Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter

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seb
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Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter

Beitrag von seb » 28.10.2011, 14:08

Hallo,

ich habe einmal eine Frage zum bezahlen von rechnungen die auf die Frima lauten.

Ich habe jetzt z.B. eine eine Rechnung bekommen die auf die Firma lautet.
Ich würde diese Rechnung gerne vom Privatkonto zahlen und etwas (Bsp. 1 Monat)später dann diese Rechnung bezahlen, indem ich Geld vom Firmenkonto auf mein Privatkonto zahle.

Ich hatte diesen Fall schon einmal bei der Zahlung der Notarkosten, da die eröffnung des Geschäftskontos einige Tage gedauert hat. Und da war es kein Problem.

Meine eigentliche Frage ist, könnte ich dieses Verhalten mehrmals machen in der Gründungsphase, also z.B. monatlich 3-5 Rechnungen erstmal über Privatkonto zu zahlen um Liquidität des Geschäfts zu schonen? Und dann aber wirklich maximal 1 Monat später vom Firmnenkonto aufs Privatkonto zu zahlen.
Also es soll nicht so sein das die Rechnung dann Jahrelang "offen" ist.

Gibt es irgendwelche Probleme oder irgendwann einmal Probleme wenn ich das mache?

mgb-consulting

Re: Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter

Beitrag von mgb-consulting » 28.10.2011, 16:30

Hallo ...

warum geben Sie der Firma kein Darlehen, zahlen dieses auf das Konto ein und überweisen ganz "normal" vom Firmenkonto... wäre das nicht einfacher, als rechnungsbezogen hin- und her zu buchen?

MfG
MGB-Consulting

seb
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Re: Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter

Beitrag von seb » 28.10.2011, 17:20

Sorry, das hatte ich vergessen oben zu erwähnen.

Genau das war bislang meine Idee die ich eigentlich machen wollte.
Dazu habe ich auch einen Darlehensvertrag vorbereitet in dem ich alles so gemacht habe das die UG die Raten im Falle von Zahlungschwierigkeiten ohne Zusätzliche Kosten Stunden darf. Zudem sind die Zinsen und alles weitere optimal angepasst, und sondertilgungen jederzeit ohne zusatzkosten möglich, also alles vorbereitet.

Meine Probleme dabei sind folgende:
Ich weiß anfangs leider nicht genau wieviel Geld ich der UG per Darlehen leihen muss.
Das kann zwischen 1.000 und 10.000 Euro sein. Das Geld hätte ich auch aber ich möchte halt auch nur soviel einbringen wie ich wirklich am Ende benötige, da ich mir sonst zu hohe Zinsen zurückzahlen muss und ich auch jetzt noch nicht wissen kann ob das so gut ist für die UG.
Also ich möchte es nicht unbedingt aber wenn es nicht anders geht würde ich es machen.

Als nächstes kommt bei dem Darlehen hinzu das ich nicht weiß wie lang ich es brauche es kann sein das ich es in 2 Monaten nicht mehr benötige (und davon gehe ich aus) und habe deshalb auch die kostenlose Sondertilgung im Vertrag aufgenommen.
Wenn es nun nur 2 Monate gebraucht wird muss ich es dann nämlich innerhalb dieser kurzen Zeit mit den Zinsen zurück zahlen und wie gesagt weiß ich nicht ob das dann der UG gut tut.

Ich möchte sowas einfach komplett ausschließen wenn es geht, da ich nun auf die Idee gebracht wurde mit der Bezahlung über Privatkonto.

EDIT:

Ich habe die Lösung bzgl. des Darlehens gerade gefunden, einfach sehr kurze Laufzeit = Wenig Zinsen zu bezahlen und Stundung wäre möglich im Falle das das Geld länger benötigt wird.

Aber trotzdem lieber wäre mir die Zahlung über Privat.

Kennt sich da sjemand aus?

riese
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Re: Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter

Beitrag von riese » 01.11.2011, 23:02

Hallo Seb,

Du kannst jeden, der für die Firma privat Beträge vorlegt, als Kreditor anlegen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Geschäftsführer, Gesellschafter oder normaler Angestellter ist. Die Belege legt er der Buchhaltung vor, sie werden Aufwandskonto an Kreditor verbucht und das Geld wird vom Firmen- auf das Privatkonto überwiesen.

Es gibt Kosten, die nur bar entrichtet werden können und die in Ermangelung einer Firmenkasse nur Privatpersonen vorstrecken können. Dazu zählen z.B. Briefmarken bei der Post, Parkgebühren oder der Einkauf in einem Schreibwarengeschäft.

Kreditverträge sollte man hiervon strikt trennen, um jegliche Vermögensvermischung zu unterbinden.

Gruß
Rainer

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