Stammkapital und Gründungskosten

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approach
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Stammkapital und Gründungskosten

Beitrag von approach » 15.09.2013, 20:35

Hi@all

wie geht man mit dem Stammkapital um? Darf man die Gründungskosten von dem Stammkapital bezahlen (Handelsregisteranmeldung usw.)?

StartUP-Helfer
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Re: Stammkapital und Gründungskosten

Beitrag von StartUP-Helfer » 16.09.2013, 05:40

Guten Morgen,

ja das darf man.

Lieben Gruß, Patrick

riese
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Re: Stammkapital und Gründungskosten

Beitrag von riese » 16.09.2013, 08:29

Hallo approach,

wenn Du vom Notar nach Hause kommst, bastelst Du Dir zunächst eine Eröffnungsbilanz. Da steht dann drin:

Aktiva: Bankkonto
Passiva: Stammkapital

Der Notar will das Geld ja nicht cash auf die Hand haben. Das Registergericht auch nicht. Die schicken Dir in den nächsten Tagen oder Wochen Rechnungen. Und die kannst Du vom Bankkonto bezahlen.

Theoretisch kann es Dir passieren, dass Du in der Bilanz unter "Eigenkapital" einen niedrigeren Betrag stehen hast als das Stammkapital. Unter "Gewinn-/Verlustvortrag" würde in solchen Fällen ein negativer Betrag stehen. Das Stammkapital bleibt unverändert.

Wie sind denn Deine Buchhaltungskenntnisse? Evtl. solltest Du einen VHS-Kurs besuchen.

Gruß
Rainer

approach
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Re: Stammkapital und Gründungskosten

Beitrag von approach » 16.09.2013, 12:24

Also von der Buchhaltung, habe ich bereits Grundkenntnisse. Will den Bereich aber sowieso outsourcen.

Will nur den Teil mit dem Stammkapital verstehen. Weil man ja in der Gründungsphase ja kein Zugriff auf das Geschäftskonto hat. Wie soll man also, die Rechnung begleichen von der Stammeinlage. :D

riese
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Re: Stammkapital und Gründungskosten

Beitrag von riese » 17.09.2013, 08:31

Hallo approach,
approach hat geschrieben:Weil man ja in der Gründungsphase ja kein Zugriff auf das Geschäftskonto hat. Wie soll man also, die Rechnung begleichen von der Stammeinlage.
den Zugriff hast Du sofort, nachdem der Notar den 1. Kontoauszug mit der Gutschrift des Stammkapitals begutachtet hat. Und der will auch nicht sofort Cash auf die Hand haben wie ein Friseur, sondern schickt Dir eine Rechnung. Das dauert so 2-4 Wochen.
approach hat geschrieben:Will den Bereich aber sowieso outsourcen.
Als Einzelunternehmer kannst Du Dich getrost auf Deinen Steuerberater verlassen. Hier kann auch nur ein Steuerschaden entstehen und gegen den ist er versichert.
Als Geschäftsführer bist Du jedoch nach den §41 ff. GmbHG für die ordnungsgemäße Buchhaltung verantwortlich. Der Verantwortung dafür kannst Du Dich auch nicht entziehen, indem Du einen Dritten mit der Aufgabe betraust, denn dann musst Du in der Lage sein, die Leistung des Steuerberaters zu kontrollieren. Besondere Bedeutung kommt der Buchführung auch für die Einhaltung der Vorschriften der Insolvenzordnung zu. Monatliches Belegesammeln, monatliche BWA und nur einmal im Jahr ein Bilanzdruck reicht nicht aus. Du musst mindestens alle 21 Tage einmal auf Deine OP und auf Deine aktuelle Bilanz schauen, um festzustellen, ob eine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit vorliegt bzw. droht. Es gehört auch nicht zu den Aufgaben eines Steuerberaters, Dich diesbezüglich rechtzeitig zu warnen, denn bei der Insolvenzordnung handelt es sich nicht um eine steuerrechtliche Vorschrift. Ferner solltest Du immer in der Lage sein, einer möglichen Insolvenzanmeldung gleich eine aktuelle Bilanz mit Inventar beizufügen, um einer Aufforderung zum Offenbarungseid zu entgehen. Wenn Du aber plötzlich das Geld fehlt, um den Steuerberater zu bezahlen...

Insofern ist das immer ein zweischneidiges Schwert, als GmbH die Buchhaltung outzusourcen.

Gruß
Rainer

mariamarry
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Re: Stammkapital und Gründungskosten

Beitrag von mariamarry » 23.11.2013, 14:46

Ich haenge meine Frage hier hinten an...
Betrifft eigentlich die richtige GmbH, nur ist mir nicht klar, wann man nach der Einzahlung von 12500.- den Rest einzahlt ???? Gibt es hierzu ein Gesetz oder schreibt der Notar das dann einfach in den GmbH Vertrag ?

riese
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Re: Stammkapital und Gründungskosten

Beitrag von riese » 25.11.2013, 20:56

Hallo Mariamarry,

da gibt es auch keine Frist. Solange die GmbH mit den 12.500,00 € auskommt, ist alles o.k. Nachschießen musst Du nur, wenn das vorhandene Kapital nicht reicht, um die bestehenden Verbindlichkeiten zu erfüllen.

Gruß
Rainer

mariamarry
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Re: Stammkapital und Gründungskosten

Beitrag von mariamarry » 05.12.2013, 02:50

Gut. Danke

miromayor
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Re: Stammkapital und Gründungskosten

Beitrag von miromayor » 27.05.2014, 10:20

Ja du kannst die Kosten vom Stammkapital einzahlen...

frank47
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Re: Stammkapital und Gründungskosten

Beitrag von frank47 » 30.11.2015, 23:42

Wichtig: man kann auch mit den 12.500 eine GmbH gründen aber haftet mit den üblichen 25.000

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