Ein paar kleine Fragen zur UG

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sd_service
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Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von sd_service » 26.04.2009, 22:31

Hallo Community,

ich habe vor eine Unternehmergesellschaft zu gründen und habe noch ein paar kleine Fragen vorab.

1.) Wo ist der Unterschied zwischen Stammkapital und Eigenkapital ? Das Stammkapital muss ja zur Gründung einbezahlt werden. Ist das Eigenkapital nun dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Geldmittel sei es aus Privatdarlehn oder aus dem thesauriertem Gewinn?

2.) 25% des jährlichen Gewinns muss ja als Rücklage im Unternehmen bleiben. Muss dies sofort zur Aufstockung des Stammkapitals dienen (Muss dies sofort eingetragen werden?), oder verbleibt das Geld als Rücklage und wird bei Erreichung der 25.000 € Grenze in Stammkapital umgewandelt?

3.) Welcher Nachteil entsteht mir, wenn ich die UG mit 1 € Stammkapital gründe, und vorerst die Kosten durch private Darlehn decke?

4.) Wie kann ich schon vorhandene Ausstattung in die UG schaffen, ohne den Verdacht einer versteckten Sacheinlage?

Vielen Dank an euch im voraus !

C.Ahr
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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von C.Ahr » 27.04.2009, 13:10

hallo,

a) Stammkapital ist das, was bei der Gründung eingezahlt wird. Eigenkapital ist das Stammkapital ü (Gewinn-) Rücklagen. Bei der Gründung dürfte dies identisch sein. Dazu abzugrenzen ist Fremdkapital, bspw. Kredite. Darlehen des Eigentümers sind zwar Fremdkapital, werden im Falle einer Insolvenz aber nachrangig behandelt.

b) ich bin mir nicht sicher, was du damit genau meinst

c) die Insolvent. Zwar wurde das Gesetz leicht angepasst, so dass bei einer "guten Prognose" nicht sofort eine Insolvenz vorliegen muss, dennoch ist eine 1-€ Gründung nicht zweckmäßig. 500 € sollte man doch auftreiben können, oder? Das Geld ist ja nicht weg.

d) die UG kann nach der Bargründung die Dinge kaufen, notfalls auch auf Ziel. Die UG ist ja eine juristische Person. Allerdings darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass eine versteckte Gewinnausschüttung vorliegt. Die Dinge sollten also zu Marktpreisen transferiert werden, und die Werte per Beleg nachweisbar sein. Beispiel: ein Auto das für 400 € gekauft wurde, und kaum mehr durch den nächsten TÜV kommt, wird kaum an die UG für 5000 € zu verkaufen sein, ohne dass das Finanzamt Probleme macht.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Ahr

sd_service
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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von sd_service » 27.04.2009, 16:09

Hallo Herr Ahr,

vielen Dank für Ihre schnellen Antworten. Sie haben mir schon ein großes Stück weitergeholfen :).

Zur Frage 2:

Wann muss die Erhöung des Stammkapitals durch Gewinnrücklagen beim Handelsregister eingetragen werden?

Bspw. Die UG wird mit 500 € gegründet. Also ist sie ja eingetragen mit 500 € Stammkapital. Am Ende des Jahres wird nun 25 %, als Bsp. 5000 €, zurückgelegt. Dann hat ja eine Erhöung des Stammkapitals statt gefunden. Muss die UG nun mit einem Stammkapital von 5500 € im Handesregister eingetragen werden, oder geschieht dies nur auf "Wunsch"?


Zur Frage 3:

Warum liegt bei einer UG Gründung mit 1 € Stammkapital das Insolvenzrisiko so hoch, sofern sie vorerst über private Darlehn finanziert wird?


Mit freundlichen Grüßen

C.Ahr
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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von C.Ahr » 29.04.2009, 16:47

Hallo,
entschuldigung für die Verzögerung.

Zu Frage 2: dies habe ich selbst noch nicht gemacht. Soweit ich die gesetzliche Regelung verstanden habe wird in der Bilanz eine gesetzliche Gewinnrücklage gebildet. Diese dient zur Kapitalaufholung, um langfristig de Vorgesehenen 25.000 € zu erreichen - eine zeitliche Vorgabe bis wann das passiert sein muss gibt es allerdings nicht. Die Rücklage darf abgesehen zum Verlustausgleich nicht aufgelöst werden, eine Nichtbeachtung (bspw. Ausschüttung) würde zur Nichtigkeit des Jahresabschlusses führen.
Zwar kann man jederzeit das Stammkapital heraufsetzen, dies ist jedoch nicht erforderlich. Wenn bspw. werden in Ihrem Falle 5000 € zurückgelegt. Wenn Sie dies nicht eintragen, dann haben Sie weiterhin ein Stammkapital von 500 € und eine Rücklage von 5000, ihr gesamtes Eigenkapital beträgt dann 55000 €. Lassen Sie das eintragen, dann haben Sie 5500 € Stammkapital zzgl. 0 € Rücklagen, was ebenfalls ein Eigenkapital von 5500 € bedeutet. Stammkapital und Eigenkapital sind also Zweierlei. Falls Sie sich ein bisschen mit Aktien auskenne: lauten eine Aktie auf 5 €, wird aber für 50 € an die Börse gebracht, und 1.000.000 Aktien ausgegeben dann beträgt das gesamte Eigenkapital 50.000.000 €, wobei das Stammkapital 5.000.000 €Â  (bzw. gezeichnete Kapital)beträgt, und die Eigenkapitalrücklage 45.000.000.
Mit der Eintragung - diese ist freiwillig - des erreichten Mindeststammkapitals von 25.000 EUR entfällt die Verpflichtung zur Bildung der gesetzlichen Rücklage einerseits, andererseits kann die Gesellschaft in diesem Fall umfirmieren und den Zusatz „haftungsbeschränkt" streichen.Somit wird aus der UG (haftungsbeschränkt) das wesentlich schönere GmbH. Eine Verpflichtung zur Umfirmierung besteht nicht, man kann den Zusatz auch beibehalten.
Der Handelsregistereintrag kostet (wenn auch nicht viel) Geld. Fraglich ist, was der Mehrwert davon ist. Möglicherweise fühlt sich ein Lieferant besser wenn er dort statt 500 nun 5500 € als Stammkapital sieht.

Zu Frage 2:
Die Gesellschaft wäre überschuldet. Sie sind ja nicht die Gesellschaft, sie sind eine der Gesellschaft fremde Person (vereinfacht). Wenn die Gesellschaft über 1 € Kapital verfügt und 300 € Kredit von Ihnen bekommt, um damit Rechnungen zu begleichen, dann ist das ein sehr ungesundes Verhältnis.
Was wenn Sie nun das Geld zurückwollen? Die Gesellschaft hätte keine Chance, denn sie würde niemals einen Kredit bekommen. Streichen Sie für einen Moment, dass die Gesellschaft Ihnen gehört. Wenn ein Unternehmen nicht einmal die Gründungskosten aufbringen kann, dann ist es de facto insolvent von Beginn an, da eigentlich zahlungsunfähig. Ohne eine rechtliche Grundlage zur Hand zu haben bin ich mir sicher, dass die Gründungskosten aus dem EK bestritten werden können müssen. Dass es so nicht kommen wird, da Sie dahinterstehen, ist seht wahrscheinlich. Nehmen Sie einfach ein paar € in die Hand - dann gibt es das Problem nicht.

Mit besten Grüßen,
Christoph Ahr

sd_service
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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von sd_service » 29.04.2009, 17:05

Hallo Herr Ahr,

ich möchte Ihnen danken für die sehr umfangreiche Beantwortung meiner Fragen. Ich habe Ihren Rat beherzigt und das Stammkaptial erhöht. Am 07.05 ist es so weit, die UG wird gegründet.

Nochmals vielen Dank und ich freue mich schon sehr auf Ihren Gründungsratgeber ;).

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von oekonom » 29.04.2009, 17:09

Hallo und Entschuldigung, dass ich mich hier einfach in den Thread klinke.

Bzgl. der gesetzlichen Rücklage. Diese beträgt ja 25% des Jahresüberschusses. Kann ich diese Rücklage für weitere Investitionen nutzen? oder muss die auf dem Geschäftskonto zum Zinsatz von 0.35% vor sich hindümpeln?

Sprich: kann ich davon z.B. einen PC oder sonstiges kaufen oder ist das da untersagt?

riese
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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von riese » 30.04.2009, 06:45

Hallo Oekonom,
Kann ich diese Rücklage für weitere Investitionen nutzen? oder muss die auf dem Geschäftskonto zum Zinsatz von 0.35% vor sich hindümpeln?
die Rücklage besteht doch nur in einer buchmäßigen Ausweisung auf der Passivseite der Bilanz. Mit dem Bestand auf Deinem Bankkonto hat das nichts zu tun. Was da drauf ist, kannst Du auch für Investitionen ausgeben. Durch Ausgaben für Investitionen kannst Du auch nicht insolvent werden, weil es sich nicht um echte Ausgaben handelt, sondern Geldvermögen in Anlagevermögen getauscht wird. Durch den Kauf eines PC's wirst Du nicht ärmer und nicht reicher. :wink:

P.S.: Du solltest schleunigst einen Buchführungskurs belegen. Deine BWL-Kenntnisse scheinen mir ja so lückenhaft zu sein, dass Du zur selbständigen Führung eines Unternehmens z.Zt. gar nicht fähig bist.

Gruß
Rainer

oekonom
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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von oekonom » 30.04.2009, 11:23

Ich habe von verschiedenen Quellen unterschiedliche Aussagen gehört und wollte mir Klarheit verschaffen.

Wie Rücklagen zu behandeln sind und was sie darstellen habe ich schon im Studium gelernt.

Mir wurde aber von einer Stelle gesagt, dass die 25% des Jahresüberschusses in Form von Bankguthaben thesauriert werden müssen, deshalb fragte ich nach.
Was weiss ich, was sich die Bundesregierung immer einfallen lässt :-)

MaikZ
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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von MaikZ » 23.12.2011, 14:10

Hallo an die Leser(innen) im Forum!

ich würde das Thema gern erneut aufgreifen, da ich selbst heute versucht habe mich in das thema
einzulesen.. und duch mehrere Meinungen nun doch etwas verwirrt bin..

Buchungskonten hin oder her "Rainer" schreibt.. Die Rücklage ist nur ein Buchwert.. soweit ja okay!

aber was ist denn mit der Aussage, dass die Rücklage auch als Barwert tatsächlich vorhanden sein muss.
Liege ich mit meiner Meinung/Aussage falsch, dass man bei einer Stammkapitalerhöhung ( mal von der Buchung "Rücklage an Stammkapital" abgesehen ) den "Geldwert" auch nachweisen muss ?! z.b. als Kontoauszug ?!

oder denke ich gerade wieder zu kompliziert ?

Bei einer Gründung muss ich doch auch nachweisen, dass das Geld vorhanden / geflossen ist ?!
Wieso soll ich also den Buchwert bilden.. aber kein Geld ansammeln ? oder reicht denen der Jahresabschluss als Nachweis ?!

Eine andere Frage.. muss ich nun 25.000 EUR als Rücklage bilden um die GmbH zu firmieren.. oder das Mindestkapital von 10.000 EUR ? Hab gelesen..das man aus der UG keine Gewinne entnehmen kann
bevor nicht das Mindestkapital von 10TEUR erreicht ist.. gleichzeitig auch gelesen dass man
bei erreichen des Mindestkapital von 10TEUR in gmbH firmieren kann ?! ist das korrekt ?

letzte Frage.. was kostet die Erhöhung des Stammkapital, Wann ist Sie wirklich sinnvoll ?!




MfG Maik

riese
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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von riese » 26.12.2011, 21:25

Hallo Maik,
Maik2 hat geschrieben:aber was ist denn mit der Aussage, dass die Rücklage auch als Barwert tatsächlich vorhanden sein muss.
diese Aussage ist schlicht und ergreifend falsch. Lediglich das Stammkapital muss bei Gründung in Bar oder Kontenguthaben vorhanden sein. Danach gehört es zum Geschäftsalltag, Geld in Wertgegenstände umzusetzen, also eine Geschäftsausstattung, Maschinen etc. zu kaufen, damit der Laden überhaupt laufen und selbst Geld erwirtschaften kann. Ein eklatanter Fehler ist, das benötigte Stammkapital zu niedrig zu bemessen und hinterher Geld in Form von Privatdarlehen in die Firma zu pumpen, denn das ist dann Fremdkapital und schwächt die Bonität des Unternehmens.
Maik2 hat geschrieben:Eine andere Frage.. muss ich nun 25.000 EUR als Rücklage bilden um die GmbH zu firmieren.. oder das Mindestkapital von 10.000 EUR ? Hab gelesen..das man aus der UG keine Gewinne entnehmen kann
bevor nicht das Mindestkapital von 10TEUR erreicht ist.. gleichzeitig auch gelesen dass man
bei erreichen des Mindestkapital von 10TEUR in gmbH firmieren kann ?! ist das korrekt ?
Es sind nicht 10000,00 €, sondern 25000,00 €, die vorhanden sein müssen, um eine UG in eine GmbH umzuwandeln. Eine Gewinnentnahme ist auch bei einer UG möglich (75%, nur nicht 100%, weil ja 25% in die Rücklage müssen), aber nur sinnvoll, wenn Geschäftsführer und Gesellschafter 2 verschiedene Personen sind, da entnommene Gewinne doppelt besteuert werden - einmal der Gewinn bei der Gesellschaft mit der Körperschaftssteuer und einmal der Gesellschafter mit Einkünften aus Kapitalvermögen (Einkommensteuer). Der Geschäftsführer einer Ein-Mann-Gesellschaft setzt sich lieber ein hohes Gehalt fest und verbucht das als Betriebsausgabe, um möglichst keinen oder einen niedrigen Gewinn zu erzielen.

Ich merke, Du verwechselst Buchführung mit einer Kassenführung. Auch Du solltest einen Buchführungskurs belegen oder Dir Fachliteratur verschaffen, um die Zusammenhänge zu verstehen. Zumal die Buchführungspflicht später zu den wichtigsten Geschäftsführerpflichten gehört.

Gruß
Rainer

MaikZ
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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von MaikZ » 04.01.2012, 16:43

riese hat geschrieben:Du verwechselst Buchführung mit einer Kassenführung
Naja es ging mir eher um die Frage, der Stammkapitalerhöhung..
MaikZ hat geschrieben:letzte Frage.. was kostet die Erhöhung des Stammkapital, Wann ist Sie wirklich sinnvoll ?!
Am Anfang muss ich es dem Notar "nachweisen" mit einer Quittung..

wenn ich es jetzt erhöhe, reicht es einfach nur wenn ich es entsprechend buche und an das Handelsregister melde ?
ich muss niemanden ein tatsächliches Guthaben nachweisen ?! kein Notar dieses mit Nachweis berurkunden lassen ?

Das ist halt der Punkt der mich etwas "verwirrt" weil er in Fachliteratur nicht erklärt wird
und die meisten Steuerberater einfach mal keine "Ahnung" haben von UG/GmbH Recht.

riese
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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von riese » 04.01.2012, 21:00

Hallo Maik,
ich muss niemanden ein tatsächliches Guthaben nachweisen ?! kein Notar dieses mit Nachweis berurkunden lassen ?
"Guthaben" muss nicht Geld sein. Es kann auch eine Maschine oder ein Lagervorrat sein, der einen bestimmten Wert hat. Nur bei der UG gibt es die Sonderregelung, dass nicht von vornherein als Stammkapital Gegenstände eingelegt werden dürfen. Am Tagh nach der Gründung kannst Du Dir vom Kontenguthaben "Produktionsmittel" kaufen.

Gruß
Rainer

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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von kwmaster » 05.01.2012, 05:20

Wie sieht es denn dann aus mit Abschreibungen?

Bspw habe ich 1000,-EUR Gewinn gemacht und bilde hiervon eine Rücklage von 1000,-EUR
Nun kaufe ich von dem Geld auf dem Konto einen PC für 1000,-EUR.

Diesen schreibe ich auf 3 Jahre ab - also 333,-EUR / Jahr

Wenn ich in diesem Jahr 0,-EUR Gewinn mache, veringert sich doch meine Rücklauge auf 666,-EUR - richtig?

Gruß

Kai

riese
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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von riese » 05.01.2012, 13:47

Hallo Kai,

auch Du scheinst von Buchführung keine Ahnung zu haben und weißt nicht, wie eine Bilanz aussieht.

Die Umbuchung des Jahresgewinns in die Rücklage ist ein Passivtausch; es wird von einem Konto auf der Passivseite auf ein anderes umgebucht.

Die Anschaffung des PC ist ein Aktivtausch, also eine Umbuchung zwischen 2 Aktivkonten. Hier wird der Bankkontobestand gemindert und der Anlagekontobestand entsprechend erhöht.

Die Abschreibung ist eine (negative) Erfolgsbuchung. Der Anlagebestand mindert sich und der Erfolg (Gewinn) ebenfalls.

Du solltest mal einen Buchhaltungskurs besuchen oder Dir das notwendige Grundwissen auf andere Weise aneignen - etwa durch den Haufe-Taschenguide. Sich als Laie in Buchhaltung zum Geschäftsführer bestellen zu lassen ist fast das gleiche, als wenn sich ein Analphabet als Schriftsteller betätigen will. :lol:

Gruß
Rainer

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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von MaikZ » 09.01.2012, 18:11

Hallo nochmal..

anhand der Ausführungen bekomme ich den Eindruck, als ob "Rainer"ein allwissender "Steuerfanatiker" bzw. "Buchhaltungsfanatiker" ist :)

deswegen stelle ich mal konkrete Fragen und hoffe auf eine "direkte" Antwort.

a) Welchen Nachweis muss ich bei einer Stammkapitalerhöhung erbringen ?
b) reicht es, wenn ich die Stammkapitalerhöhung buche und dem Handelsregister dieses melde,
oder muss ich dieses durch einen Notar beauftragen/beurkunden lassen?
c) Welche Konten kann ich denn grundsätzlich gegen "Stammkapital" buchen ?!

(d) Beispiel: Wenn ich jetzt für 20.000 EUR ein Fahrzeug einbringe, wann und wie kann ich dieses dann als "Stammkapital" umbuchen ?! Bzw. gibt es da als UG irgendwelche Sachen die ich berücksichtigen muss.

riese
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Re: Ein paar kleine Fragen zur UG

Beitrag von riese » 09.01.2012, 23:08

Hallo Maik,
MaikZ hat geschrieben:anhand der Ausführungen bekomme ich den Eindruck, als ob "Rainer"ein allwissender "Steuerfanatiker" bzw. "Buchhaltungsfanatiker" ist :)
um Steuern geht es hier nicht, sondern um ein buchhalterisches Grundwissen, das erforderlich ist, um die Zusammenhänge überhaupt zu verstehen. Wer die Funktionsweise eines Viertakt-Motors nicht kennt, kann auch nicht verstehen, was ein Zündaussetzer ist oder warum er den Motor soeben abgewürgt hat.
MaikZ hat geschrieben:a) Welchen Nachweis muss ich bei einer Stammkapitalerhöhung erbringen ?
b) reicht es, wenn ich die Stammkapitalerhöhung buche und dem Handelsregister dieses melde,
oder muss ich dieses durch einen Notar beauftragen/beurkunden lassen?
Was nicht von einem Notar kommt, nehmen die beim Handelsregister gar nicht erst an. Seit geraumer Zeit ist eine Übermittlung in Papierform schon gar nicht mehr möglich und muss über ein Verschlüsselungsprogramm online erfolgen, über das nur ein Notar verfügt. :cry:
MaikZ hat geschrieben:c) Welche Konten kann ich denn grundsätzlich gegen "Stammkapital" buchen ?!
Bei der UG nur Finanzkonten, solange auch durch die Erhöhung die 25000-Grenze nicht erreicht wird.
MaikZ hat geschrieben:Beispiel: Wenn ich jetzt für 20.000 EUR ein Fahrzeug einbringe, wann und wie kann ich dieses dann als "Stammkapital" umbuchen ?! Bzw. gibt es da als UG irgendwelche Sachen die ich berücksichtigen muss.
Wenn bereits 5000,00 € Stammkapital vorhanden sind, ist die Erhöhung durch Sacheinlage möglich, weil die UG dadurch zur GmbH würde (unabhängig davon, ob die Umschreibung auch zeitgleich beantragt wird). Der Buchungssatz wäre dann Anlagekonto an Stammkapital.
Liegt das bisherige Stammkapital aber unter 5000,00 €, ist die Erhöhung auf 25000,00 € durch Sacheinlage nicht möglich. Die Sacheinlage wäre dann Anlagekonto an Kapitalrücklage zu buchen. Eine Anmeldung zum Handelsregister ist dafür nicht nötig.

Gruß
Rainer

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