Sozialabgaben und Steuern der Gesellschafter

Alles über Rechtsformen, Rechtsformwahl und Rechtsformwandel.
Antworten
unternehmensrookie
Beiträge: 2
Registriert: 07.11.2009, 13:04

Sozialabgaben und Steuern der Gesellschafter

Beitrag von unternehmensrookie » 07.11.2009, 13:14

Hallo,

wir arbeiten gerade an einem Businessplan zu unserer Idee. Bei der Kostenaufstellung stellt sich nun das Problem dar, dass wir noch nicht wissen, wie unsere Gesellschaftsform aussehen wird. Die konkrete Frage ist:
- Wie sollen wir künftige Sozialabgaben und Steuern in die Kostenrechnung aufnehmen?
- Die Gesellschafter "arbeiten" alle an der Idee mit und auch an deren Umsetzung. Sind wir dann auch Sozialversicherungspflichtig? Müssen wir uns selbst als Arbeitnehmer anmelden?
- Wie sollen wir solche Kosten für einen Businessplan berechnen?

Es wäre toll, wenn hier jemand helfen könnte, vielen Dank!

Mit besten Grüßen
unternehmensrookie

garbs
Beiträge: 894
Registriert: 31.01.2009, 10:13

Re: Sozialabgaben und Steuern der Gesellschafter

Beitrag von garbs » 07.11.2009, 15:15

unternehmensrookie hat geschrieben:...nun das Problem dar, dass wir noch nicht wissen, wie unsere Gesellschaftsform aussehen wird. Die konkrete Frage ist:
- Wie sollen wir künftige Sozialabgaben und Steuern in die Kostenrechnung aufnehmen?
- Die Gesellschafter "arbeiten" alle an der Idee mit und auch an deren Umsetzung. Sind wir dann auch Sozialversicherungspflichtig? Müssen wir uns selbst als Arbeitnehmer anmelden?
- Wie sollen wir solche Kosten für einen Businessplan berechnen...
Servus,

du solltest wissen, ob ihr als Gründerteam sozialversicherungspflichtig angestellt in euerem Unternehmen seid oder eben nicht. Dann kannst du die Kosten einfach berechnen. Einfach mal G**geln, da gibts kostenlose Gehaltsrechner.

Einfaches Beispiel: Ihr gründet eine Kapitalgesellschaft, alle Gründer sind sozialversicherungspflichtig als Arbeitnehmer angestellt. Jahresbrutto 60k pro Nase. Diese Werte kannst du einfach in so ein Tool eintippern und bekommst dann die Aufschlüsselung der AG-Anteile, AN-Anteile, EkSt., KiSt., usw....

Gründet ihr eine Personengesellschaft und seid nicht angestellt, besteht euer "Gehalt" aus Gewinnanteilen, für euere soziale Absicherung müsst ihr dann selber sorgen(KK/AV/LV/etc...)

Hab ich das jetzt zu komplex dargestellt? Sorry, für mich ist das einfach... :wink:

unternehmensrookie
Beiträge: 2
Registriert: 07.11.2009, 13:04

Re: Sozialabgaben und Steuern der Gesellschafter

Beitrag von unternehmensrookie » 08.11.2009, 10:36

garbs hat geschrieben: du solltest wissen, ob ihr als Gründerteam sozialversicherungspflichtig angestellt in euerem Unternehmen seid oder eben nicht. Dann kannst du die Kosten einfach berechnen. Einfach mal G**geln, da gibts kostenlose Gehaltsrechner.

Einfaches Beispiel: Ihr gründet eine Kapitalgesellschaft, alle Gründer sind sozialversicherungspflichtig als Arbeitnehmer angestellt. Jahresbrutto 60k pro Nase. Diese Werte kannst du einfach in so ein Tool eintippern und bekommst dann die Aufschlüsselung der AG-Anteile, AN-Anteile, EkSt., KiSt., usw....

Gründet ihr eine Personengesellschaft und seid nicht angestellt, besteht euer "Gehalt" aus Gewinnanteilen, für euere soziale Absicherung müsst ihr dann selber sorgen(KK/AV/LV/etc...)

Hab ich das jetzt zu komplex dargestellt? Sorry, für mich ist das einfach... :wink:
Gut, so ähnlich habe ich es mir schon gedacht. Wenn wir also beispielsweise eine GmbH & Co KG gründen, dann sind die Gründer die Kommanditisten. Wenn dann also ein Gründer für die Firma arbeitet, so müsste er theoretisch eine Rechnung an die Firma schreiben und ist damit de facto selbstständig (muss sich also um KV, Steuern usw. selbst kümmern). Ist es also richtig, dass eigentlich nur der Geschäftsführer angestellt sein muss? Wie sieht es mit der Problematik der "Scheinselbständigkeit" aus?
Im Prinzip geht es darum, so wenig Aufwand mit Buchhaltung, Lohnbuchhaltung usw. wie möglich zu haben. Wir wollen uns auf andere Sachen konzentrieren.

Gruss
unternehmensrookie

garbs
Beiträge: 894
Registriert: 31.01.2009, 10:13

Re: Sozialabgaben und Steuern der Gesellschafter

Beitrag von garbs » 08.11.2009, 20:16

unternehmensrookie hat geschrieben:...Gut, so ähnlich habe ich es mir schon gedacht. Wenn wir also beispielsweise eine GmbH & Co KG gründen, dann sind die Gründer die Kommanditisten. Wenn dann also ein Gründer für die Firma arbeitet, so müsste er theoretisch eine Rechnung an die Firma schreiben und ist damit de facto selbstständig (muss sich also um KV, Steuern usw. selbst kümmern)....
Mitarbeitende Kommanditisten können ein "Gewinnvorab" für ihre Tätigkeit erhalten. Die sozialversicherungsrechtliche Lage kann ich allerdings nicht beurteilen, dafür bietet sich das "Statusfeststellungsverfahren" (einfach mal g**glen) an.
unternehmensrookie hat geschrieben:...Ist es also richtig, dass eigentlich nur der Geschäftsführer angestellt sein muss? Wie sieht es mit der Problematik der "Scheinselbständigkeit" aus? Im Prinzip geht es darum, so wenig Aufwand mit Buchhaltung, Lohnbuchhaltung usw. wie möglich zu haben. Wir wollen uns auf andere Sachen konzentrieren....
Das Thema "Scheinselbständigkeit" wird mit dem o.g. Verfahren geklärt. Ihr wollt euch auf euer Business konzentrieren? Hervorragend! Es gibt prima Dienstleister, die euch den Rücken von den "lästigen" Pflichten freihalten: Steuerberater, Lohnbuchhalter, Buchhaltungsfirmen....

Laß dir doch mal ein Angebot machen (nein, nicht von mir - ich gehöre weder zu der einen, noch zu der anderen Berufsgruppe :D ). Für den Businessplan ist es einfach zu rechnen und für die Praxis ist es m.E. keine schlechte Idee! :wink:

Antworten

Zurück zu „Rechtsformen und Rechtsformwahl“