Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

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Tribun
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Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von Tribun » 21.05.2014, 12:08

Ich möchte ein akademisches Weiterbildungsinstitut gründen, wo ich Seminare für Studenten und Akademiker anbiete. Ich frage mich nun, welche Rechtsform dafür gilt. Ich selbst bin dort freiberuflich tätig, wenn ich alleine dort lehren würde, wäre es eine freiberufliche Tätigkeit. Ich möchte aber auch Studenten bei mir arbeiten und Seminare leiten lassen. Da ich keinen Partner habe fällt die GbR flach. Kann ich das ganze als Einzelunternehmung (e.K.) laufen lassen oder bieten sich noch andere Rechtsformen an (z.B. engl. Limited oder die neue deutsche UB (haftungsbeschränkt))?

riese
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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von riese » 21.05.2014, 21:34

Tribun hat geschrieben:Da ich keinen Partner habe fällt die GbR flach.
Die KG, oHG, eG und die Mehrpersonen-UG ebenfalls. Der "Partner" kann aber auch ein Strohmann sein, solange er nicht haftet (wie bei der GbR oder der oHG).

Die englische Ltd. ist mit erheblichen Kosten verbunden, da ein "Provider" erforderlich ist, der für seine Dienstleistungen Geld (>500,00 €/Jahr) nimmt. Die UG "frisst" dagegen nur 179,50 € IHK-Beitrag und 39,50 € Veröffentlichungsgebühr im Bundesanzeiger pro Jahr.

Tribun
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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von Tribun » 21.05.2014, 21:41

riese hat geschrieben:
Tribun hat geschrieben:Die UG "frisst" dagegen nur 179,50 € IHK-Beitrag und 39,50 € Veröffentlichungsgebühr im Bundesanzeiger pro Jahr.
Werden die IHK-Gebühren durch die Rechtsform fällig? An sich handelt es sich ja um eine freiberufliche Tätigkeit, daher auch keine IHK

riese
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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von riese » 22.05.2014, 08:04

Tribun hat geschrieben:Werden die IHK-Gebühren durch die Rechtsform fällig?
Ja. Wer eine Gewerbesteuererklärung abzugeben hat, ist auch IHK-beitragspflichtig - und bei einer Körperschaftssteuererklärung erst recht. Nur dass der IHK-Beitrag pauschal ist und die Körperschafts- und Gewerbesteuer gewinnabhängig (bei Gewerbeteuer Freibetrag von 5.000,00 €) und der Gewinn einer 1-Mann-UG nach Abzug des Geschftsführergehaltes als Betriebsausgabe nahezu 0,00 beträgt.

Nur was gegen die UG spricht, ist, sie wieder aufzulösen. Kapitalgesellschaften sind von Hause aus für die Ewigkeit konzipiert und daher nicht für vorübergehende Geschäftstätigkeiten geeignet.

Gruß
Rainer

Tribun
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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von Tribun » 22.05.2014, 09:21

Was würdest du denn bei meinem Vorhaben empfehlen?

riese
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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von riese » 22.05.2014, 15:36

Hallo Tribun,

das kann man nicht so pauschal beantworten. Dazu musst Du erst mal prüfen:

Wielange soll die Tätigkeit ausgeübt werden?
Welche Umsätze werden voraussichtlich erzielt und was für ein Startkapital ist erforderlich?
Welche Betriebsrisiken bestehen?
Möchtest Du lieber ein festes Gehalt oder lieber Entnahmen tätigen?
Möchtest Du lieber einen Lohnsteuerabzug oder lieber Einkommensteuervorauszahlungen leisten?
Möchtest Du lieber gesetzlich oder lieber privat versichert sein?
Stehen "Strohmänner" als "Gefälligkeitspartner" zur Verfügung?

Manche der gewünschten Ziele können sich auch gegenseitig widersprechen. Aber ohne Antworten auf diese Fragen kann Dir hier niemand einen Tipp geben.

Gruß
Rainer

Tribun
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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von Tribun » 22.05.2014, 19:47

Hallo Riese,

schöne Fragenliste, die ich sehr gerne beantworte!
riese hat geschrieben:Hallo Tribun,

Wielange soll die Tätigkeit ausgeübt werden?
Ich möchte mir damit für erste einen Vollzeitarbeitsplatz beschaffen, bis ich eine Doktorandenstelle habe (50%). Mittel- bis langfristig würde ich immer weniger selbst die Seminare leiten sondern Verwaltungs- und Leitungsaufgaben übernehmen
Welche Umsätze werden voraussichtlich erzielt und was für ein Startkapital ist erforderlich?
Wenn ich Vollzeit alleine arbeite: 3200-6000 EUR im Monat bei einer 40h Woche. Pessimistische Schätzung: 3600 EUR. Die Einstellung weiterer Dozenten würde den Umsatz um ca. 1000Eur pro Monat erhöhen. Geplant sind für den Anfang weitere 1-5 Dozenten
Welche Betriebsrisiken bestehen?
Risiken bestehen vor allem in den ersten Monaten. Der Juni wird eine heiße Phase, im Juli, August wird weniger los sein. Ab Oktober wieder heiße Phase und dann kontanter. Ein Risiko ist auch, ob andere Dozenten bei mir arbeiten möchten, habe zwar schon 2-3 Zusagen aber das sind alles Dinge, die ich noch nicht gemacht habe. Ich kann nur auf meine Zeit als selbstständiger Dozent zurückblicken und daher sind meine Umsatzwerte gute Referenzzahlen, die auch wieder erreicht werden können
Möchtest Du lieber ein festes Gehalt oder lieber Entnahmen tätigen?
Entnahmen
Möchtest Du lieber einen Lohnsteuerabzug oder lieber Einkommensteuervorauszahlungen leisten
Diese Frage verstehe ich nicht
Möchtest Du lieber gesetzlich oder lieber privat versichert sein?
Fürs erste gesetzlich
Stehen "Strohmänner" als "Gefälligkeitspartner" zur Verfügung?
Theoretisch, aber eigentlich möchte ich das ganze "aus eigener Kraft" aufziehen..

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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von Jaquemot » 23.05.2014, 13:43

Mir führen die Diskussion zu sehr von der Kernfrage weg. Ich nehme daher Bezug darauf: Welche Rechtsform ist hier klug?
Und da schaue ich nicht auf Steuern und Kammerbeiträge, sondern rate zu einer Abwägung des Risikos. Eine Kapitalgesellschaft kommt m.E. nur bei erhöhtem Risiko in Frage, wenn dieses nicht ohnehin schon weitgehend durch eine passende Berufshaftpflichtversicherung gedeckt werden kann. Die Haftungsbeschränkung scheint mir bei einem Bildungsinstitut nicht notwendig. Da Tribun außerdem zunächst auf den freien Beruf abstellte (mit voller persönlicher Haftung, die offenbar tragbar wäre), entsteht erst durch die Vermittlung der Bildungsleistungen an andere Dienstleister/Referenten eine gewerbliche Tätigkeit. Für diese wäre ein Einzelunternehmen völlig ausreichend und käme dem Risiko wie dem Zweck vermutlich ohne großes Rechtsform-"Getöse" am nächsten.
Ein ganz ähnliches Institut mit Hochschulanbindung habe ich kürzlich hier in Aachen bei der Gründung begleitet und diese Abwägung life moderiert und erlebt.

Tribun
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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von Tribun » 23.05.2014, 22:47

Was ich noch gerne ergänzen möchte ist, dass das mittelfristig schon ein wenig größer aufziehen möchte. Daher habe ich bereits einen Namen, einen Slogan und ein ganzes Brandingkonzept entwickelt. Wäre dann eine Einzelunternehmung möglicherweise doch nicht das richtige?
Da Tribun außerdem zunächst auf den freien Beruf abstellte (mit voller persönlicher Haftung, die offenbar tragbar wäre), entsteht erst durch die Vermittlung der Bildungsleistungen an andere Dienstleister/Referenten eine gewerbliche Tätigkeit.
Sicher, dass dadurch ein Gewerbe entsteht? Die anderen Referenten sind doch als meine Erfüllungsgehilfen tätig.

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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von riese » 24.05.2014, 23:30

Hallo Tribun,

Startkapital ist nicht Anfangsverdienst, sondern das Geld, das man erst mal in den Aufbau des Betriebes pumpen muss, bevor er überhaupt das erste Geld abwirft.

Wie Jacquemot schon schrieb, erscheint eine Kapitalgesellschaft hier wenig sinnvoll. Vor allem, weil die Sache temporär ist ("...bis ich eine Doktorandenstelle habe"). Die Auflösung des "Ladens" ist also schon vorprogrammiert. Auch Dein Wunsch, von Entnahmen zu leben, ist mit einer Kapitalgesellschaft nicht realisierbar, sondern höchstens mit dem noch komplizierteren Konstrukt einer Co. KG.

Vor die Backe putzen kannst Du Dir allerdings die gesetzliche Sozialversicherung. Als Einzelunternehmer bist Du ebenso ausgeschlossen wie als beherrschender Gesellschafter. Das wäre nur möglich gewesen bei einer Kapitalgesellschaft mit Minderbeiligung (höchsens 25%) und einem Strohmann als Mehrheitsgesellschafter.

Gruß
Rainer

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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von Jaquemot » 25.05.2014, 12:53

Die Größe allein entscheidet doch nicht bei der Frage der Rechtsform. Wenn ich als freiberuflicher Unternehmensberater 100 T€ Einkommen erziele und dazu mit "Marke", Slogan etc auftrete, bleibe ich dennoch Freibrufler. Selbst wenn ich dann Leistungen zukaufe, die ich nicht selber erbringe. Das Risiko gilt es zu würdigen bei der Rechtsformfrage, nicht mehr und nicht weniger. Wenn Erfüllungsgehilfen größere Risiken produzieren, dann wird die Haftungsbeschränkung inteessant.
Sicher bin ich nicht bzgl Gewerbe, es handelt sich um Erfahrungwissen und persönliche Einschätzung. Sichere Auskunft gibt dazu nur das zuständige Finanzamt, zu dessen Befragung ich daher rate. Und s.o., ich bleibe mit Auftragnehmern noch Freibrufler. Würde ich aber eine Provision für die Vermittlung des Auftrages kassieren, wäre das ganz sicher gewerbliche Maklertätigkeit und nicht freie Beratung.

Zur Sozialversicherung: Weder Riese noch ich wissen, was da wirklich gewünscht ist (Sozialversicherungspflicht oder nicht?). Auch als freibruflicher oder gewerblicher Unternehmer kann die Mitgliedschaft in der gesetzlichen KV als freiwilliges Mitglied bestehen bleiben.

Tribun
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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von Tribun » 25.05.2014, 15:25

riese hat geschrieben: Vor allem, weil die Sache temporär ist ("...bis ich eine Doktorandenstelle habe"). Die Auflösung des "Ladens" ist also schon vorprogrammiert. Auch Dein Wunsch, von Entnahmen zu leben, ist mit einer Kapitalgesellschaft nicht realisierbar, sondern höchstens mit dem noch komplizierteren Konstrukt einer Co. KG.
Aufpassen, niemand hat gesagt, dass die Sache nur temporär ist ;) Ich möchte dieses Unternehmen aufbauen und variabel als zweites Standbein nutzen, so wie ich meine Selbstständigkeit auch immer als zweites Standbein benutzt habe, um z.B. mein Studium zu finanzieren (im Zeitalter von 500€ Vollzeitpraktika). In naher Zukunft ist eine Promotion geplant, nichtsdestotrotz möchte ich das Unternehmen weiter erhalten (mal davon abgesehen, dass die meisten Doktorandenstellen sowieso nur 50% sind).

Also, um nochmal zum Kern zurückzukommen:
1. Möchte ich vor allem in der Anfangszeit hauptsächlich selbst Seminare leiten
2. möchte ich zunehmend auch Studenten bei mir Seminare leiten lassen, habe da auch schon Kontakt zu einigen potenziellen Dozenten, die sehr gerne bei mir arbeiten würden
3. sehe ich die Zukunft meiner Arbeit darin, die verschiedenen Dozenten zu koordinieren, die Verwaltung und das Marketing zu betreiben. Es spricht in dieser Phase aber nichts dagegen, dass ich weiterhin 1-2 die Woche meine Seminare halte - ob mit Doktorandenstelle oder ohne.

Fazit: Geplant ist ein Unternehmen für die Zukunft, das vielen Studenten einen Nebenverdienst zum Studium bieten soll. Angepeilt ist dies ab dem ersten Monat. Das müsste ich erst aufbauen. Was auf jeden FAll ab dem ersten Monat laufen würde und wo auf jeden Fall Geld fließen würde wären meine eigenen Seminare.

Tribun
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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von Tribun » 26.05.2014, 12:12

Sehe ich das richtig, dass wenn ich einen Unternehmensnamen / Markennamen nutzen möchte, um eine Kapitalgesellschaft in meinem Fall nicht drum herum komme, weil bei mir eine freiberufliche Tätigkeit vorliegt? Ich möchte es umgehen hauptsächlich mit meinem Namen zu werben, komm ich da irgendwie sein drum herum oder ist das durch die freiberufliche Tätigkeit ausgeschlossen?

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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von BananaJoe » 26.05.2014, 12:30

Viele Unternehmensgründungungen scheitern nicht umsonst an fehlenden betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Wissen.

Ich würde hier versuchen entweder:

- eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung, also erstmal das Basiswissen, ich meine die VHS bieten sowas an, also kompremiert, ansonsten eher die IHK, z.B der Betriebswirt IHK.

Sorry aber ohne dieses Wissen, das nach den doch recht einfachen Basic-Fragen hier noch nicht da ist, sollte man sich schon besser vorbereiten. Fragen über die Rechtsform ist doch Grundlagenwissen.

Oder aber: an einen Gründungscoach wenden.

Jaquemot
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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von Jaquemot » 26.05.2014, 12:56

@Tribun. Sorry, da werden verschiedene Bereiche unzulässigerweise in einen Topf geschmissen. S.o. mein Statement: DIe Nutzung einer "Marke" geht auch bei mir als Freiberufler. Soweit ist das Markenrecht und jenseits von Rechtsformfragen. Die Nutzung einer Firmierung als Unternehmensname ist formal rechtlich einem Freiberufler oder Einzelkaufmann nicht möglich, denn die agieren - steuerrechtlich gesehen mindesten - unter ihrem persönlichen Namen. Aber s.o.: Die "Betriebsberatung Jaquemot" als "Marke" von Karl Jaquemot wird landläufig geduldet als Firmenname, auch wenn es rechtlich gar keiner ist und sein kann. Auch "DerDesignpool" wird von einem Einzelunternehmer betrieben. Die Firma gibt es formal gar nicht, dennoch agiert sie am Markt und wird als "DerDesignpool" beworben. Diese "Firmennamen" oder "Marken" können werblich genutzt werden, müssen aber immer den persönlichen Namen des Inhabers dazugeben.
Im Tribun-Fall heißt das: Eine "Firma", einen Namen darf das Institut schon haben, meinethalben "Bildungsinstitut Mach mich schlau". An dem hat Tribun aber keine Rechte, weil dieser Firmenname eines Freiberuflers oder Einzelunternehmers nicht amtlich eingetragen werden kann. Die Rechte an der Bezeichnung lassen sich nur durch die Eintragung einer Wortmarke sichern. Im öffentlichen Auftritt (Briefpapier, Homepage-Impressum etc.) muss daher immer lesbar sein: "Bildungsinstitut Mach mich schlau", Inhaber: Peter Tribun. Als Freiberufler sind wir nun mal Personen, die menschennahe Leistungen an Personen erbringen und insofern haftbar sind für das unternehmerische Tun.
Soll ein Firmenname amtlich eingetragen werden, muss es dennoch keine Kapitalgesellschaft sein. Auch der gewerbliche Einzelunternehmer kann als eingetragener Kaufmann (e.K.) eine Firma eintragen lassen, deren Name im Handelsregister vermerkt wird.

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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von Tribun » 26.05.2014, 14:37

Vielen Dank für die schnell beantworteten Fragen! Das heißt wenn ich als Freiberufler tätig werde und auch angestellte Freiberufler habe, könnte ich das unter "Nachhilfeinstitut Fantasiename" inh. Peter Tribun laufen lassen? Wenn ich Werbung betreiben möchte, kann ich dann in erster Linie mit "Nachhilfeinstitut Fantasiename" werben, reicht es wenn dann "Inhaber Peter Tribun" auch auch dem Flyer steht (kleiner gedruckt)? Kann ich als Freiberufler auch eine Marke im Handelsregister führen oder werde ich dadurch automatisch zum ek? Wie sieht es dann mit der Gewebesteuer aus, die. Ich als reiner Freiberufler nicht zu zahlen hätte, würde sich da etwas ändern?

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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von Jaquemot » 26.05.2014, 18:19

Aber gerne :) , wenn's grad passt.
In der Reihenfolge der Fragen:
Ja, falls das Finanzamt das so durchwinkt, die zu befragen hate ich für klug.
Ja, das würde dann reichen.
Nein, Freiberuflichkeit und Handelsregister schließen sich gegenseitig aus. Wenn Freiberuf, dann kein Gewerbe, keine Kapitalgesellschaft und damit auch kein Eintrag im Handelsregister. Zum e.K. wird man nie automatisch, sondern durch einen juristischen Akt.
ALLES, was nicht freiberuflich ist, hätte Gewerbesteuerpflicht zur Folge.
Nur der Freiberufler (auch mit einem Namen als angemeldeter Wortmarke beim DPMA) ist gewerbesteuerfrei.
Ich hoffe, so wird es klarer.

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Re: Rechtsform für akademisches Weiterbildungsinstitut

Beitrag von EM2016 » 13.06.2016, 22:23

Hallo Tribun,
was ist aus deinem Vorhaben geworden?
2014 hatte ich auch den Plan mich mit einem Weiterbildungsinstitut selbstständig zu machen. Meine Planungen waren schon sehr weit voran geschritten und dann kam ich plötzlich in eine Situation wo ich auf ein gesichertes Einkommen angewiesen war und habe gekniffen. Jetzt, nachdem ich lange genug "gesichert" unterwegs war fallen mir meine Unterlagen von damals wieder in die Finger und ich würde mein Vorhaben gerne noch in die Tat umsetzen. Ein Erfahrungsbericht könnte nicht schaden.
Würde mich freuen noch was von Dir hier zu "lesen".
Lieben Gruß
EM2016

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