Umsatz- und Einkommensteuer Nachhilfelehrer

Steuerfragen und steuerliche Aspekte. Was will das Finanzamt? Alles über Buchführung, Steuerberater und Steuererklärung.
Antworten
DerPhil
Beiträge: 2
Registriert: 09.07.2019, 16:25

Umsatz- und Einkommensteuer Nachhilfelehrer

Beitrag von DerPhil » 09.07.2019, 17:33

Hallo zusammen,

ich spiele aktuell mit dem Gedanken mich als Nachhilfelehrer selbstständig zu machen. Nun kommen bei mir einige Fragen zum Thema Steuern auf.

1. Ich habe gelesen, dass Nachhilfelehrer in manchen Fällen von der Umsatzsteuer befreit werden. Generell würde mich aber Interessieren, wie diese an das Finanzamt abgeführt wird?

2. Für meine Einnahme (Bsp. 30€ für 60 min Nachhilfe) muss ich Lohnsteuer abführen. Wie wird diese an das Finanzamt abgeführt? Monatlich? Jährlich?

3. Ich plane ein Bankkonto für meine "Firma" zu eröffnen, auf welches die Kunden/Eltern die Beträge der Rechnung einzahlen. Müssen diese Einzahlungen schon besteuert (Lohnsteuer) werden, oder nur die Beträge, die ich auf mein privates Girokonto überweise?

Danke im Voraus.

Viele Grüße
Philipp

EmilieKi
Beiträge: 10
Registriert: 08.05.2019, 10:46

Re: Umsatz- und Einkommensteuer Nachhilfelehrer

Beitrag von EmilieKi » 07.08.2019, 12:13

Hallo Philipp,

dein Plan, Dich als Nachhilfelehrer selbstständig zu machen, klingt spannend! Ich drücke die Daumen. :)

Zu Deinen Fragen:

1. In der Regel wird die Umsatzsteuer anhand der sogenannten Umsatzsteuervoranmeldung monatlich oder quartalsweise ans Finanzamt berichtet und gezahlt. Zahlen kannst Du per Überweisung oder - wenn Du es Dir etwas leichter machen möchtest - per Lastschrift.

Falls Du mehr herausfinden möchtest: Da man die UStVA bei Debitoor direkt im Programm generieren und abschicken kann, haben wir auf unserer Webseite eine ganz gute Übersicht dazu, wie die Umsatzsteuervoranmeldung funktioniert.

2. Genau genommen spricht man bei Selbstständigen nicht von "Lohnsteuer" (sondern nur bei Arbeitnehmern). Man spricht stattdessen von der Einkommensteuer. Dazu wird Dir, nachdem Du Deine Selbstständigkeit beim Finanzamt gemeldet hast, ein Fragebogen zur steuerlichen Erfassung geschickt. In dem gibst Du an, wie hoch Du Deine zukünftigen Einnahmen einschätzt. Anhand dieser Schätzung erstellt das FA einen Vorauszahlungsbescheid und diese Summe musst Du dann quartalsweise zahlen.

Aber keine Angst: Falls Du Dich verschätzt hast, wird das anhand Deiner Steuererklärung am Ende wieder korrigiert.

Falls Du dazu genaueres erfahren möchtest, haben wir einen Artikel in unserer Gründerlounge zum Melden der Einkommensteuer.

3. Im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung musst Du die gesamten erwarteten Einnahmen schätzen und angeben, egal, auf welches Konto sie dann tatsächlich gezahlt werden. Für eine ordentliche Buchhaltung empfehle ich Dir aber grundsätzlich, von Anfang an ein Geschäftskonto zu führen und so wenig wie möglich über Dein privates Konto abzuwickeln.

Ich hoffe, ich konnte helfen. :)

Viele Grüße
Emilie (von Debitoor)

BWL kompakt - die Assistenz als Wirtschaftsprofii
Antworten

Zurück zu „Steuern, Finanzamt, Buchhaltung“