Trotz Insolvenz in den Vorstand?

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profiteur
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Trotz Insolvenz in den Vorstand?

Beitrag von profiteur » 19.11.2008, 17:06

Hallo,

ich muss noch 5 Jahre einer Regelinsolvenz aus meiner ehemaligen Einzelunternehmung ertragen. Trotzdem bin ich wieder mit einer neuen Einzelfirma selbstständig.
Nun möchte mich eine neue Aktiengesellschaft mit in den Vorstand berufen.

1. Kann auf Grund eines Dienstvertrages mit der AG das "Gehalt" auf Rechnung ausgezahlt werden?
Grund: Ein richtiges Gehalt würde gepfändet und die AG würde von der Insolvenz erfahren. Außerdem fließt das selbstständige Einkommen nicht in die Insolvenzmasse und steht fast frei zur Verfügung.

2. Kann die AG auf Grund meiner negativen Schufa und der Insovenz Schrwierigkeiten z.B. bei Krediten, Leasingfahrzeugen,Handys etc. bekommen, obwohl die anderen Vostände gute Bonitäten haben?

Danke!!!

mgb-consulting

Re: Trotz Insolvenz in den Vorstand?

Beitrag von mgb-consulting » 19.11.2008, 17:33

Hallo ...

sofern Sie sich bereits in der Wohlverhaltensphase befinden, dann wird da nichts gepfändet, sondern es wird "nur" an den Treuhänder abgeführt. Dann auch nicht das gesamte Einkommen, das über dem Freibetrag liegt, sondern nur derjenige Teil der einem angemessenen Einkommen entsprechen würde.

Wenn Sie darüber hinaus mehr verdienen, dann dürfen Sie dies behalten, Sie sollten dies schleunigst einmal mit dem Treuhänder detailliert besprechen. Das "auf Rechnung auszahlen lassen" wäre übrigens ein Tatbestand der Verschleierung, der zur Versagung der RSB führen würde.

Was die Bonität der AG angeht... spätestens nach einer Kreditanfrage weiss jeder der übrigen Vorstände von Ihrer Insolvenz. Die AG wird dann keinen Schaden erleiden, wenn die übrigen Vorstände so viel Background an Sicherheiten bieten können, dass man auf eine Bürgschaft von Ihnen verzichten kann. Was der Vertrauen der anderen Vorstände angeht... das hätten Sie dann vermutlich verspielt.

MfG
MGB-Consulting

profiteur
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Re: Trotz Insolvenz in den Vorstand?

Beitrag von profiteur » 19.11.2008, 19:18

Hallo,

Danke für die schnelle Antwort. Ich bin in der Wohlverhaltensphase und es wird dann "nur" abgeführt, was (mit Frau und ein Kind) über ca. 1600 EUR Freibetrag liegt. Bisher habe ich aber nie mehr Gewinn gemacht, so dass noch nie etwas abgeführt wurde.
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, würde bei einem Einkommen von 5000 EUR der Freibetrag von rund 1600 EUR bei mir bleiben. Dann etwa 1000 EUR abgeführt, weil 2600 ein angemessenes Gehalt wäre, und der Rest von 2400 EUR bliebe wieder mir!?!?
Stellt sich die Frage, was angemessen heisst!
Das mit der Rechnung lass ich dann wohl lieber bleiben! Und die Insolvenz muss ich wohl auch gestehen, obwohl ich glaube, dass dies nicht von Vorteil für mich und diese Position ist.
Ich danke für die Beantwortung noch dieser Fragen.

Germantax
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Re: Trotz Insolvenz in den Vorstand?

Beitrag von Germantax » 21.11.2008, 16:02

Hallo,

allein schon die Fragestellung läßt doch die Frage aufkommen, ob wir hier in einer Art "Wie bescheiße ich in der Insolvenz"-Forum sind, um das weiter umzusetzen, womit man kürzlich in die Insolvenz geraten ist.

Die Personen, die unglücklich in eine derartige Situation geraten sind, werden sich schon aus Gründen des Anstands bemühen, die Gläubiger so gut wie möglich zu befriedigen. Sie kümmern sich anscheinend nur darum, wie Sie auch die der Wohlverhaltensphase Ihren Vorteil haben und andere anscheinend (wieder ?) über den Tisch ziehen...

Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen Gerechtigkeit widerfährt und zumindest aus diesem Forum geschmissen werden!

profiteur
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Re: Trotz Insolvenz in den Vorstand?

Beitrag von profiteur » 21.11.2008, 16:18

So eine dumme Antwort kann man nur geben, wenn man überhaupt keine Ahnung hat. Ich halte mich ganz normal an die Gesetze und das überwacht schon mein Treuhänder.
Sie wissen überhaupt nichts über mich und anscheinend auch nichts zu diesem Thema!
Ich bin derjenige, der schuldlos 6 Jahre lang mit Familie von 1600 EUR leben muss - das ist Hartz IV-Niveau. Falls ich mehr verdiene, greift sich der Teuhänder für die Gläubiger schon das Geld, und falls etwas mehr für mich übrig bleiben würde, fände ich das toll.
Also schön den Ball flach halten...

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