Frage zur Limited

Wie gründe ich eine Limited? Limited-Provider und Agenturen. Vor- und Nachteile der Limited. Vergleich zu anderen Rechtsformen. FAQs
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Arne11
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Frage zur Limited

Beitrag von Arne11 » 10.01.2011, 11:01

Guten Tag,

ich würde eventuell gerne eine Limited gründen, nur habe ich dazu ein paar Fragen.

Ich würde gerne eine Rechtsform gründen, bei der ich offiziell nicht so viel verdiene bzw. mir mein monatliches Gehalt von der Rechtsform in einer gewünschten Höhe auszahlen lassen kann. Sollte die Limited mehr verdienen, so würde halt das Firmenkapital wachsen. Das Problem liegt bei meinem Arbeitgeber, der sagt, dass ich nicht mehr als einem gewissen Betrag verdienen soll.

Muss ich den Gewinn über die Limited über mich versteuern ? Sprich auf meiner EkSt-Erklärung taucht dann nur Gewinn auf, wenn ich Gehalt aus der Limited beziehe ?
Muss ich, sobald ich eine Limited gegründet habe, dies bei meinem Arbeitgeber angeben oder erst wenn ich Gehalt über diese Limited beziehe ?

Vielen Dank schon mal,

Arne

riese
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Re: Frage zur Limited

Beitrag von riese » 10.01.2011, 16:34

Hallo Arne,

wenn Du hauptberuflich irgendwo beschäftigt bist und da schon eine Lohnsteuerkarte der Klassen 1-5 hinterlegt hast, "darfst" Du Dir Dein Gehalt als Geschäftsführer oder Director einer Kapitalgesellschaft nach Steurklasse 6 versteuern. :( Der (nach Auszahlung des GF-Gehaltes verbleibende) Gewinn ist körperschaftssteuerpflichtig und belastet die Gesellschaft als steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgabe (zahlst Du nicht, sondern die Firma).

Ob Du das Deinem Arbeitgeber angeben musst, richtet sich nach dem Arbeitsvertrag. Aber wenn der AG Dir schon vorschreibt, was Du verdienen darfst, steht garantiert was von einem Nebentätigkeitsverbot oder einer Nebentätigkeitsgenehmigung im Arbeitsvertrag. :(

Gruß
Rainer

mgb-consulting

Re: Frage zur Limited

Beitrag von mgb-consulting » 10.01.2011, 18:01

Das Problem liegt bei meinem Arbeitgeber, der sagt, dass ich nicht mehr als einem gewissen Betrag verdienen soll.
Hallo ...

aus welchem Grunde?

MfG
MGB-Consulting

klangstabil
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Re: Frage zur Limited

Beitrag von klangstabil » 13.01.2011, 16:41

Hallo Arne,

....ich würde dir DRINGEND raten, eine UGh anstatt einer Ltd. zu gründen...:
Du bist als Geschäftsführer einer Ltd. genau so bei einer Insolvenzverschleppung auf deutschem Boden haftbar, wie bei einer UGh. Der einzige noch vorhandene Unterschied besteht noch bei der Rücklagenreglung (Gewinnvorbehalt bzw. Ansteuern der 25.000 Euro zu GmbH).

Angesichts der andauernd auftretenden Problemen mit der deutschen Rechtssprechung, Skepsis von Ämtern und vor allen den Scherereien mit Limited-Büros (siehe den Thread zum Thema "Empfehlung von Gründungsagentur") sowie den Folgekosten der folgenden Jahre, hast du das Geld für die Notarielle Eintragung etc. nach nicht mal einem Jahr wieder raus.
Glaub's mir...

Ich persönlich würde aus den genannten Gründen sicherlich keine Ltd. mehr gründen.

LG

celtus
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Re: Frage zur Limited

Beitrag von celtus » 02.02.2011, 20:04

Aber eine UGH ist auch keine Alternative, da schuetteln die Banker den Kopf in Fragen Kreditwuerdigkeit und jeder Leifernat wird auch nur gegen Vorkasse liefern. Bekoome in den letzten Wochen sogar den Eindruck, dass die Ltd eine hoehere Kreditwuerdigkeit hat als die UG. Natuerlich sind unseriouse und inmopetente Dienstleister ein stoerendes Problem. ABer die Herausforderung Spreu von Weizen zu trennen ist ueberall auf der Welt :?
klangstabil hat geschrieben:Hallo Arne,

....ich würde dir DRINGEND raten, eine UGh anstatt einer Ltd. zu gründen...:
Du bist als Geschäftsführer einer Ltd. genau so bei einer Insolvenzverschleppung auf deutschem Boden haftbar, wie bei einer UGh. Der einzige noch vorhandene Unterschied besteht noch bei der Rücklagenreglung (Gewinnvorbehalt bzw. Ansteuern der 25.000 Euro zu GmbH).

Angesichts der andauernd auftretenden Problemen mit der deutschen Rechtssprechung, Skepsis von Ämtern und vor allen den Scherereien mit Limited-Büros (siehe den Thread zum Thema "Empfehlung von Gründungsagentur") sowie den Folgekosten der folgenden Jahre, hast du das Geld für die Notarielle Eintragung etc. nach nicht mal einem Jahr wieder raus.
Glaub's mir...

Ich persönlich würde aus den genannten Gründen sicherlich keine Ltd. mehr gründen.

LG

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