Agio (Aufgeld) bei GmbH-Anteilen

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Martin S
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Registriert: 05.06.2008, 15:42

Agio (Aufgeld) bei GmbH-Anteilen

Beitrag von Martin S » 05.06.2008, 16:04

Ich möchte demnächst für ein größeres, langjähriges und erfolgversprechendes Projekt eine GmbH gründen. Ich werde wohl demnächst eine Rechtsberatung einholen, würde mich aber zuvor gerne über kompetente Kollegen aus diesem Forum informieren. Dazu kurz meine Vorstellung - in der Hoffnung, dass ich auf Fehler oder Risiken in meiner Planung hingewiesen werde.

Ich möchte in einem ersten Schritt eine 25.000€ GmbH gründen, von der ich 10% an strategische Partner vergebe (Netzwerk aus Vertriebs- und Pressespezialisten, die einschlägige Leistungen mit übernehmen werden) und 20% an Finanzinvestoren (vermutlich Privatpersonen oder Firmen, die Interesse haben). Von den Finanzivestoren möchte ich ein Agio verlangen, das ungefähr beim 50fachen der Einlage liegen wird.

Dabei stellen sich mir die folgenden Fragen:

1) Gibt es eine Agio-Modell für GmbH-Einlagen? Ist das üblich?

2) Kann man das Agio nur von einem bestimmten Kreis der Gesellschafter verlangen (in diesem Fall den Finanzinvestoren) oder müsste es dann gleichermaßen von allen gezahlt werden?

3) Damit die Finanzinvestoren eine vernünftige und attraktive Kapitalrendite erhalten, müsste das Agio bei Firmenerfolg bis zu einem gewissen Grad vorrangig "verzinst" werden (beispielsweise 6%-9%) und danach die Gesellschafter-Ausschüttungen entsprechend der tatsächlichen Anteile vorgenommen werden. Wer hat Erfahrung, wie mit der "Verzinsung" des Agios im GmbH-Zusammenhang umgegangen wird? Schließlich müssen ja sowohl die Interessen der Kapitalgeber berücksichtigt werden, wie auch die Interessen der Anteilseigner (die nur im Falle der Finanzinvestoren identisch sind).

Für kompetente Kommentare bin ich sehr dankbar.

Viele Grüße
Martin S

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