Insolvenz- vermeidbar???

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fragnach
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Insolvenz- vermeidbar???

Beitrag von fragnach » 12.07.2006, 08:49

Liebe Forumsschreiberlinge :-)

Gibt es hier jemanden, der mir eventuell Tipps geben könnte, worauf man besonders achten sollte, wenn man als Unternehmer eine Insolvenz schon frühzeitig vermeiden will?

Überlege zu gründen und will mich deshalb im Vorfeld auch schon über dieses Thema informieren :-))

quer
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Beitrag von quer » 18.07.2006, 08:46

Nur ein Unternehmer, der die Wahrheit der Zahlen kennt und sich diese auch offen eingesteht, wird rechtzeitig die Gefahrenmomente erkennen und überhaupt erst in der Lage sein, die richtigen Maßnahmen einzuschlagen.

Von daher sei einem Unternehmer nachfolgendes ganz dringend ans Herz gelegt:
  1. Ständige Kontrolle und Überprüfung aller relevanten Unternehmenszahlen.
  2. Sehr gewissenhafte, zeitnahe, aktuelle, vollständige und wahrheitsgemäße Buchhaltung.
  3. Fundierte Analyse der Unternehmenszahlen und Daten.
  4. Früherkennung einer negativen Entwicklung und deren Ursachen.
  5. Beseitigung der maßgeblichen Ursachen und Fehlerquellen.
Ich hoffe das hat dir ein bisschen weiter geholfen :-) falls du sonst noch Fragen haben solltest, dann melde Dich einfach :-)

quer :shock:

MEC
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Beitrag von MEC » 08.09.2006, 11:14

Die Insolvenz ist sicherlich ein wichtiges Thema, dies bezeichnet die Unfähigkeit den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.


Das beste Mittel um ein solches Problem zu vermeiden sollte eine möglichst genaue Liquiditäts- & Finanzplanung aufstellen.

Finanzplanung soll die Liquidität und die Stabilität des Unternehmens aufrechterhalten und ist neben der Finanzbuchhaltung ein weiteres bedeutsames Instrument des Rechnungswesens. Allein aus der Finanzbuchhaltung lassen sich die für Aufgabe "Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit" benötigten Informationen nicht entnehmen und reich zu Steuerung und Kontrolle des Unternehmen nicht aus.


Die Liquiditätsrechnung ermöglicht es Ihnen die Liquidität eines Unternehmens zu planen und zu überwachen. Für eine effektive und systematisch Liquiditätsrechnung sollte nach folgenden Grundsätzen erfolgen:
• Kapitalbedarf feststellen
• Kostenrechnung und Kostenplanung
• Fälligkeitstermine beachten
• Laufende Sozialabgaben und Umsatzsteuer nicht vergessen
• Steuervorauszahlungen bereits in die Planung einbeziehen
• Mangelnde Liquidität durch Forderungsausfälle vermeiden


Liquidität geht vor Profit
Ohne die erforderliche Liquidität fehlen die Mittel um entsprechendes Geschäft zu tätigen. Kann ich dies Geschäft nicht finanzieren (Eigen- oder Fremdmittel) werde ich auch nicht den errechten Gewinn erwirtschaften können.

Somit sollte man das Risiko bei jeden Geschäft nicht nur gegen den erwarteten gegenüber stellen sonder auch noch die Liquiditätsreserven betrachten. Wurde man einen grossteil der flüssigen Mittel für das Geschäft verwenden müssen und die Einnahmen verzögern sich oder bleiben aus dann ist ganz einfach das dadurch bestehende Insolvenzrisiko zu hoch und man sollte die Finger davon lassen.

safrangelb
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Beitrag von safrangelb » 28.09.2006, 15:30

Um es auf den Punkt zu bringen - ein Businessplan ist das A und O.

Der dient nicht nur dazu potentielle Finanzgeber von der eigenen Geschäftsidee zu überzeugen, sondern ist auch DAS Steuerelement jedes Unternehmens. Die ständige Aktualisierung und Pflege des BPs ist sicher zeitaufwendig, aber lohnt sich in jedem Fall, um die Kontrolle und den Überblick zu behalten.

Gruß, safrangelb

MEC
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Beitrag von MEC » 29.09.2006, 01:04

Der Businessplan ist der Grundstein und dient der Planung...

Nur sagt dieser nichts über die wirkliche Situation aus. Gerade im Anfangsstadium sollte man unbedingt auf die Liquidität achten, hier ist eine entsprechende (tagesgenaue) Aufstellung das beste Mittel um Zahlungsengpässe zu vermeiden.

Wer auf die Liquiditätsrechnung setzt kann eventuelle Zahlungsengpässe frühzeitig erkennen und somit mit entsprechender Planung vermeiden.

Gehring
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Re: Insolvenz- vermeidbar???

Beitrag von Gehring » 18.03.2009, 08:39

Hallo Grosseworks,

wenn ich Ihre Darstellung richtig verstehe, betätigen Sie sich als Inkassounternehmen. Damit nehmen Sie die Vermögensinteressen anderer und die sich daraus ergebende höchst sensible Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten wahr. Die Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten setzt besondere Vertrauenswürdigkeit voraus, die ihrerseits auf Transparenz beruht, die zumindest ich nicht zu erkennen vermag.

Die von Ihnen angegebenen Kontaktdaten bestehen lediglich aus einer als anonym anzusehenden E-Mailadresse und einer Mobilfunkrufnummer. Ich frage mich: Was haben Sie zu verbergen?

Verfügen Sie überhaupt über die zwingend erforderliche Inkassoerlaubnis? Die Voraussetzungen für die Erteilung einer Inkassoerlaubnis waren bis Juli 2008 im Rechtsberatungsgesetz (RBerG) geregelt, welches durch das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) abgelöst wurde. Sind Sie im Besitz einer Inkassoerlaubnis des für Ihren Bezirk zuständigen Amts- oder Landgerichtspräsidenten? Oder sind Sie bereits im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen?

Wenn Sie nicht zu verbergen haben, dürfte nichts gegen die Offenlegung überprüfbarer, vollständiger Kontaktdaten und die Glaubhaftmachung der erforderlichen Inkassoerlaubnis sprechen.

Freundliche Grüße
Peter Gehring

www.gruender-kompetenz.de

Rüdiger
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Re: Insolvenz- vermeidbar???

Beitrag von Rüdiger » 18.03.2009, 17:34

Hallo Grossworks,

da stimme ich Gehring zu.

Gerade bei solch einem sensiblen Thema sollte doch Transparenz (also ein Unternehmen und eine Geschäftstelefonnummer) gegeben sein.

Mit Handynummer und einer yahoo.de, gmx.de oder web.de-E-Mail-Adresse erreichen Sie doch - trotz Ihrer großzügigen Erklärungen - Misstrauen und Scheincharakter.

Was meinen Sie?

Grüße,
Rüdiger

MEC
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Registriert: 13.02.2006, 19:47

Re: Insolvenz- vermeidbar???

Beitrag von MEC » 20.03.2009, 12:24

Grundsätzlich finde ich es SUPPER das "Grossworks" mal eine Alternative zu den Serviceangebote von Inkassko oder Forderungen einzuklagen darstellt.

Viele stehen sicherlich auf den Standpunkt das man schlechten Geld keinen gutes Geld hinterher werfen soll. Im Prinzip ist dies auch richtig nur wenn sich die Forderungsausfälle häufen kann man ein Problem mit den Finanzamt bekommen da dieses Verhalten bei einer Steuerprüfung beanstandet werden könnte.

Somit sind viele Firmen dazu übergegangen alle offene Forderungen an ein Inkasskogesellschaft weiter zu geben.

Die von "Grossworks" beschriebene Möglichkeit ist da sicherlich ein preisgünstige Möglichkeit!
Warum nun Grossworks zu sich selbst keine Angaben macht - darüber kann man nur spekulieren!
Dies erscheint erst einmal etwas umüblich nur gerade dies dürfte auch wieder die Intresse wecken.

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