfe über Wasser halten. Die meisten Institute bieten ihre Stellen leider nur als Honorarkraft an. Das hat mich bisher immer davon abgehalten, weiter darüber nachzudenken. Denn laut Seite der Rentenversicherung wäre man dann ja auch rentenversicherungspflichtig (ich bin etwas verwundert, dass man offenbar auch mit 500 Euro Einkommen ohne Rentenversicherung davon kommen kann / konnte?).
Zum Glück wird zumindest für die Krankenkasse das fikitive Einkommen von 2.284 € auf 1.038 € gesenkt*, so dass der Beitrag hierfür wenigstens "nur" noch 160 € sind.
Leider gilt für die Rentenversicherung ja auch 2019 immer noch das Mondgehalt von über 3.000 €, weshalb der Regelsatz immer noch 570 € wären. (Oder ändert sich das auch?)
Wenn ich also jetzt mit Nachhilfe geschätzt rund 1.000 € einnehme, dann wären für Krankenkasse und Rentenversicherung schon mal 730 € weg. :lol:

Jetzt habe ich aber auch gelesen, dass man bei der Rente auch den 'einkommensgerechten Beitrag' wählen/beantragen kann. Gibt es dazu irgendwelche Hürden? Auf der Rentenseite steht ja, dass man den Beitrag bei einem "abweichenden Einkommen" wählen kann. Nur von was sollte Einkommen abweichen? Etwa von der Bezugsgröße 3.045 €? Dass man genau diese Zahl trifft, ist ja doch eher unwahrscheinlich.

Könnte ich also mit 1.000 € Einkommen auf 186 € Rentenbeitrag (18,6 % vom tatsächlichen Einkommen) und 159 € Krankenversicherung (15,3 % von Mindestgehalt 1.038,33 €) kommen? Das wären zwar auch schon 345 €, aber immerhin keine 730 €.

Eigentlich wollte ich die Hotline der Rentenversicherung anrufen, aber die scheint aus dem Ausland nicht zu funktionieren. Vielleicht weiß aber jemand hier mehr dazu?

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