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Einkommenssteuer: Zufallserfindung oder nicht?

Steuerfragen und steuerliche Aspekte. Was will das Finanzamt? Alles über Buchführung, Steuerberater und Steuererklärung.

Einkommenssteuer: Zufallserfindung oder nicht?

Beitragvon Caro N am 24.03.2018, 01:29



Hallo zusammen,

ich hoffe ich bin bei Ihnen mit meinen Fragen in diesem Forum (und Unterbereich) richtig – da mir jedwedee Erfahrung auf dem Gebiet fehlt, war ich unsicher, wohin ich mich nun konkret wenden muss. Sollte ich hier falsch sein entschuldige ich mich für die Umstände, würde mich jedoch über einen Hinweis bezüglich der richtigen Anlaufstelle freuen (eine Erfinderberatung gibt es in meinem Umkreis leider nicht).

Zu meiner Situation:
Ich bin studierte Naturwissenschaftlerin, arbeite aufgrund der Stellenlage jedoch seit einigen Jahren freiberuflich als Künstlerin. Als solche bin ich als Kleinunternehmerin registriert und über die Künstlersozialkasse versichert. Voraussetzung dafür ist, dass das nicht-künstlerische Einkommen 450€ / Monat im Jahresschnitt nicht übersteigt. Quellen, die laut Steuer nicht als Einkommen gelten (Erbschaft, Mieteinnahmen, Lottogewinn ...) werden dabei jedoch nicht berücksichtigt.

Nun bin ich im vergangenen Jahr zweimal auf ein sehr alltägliches Problem gestoßen (jeweils im Bereich Haushalt und Körperhygiene). Ich habe selbst eine Lösung zusammengebastelt, die das jeweilige Problem recht einfach behebt. Da ich bei meiner Online-Suche nach einer bereits vorhandenen Lösung auf keine solche stieß, nahm ich an, dass meine Ideen vielleicht auch für andere Menschen interessant sein könnten. Also habe ich beide Ideen als Gebrauchsmuster angemeldet. Investitionen waren dafür nicht notwendig, ich habe einfach meine Bastelei als Grundlage für ein paar Zeichnungen und einen passenden Text genutzt. Ich musste auch keine Services irgendeiner Art dafür in Anspruch nehmen.

Da ich keinerlei Branchenkenntnis oder –verbindungen habe und auch sonst nicht zur Vermarktung imstande wäre oder Interesse daran hätte, möchte ich die Lizenz an den beiden Gebrauchsmustern gerne gegen eine einmalige Summe verkaufen. Dabei kämen für mich infrage:
- Unternehmen, die Interesse haben
- ebay (dort bin ich als Privatverkäufer registriert)

Nach meiner ersten Recherche würde es sich bei den Gebrauchsmustern um sogenannte Zufallserfindungen handelt. Denn es besteht kein Zusammenhang mit meiner Ausbildung, meiner jetzigen oder irgendeiner anderen Tätigkeit – ich hatte mit beiden Branchen noch nie zu tun. Stattdessen entstammen die Ideen eben meinem Alltag. Eine dauerhafte Tätigkeit als Erfinder oder etwas in der Art strebe ich natürlich auch nicht an, es würde lediglich um den Verkauf dieser beiden Gebrauchsmuster gehen. Daher würden die Verkaufssummen nicht als Einkommen versteuert, hätten auch keine Auswirkungen auf meinen Status als Kleinunternehmer und die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse. Soweit so gut.

Eine zweite, spätere Recherche ergab jedoch, dass es vielleicht doch keine Zufallserfindungen wären, weil ich sie als Gebrauchsmuster angemeldet habe (??). Dann müsste ich Einkommenssteuer darauf zahlen und würde die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse verlieren (denn die Kaufsumme würde die jährlich erlaubten 5400€ Zusatzverdienst nicht-künstlerischer Art ja sicherlich übersteigen). Wäre ich dann auch kein Kleinunternehmer mehr und müsste irgendetwas ummelden? Oder Mehrwertsteuer für einen ebay-Verkauf angeben bzw. bezahlen? Obwohl es ein Privatverkauf wäre? Wäre es trotzdem ein Privatverkauf? Hilfe oO

Wie ihr sicher merkt, bin ich gerade maximal verunsichert und mache mir große Sorgen, dass ich bei einem Verkauf etwas falsch mache oder finanzielle Belastungen auf mich zukämen, von denen ich gar nichts ahne. Ich kann das zurzeit überhaupt nicht richtig einordnen und finde auch keine klaren Kriterien, nach denen ich mich richten könnte. Ich gehe auch davon aus, dass ein „normaler“ Steuerberater mit der Problematik überfordert wäre (zumal ich bei meinem üblichen Einkommen auch keinen solchen habe). Einen spezialisierten Berater gibt es in der Umgebung leider nicht und auf ein anderes Online-Beratungsangebot, das diese Thematik umfasst, bin ich auch nicht gestoßen. Ich hoffe daher sehr, dass ich unter euch jemanden finde, der Ahnung vom Thema hat und mir weiterhelfen kann! Bitte entschuldigt auch den langen Text - ich wollte die Situationmöglichst vollständig schildern.

Vielen, vielen herzlichen Dank schon einmal!

Ganz liebe Grüße,

Caro
Caro N
 
Beiträge: 2
Registriert: 24.03.2018, 01:11

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