Kopfsache: von Mitarbeitern unter Druck setzen lassen

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maxibaum
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Kopfsache: von Mitarbeitern unter Druck setzen lassen

Beitrag von maxibaum » 18.03.2019, 09:12

Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem und hoffe, hier Hilfe zu finden.

Ich habe in den letzten 6 Jahre mein Unternehmen aufgebaut und habe jetzt 11 Mitarbeiterinnen. Jetzt haben sich meine Aufgaben natürlich geändert und ich habe es zum Glück geschafft, mich komplett aus dem Tagesgeschäft rauszuziehen – soll heißen, theoretisch müsste ich nur 1 bis 2 Mal die Woche ins Büro gehen um meine Aufgaben (Buchführung, strategische Telefonate usw.) zu erledigen.

Jetzt das Problem: seitdem ich so viele Mitarbeiter habe, schaffe ich es überhaupt nicht mehr abzuschalten. Ich bin wie in einem Strudel, aus dem ich nicht mehr richtig rauskomme. Jedes Mal, wenn ich aus dem Büro gehe habe ich für mich das Problem, dass ich denken, dass die Mitarbeiter jetzt von mir denken, der Chef arbeitet nichts und die Mitarbeiter arbeiten, damit mir es gut geht. Ich denke immer; die Mitarbeiterinnen denken, wenn ich nicht im Büro bin mache ich nichts und sie verdienen mein Geld. Dann habe ich Angst, dass sie unzufrieden werden und vielleicht irgendwann kündigen bzw. ihre Arbeit nicht mehr gut machen. Eigentlich weiß ich, dass diese Angst eigentlich unbegründet ist, wahrscheinlich sind sie froh, wenn der Chef nicht da ist, aber wie schaffe ich das für mich auch wirklich zu verstehen.

Außerdem sagt mir mein Kopf immer (Wenn ich draußen oder spazieren bin), ich muss im Büro vor dem PC sitzen, um zu arbeiten mind. von 8:00 bis 20:00 Uhr. Dabei bin ich wesentlich kreativer und habe bessere Ideen, wenn ich einfach mal 1 bis 3 Stunden am Tag mit dem Hund draußen laufe usw. Ich arbeite nicht mehr im Tagesgeschäft und könnte mir die Zeit locker nehmen, aber irgendwie sagt mein Kopf mir, dass es falsch ist (und ich bekomme ein schlechtes Gefühl). Wie kann man ein solches Problem löschen? Ich weiß eigentlich, dass es dem Unternehmen viel mehr bringt, wenn ich draußen bin und neue Ideen entwickeln, aber mein Kopf sagt, dass ARBEITEN NUR vor dem PC ist und ich hier lieber Listen anschauen und Sachen eintragen soll.

Ich weiß theoretisch selbst, dass ich der Chef bin und machen kann, was ich will. Die Firma läuft so gut, dass ich höchsten ein paar Stunden im Büro sein müsste. Dennoch arbeite ich über 12h am Tag, zu Hause im Homeoffice, beim spazieren gehen mit dem Hund usw. aber ich selbst habe immer noch den vertaubten Gedanken, dass man nur arbeitet, wenn man am Schreibtisch sitzt. Ja und dieser Gedanke gepaart mit den Mitarbeitern macht mich echt fertig.

Wo ich noch selbstständig war und alles alleine gemacht habe, hatte ich dieses Problem nicht. Ich bin einfach mal um 14 Uhr mit dem Hund 1 Stunde spazieren gegangen oder habe sonst was gemacht. Ich habe morgens lange gefrühstückt und habe meinen Tag einfach viel freier gelebt – mir fehlt dieses Gefühl total.

Ich hoffe ich finde hier jemanden, dem es ähnlich ging und der mir ggf. ein paar Tipps geben kann?

BigInvest
Beiträge: 6
Registriert: 03.11.2013, 12:51

Re: Kopfsache: von Mitarbeitern unter Druck setzen lassen

Beitrag von BigInvest » 11.04.2019, 13:29

Das hört sich nach einer ziemlichen Blockade von deiner Seite aus an.
Du weißt ja eigentlich selbst, dass du dir den Druck selber machst und es für alle Beteiligten besser wäre, du würdest weniger Zeit im Büro verbringen.
Es scheint aber so, als ob du dir selbst im Moment nicht wirklich weiterhelfen kannst.
Eventuell solltest du dir mal überlegen dir professionelle Hilfe zu suchen um dahinter zu kommen warum du dir selbst so im Weg stehst.

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