Rechnung an Subunternehmer nicht zahlen können - Betrug?

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Uwe093
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Rechnung an Subunternehmer nicht zahlen können - Betrug?

Beitrag von Uwe093 » 18.09.2009, 21:49

Guten Abend,

ich hoffe mir kann hier jemand etwas weiterhelfen was mich in dem Fall erwartet.
Ich hatte vor ca. 1 Jahr ein Subunternehmer beauftragt einen 2 Wochen Auftrag zu übernehmen. Danach hatte ich erfahren das er an meinen Auftraggeber herangetreten ist und mich schlecht geredet hatte...da ich einen Vertrag hatte mit Konkurrenzausschlussklausel dachte ich mir ist mein gutes Recht die Summe nicht auszuzahlen um diese mit der Vertragsstrafe zu verechnen. Leider war der Vertrag sinnlos und nicht durchsetzbar....nun kam das eine auf das andere....Finanzamt hohe Nachzahlung sonst Insolvenz ...konnte ich gerade noch bezahlen dann wollte der Subunternehmer sein Geld (versteh ich auch) hatte es in dem Moment aber nicht mehr und vereinbarte mehrfach eine Ratenzahlung die ich jedes mal aber nicht einhalten konnte. Das nächste Anwalt vom Subunternehmer Anzeige wegen Betrug erstattet....Es kam zur gerichtsverhandlung...Richter gab mir 3 Monate die Summe zu zahlen und alles ist gut...Ich wurde Krank,Auftraggeber weggebrochen konnte es nicht zahlen...jetzt ist der Termin vorbei den der Richter mir gesetzt hatte mit den Hinweis ich möchte Sie hier nicht mehr sehen zahlen Sie es innerhalb der 3 Monate.....ich habe jetzt ehrlich gute Panik das ich wirklich wegen Betrug verurteilt werde und noch ein Eintrag ins Führungszeugnis wenn nicht schlimmeres...Ich hätte bezahlt wenn ich könnte aber es kam alles mit einmal bis zur Abgabe EV ...was meint Ihr erwartet mich im schlimmsten Fall die Summe beträgt 2800 Euro ...Kann es wirklich als Vorsatz und bis zur Verurteilung als Straftat gehen?
Hoffe Ihr könnt mir ein paar Infos dazu geben und vielleicht was ich am besten machen könnte ...zahlen kann ich nicht..und Ratenzahlung lacht der Anwalt mich nur aus verständlicherweise.....das letzte was ich jetzt noch gebrauchen kann wäre eine Verurteilung wegen Betrug......
Danke euch im Voraus für Infos Beiträge Meinungen dazu!
Mfg

garbs
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Re: Rechnung an Subunternehmer nicht zahlen können - Betrug?

Beitrag von garbs » 18.09.2009, 23:37

Uwe093 hat geschrieben:....was meint Ihr erwartet mich im schlimmsten Fall die Summe beträgt 2800 Euro ...Kann es wirklich als Vorsatz und bis zur Verurteilung als Straftat gehen? Hoffe Ihr könnt mir ein paar Infos dazu geben und vielleicht was ich am besten machen könnte ...zahlen kann ich nicht..und Ratenzahlung lacht der Anwalt mich nur aus verständlicherweise.....das letzte was ich jetzt noch gebrauchen kann wäre eine Verurteilung wegen Betrug......Danke euch im Voraus für Infos Beiträge Meinungen dazu!Mfg
Servus,

ja, wenn der Richter das so sagt, darfst du das für bare Münze nehmen.
Frage: was macht ein Schuldner, wenn er seinen Gläubiger nicht befriedigen kann?

Antwort: er meldet Insolvenz an. Ob du damit den Betrugsvorsatz vereitelst? Keine Ahnung, einfach mal deinen Anwalt um Rat fragen. Und am besten gleich wegen der Inso beraten lassen...

Andere Frage: hast du etwas, was du beleihen oder versilbern kannst, um den Betrag aufzubringen? Eine LV oder den Bausparer, oder das Urlaubsgeld oder oder. Also wegen dem Betrag in die Inso zu gehen...kopfkratz...ich weiß nicht....da kostet ja das Verfahren schon so viel.

Uwe093
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Re: Rechnung an Subunternehmer nicht zahlen können - Betrug?

Beitrag von Uwe093 » 19.09.2009, 00:06

Inso will ich ja keine anmelden , die schulden will ich auch bezahlen und nicht durch eine inso mich vielleicht davor versuchen zu drücken...hätte ich das geld würde ich es sofort bezahlen.....die ev musste ich abgeben sonst haftbefehl ....klar versteh ich den gläubiger würde auch so reagieren , nur ist es betrug wenn man wirklich viel "pech" hatte und zu positiv gedacht das man es locker zahlen kann? ...vor 4 wochen hatte ich noch eine offene rechnung von 3000 euro die mir überwiesen werden sollte...3 tage vorher kam pfändungsüberweisungsbeschluss von einem 2 gläubiger (versicherung) und das geld war weg.....das soviel schief gehen kann glaub ich selber kaum ist aber leider so.......ich hätte ja auch die ratenzahlungen nicht vereinbart wenn ich nicht zahlen wollte aber dann ging alles schief und ich konnte diese zahlungen nicht einhalten........hatte auch nie die rechnung bestritten , habe ratenzahlung angeboten schuldanerkenntniss anerkannt nur wenn es so läuft sehe ich es nicht als betrug das war nie meine absicht.......andere lassen sich ein halbes haus bauen und geben dann ev ab oder melden inso an und lachen den gläubiger aus das ist betrug und vorsatz was mit meinen vorgang nicht zu vergleichen ist...da wäre jeder 3 in bestimmten branchen schon wegen betrug verurteilt wurden weil er nicht mehr zahlen konnte. habe zur zeit mit schuldenberatung kontakt um irgendwie außergerichtlich zu zahlen an 2 andere gläubiger...nur die eine sache mit dem "betrug" da geht nichts mehr außergerichtlich .....weiß ja nicht ob es von bedeutung ist das ich ca. 6 monate krank war und nichts machen konnte und mir dadurch auch viel verloren gegangen ist....das es so kommt hätte ich nie vorausgesehen das alles weg bricht und von 5 möglichkeiten es zu bezahlen keine mehr machbar war ...zunter anderem :auftraggeber nur teil bezahlt (vergleich geschlossen anwaltskosten musste ich tragen) , krank über 6 monate , pfändung rechnung kurz vor auszahlung und solche sachen....wenn es kommt dann alles mit einmal und hintereinander hab ich festgestellt ......

riese
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Re: Rechnung an Subunternehmer nicht zahlen können - Betrug?

Beitrag von riese » 21.12.2009, 14:22

Ich hätte bezahlt wenn ich könnte aber es kam alles mit einmal bis zur Abgabe EV
Wenn Du vorgeladen wirst, hast Du 3 Alternativen:

1. Dem Gerichtsvollzieher eine Ratenzahlung anbieten (und wenn es 50 Cent im Monat sind)

2. Das Vermögensverezichnis unterschreiben, womit Du in der SCHUFA stehst.

3. Nichts tun, worauf man Dich in Beugehaft steckt.

Vielen ist die Variante 1 nicht bekannt und sie greifen zum Kugelschreiber, um nicht im Knast zu landen. Und die Unterschrift ist nicht mehr wegzuradieren. Allerdings reicht es im Fall 1 auch, eine einzige Rate nicht zu bezahlen, um direkt in Beugehaft zu gehen.

Und noch was: Zu einer eidesstattlichen Versicherung kann man nur geladen werden, wenn ein Titel (Urteil oder Vollstreckungsbescheid) vorliegt. Und viele schrecken vor dem Satz auf Mahnbescheiden zurück "Legen Sie den Widerspruch nur ein, wenn Sie die Forderung für unbegründet halten - es könnten sonst höhere Kosten entstehen". Berechtigte Mahnbescheide werden einfach innerhalb von 2 Wochen rechtskräftig und ziehen den Vollstreckungsbescheid nach sich; ein rechtlich aussichtsloser Widerspruch kann hingegen die Sache um Jahre verzögern und man kann vor Verkündung des Urteils im 1. Rechtszug immer noch bezahlen.

Gruß
Rainer

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