UG - Mehrere Gründer in Eigenverantwortung?

Diskussion zum Kleingewerbe und zum Nebenerwerb, Vor- und Nachteile, Hinzuverdienst, Minijob, etc.
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Vinner
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UG - Mehrere Gründer in Eigenverantwortung?

Beitrag von Vinner » 25.07.2019, 15:24

Moin zusammen,

vielen Dank vorab für die freundliche Aufnahme. Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Existenzgründung. Nun bietet sich eine Möglichkeit und schon gibt es ein Problem, wo ich auf euren Erfahrungsschatz zurückgreifen möchte.

Seit vielen Jahren wird bei uns wöchentlich in lockerer Runde gegrillt. Anfang des Jahres gab ich diesem Treiben einen Rahmen: Ein Grillteam wurde gegründet, Fester Name, Logo, Shirts, Internetseite - alles was dazu gehört. Zusammen traten wir bereits bei Events uns Meisterschaften an. Um die daraus resultierenden Anfragen bedienen zu können, unsere Leistung auch nach außen anzubieten darf es einer Rechtsform.
Vorgestellt habe ich meinen Plan, unsere Interessengemeinschaft in eine Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt umzuwandeln, um damit rechtskonform am Markt aggieren zu dürfen. Als Initiator würde ich mich gern auch als Geschäftsführer einsetzen. Allein aus dem Hintergrund, dass ich als Betriebswirt die "Regeln der Kunst" von der Pike auf gelernt habe und auch der einzige wäre, der von Buchhaltung, Jahresabschluss, Bilanzierung, usw. eine gewisse Vorstellung hätte. Auch bin ich der einzige aus der jetzig-bestehenden Gruppe, der Kapital bereitstellen könnte/würde. "Gewinne" aus den Events würden zum Beispiel mittels Aushilfsverträge ausgeschüttet werden. Grundsätzlich würde diese Idee positiv aufgefasst. Ein Mitglied allerdings möchte unbedingt als 2. Geschäftsführer aggieren. Bringt allerdings weder Kapital noch Fähigkeiten mit um an irgendeiner Stelle zu unterstützen, noch kann der Umfang des Hintergrundgeschehens eingeschätzt werden. Dass ich mich damit unwohl fühle, ist hoffentlich nachvollziehbar.
Weil es ein sehr guter Freund ist, den ich schon aus der Sandkiste kenne, möchte ich Ihn trotzdem irgendwo mit einbinden, seine "Ideen" unterstützen und "das bisschen Haushalt" im Hintergrund über die UG mit abwickeln. Das ist ja eigentlich auch die Idee des Vorhabens. Wir als Team schaffen uns eine Spielwiese, um Geschäfte machen zu können. Nur hätte ich, weil mein Geld und meine Arbeitsleistung, gern die Hand drauf.
Lange Rede, kurzer Sinn: Habt ihr eine Idee, wie jeder zwar "sein Ding macht", aber wir trotzdem einen gemeinsamen Deckel haben? Wie wäre es zum Beispiel mit der Gründung einer Holding? UG als Mutter, und jeder mit seiner Idee als Tochter drunter gehängt? Ist der Verwaltungsaufwand verhältnismäßig, wenn es, überspitzt geschrieben, nur darum gehen soll, nebenberuflich nach Feierabend bei Tante Erna ein paar Würste zu drehen und für eine Aufwandsentschädigung eine Rechnung schreiben zu dürfen?

Wie würdet Ihr diese Problematik lösen?

Viele Grüße,

Vinner

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